Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 21. Juli 2021

Pressemitteilung

16. Aschaffenburger Gespräch zur Herausforderung Klimawandel / Brossardt: „Technologie als Schlüssel für erfolgreichen Klimaschutz“

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 Lena Grümann
Lena Grümann
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
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Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. weist darauf hin, dass Klimaschutz nicht nur ökologisch wirksam, sondern auch sozial verträglich und ökonomisch erfolgreich sein muss. „Um die Herausforderungen durch den Klimawandel zu bewältigen, braucht es mehr unternehmerische Eigenverantwortung. Nicht Ideologie und Bürokratie, sondern Technologie ist der Schlüssel für einen erfolgreichen Klimaschutz. Wir sind in Bayern gut aufgestellt. Der Freistaat steht im Bereich der Klima- und Nachhaltigkeitstechnologien für 25 Prozent der deutschen und zehn Prozent der europäischen Forschungsaktivitäten. Viele unserer Unternehmen setzen bereits Strategien zur Treibhausgasminderung um und Klimaschutz ist in der Tradition der Betriebe fest verankert. Das zeigt: Die Wirtschaft ist Teil der Lösung und nicht Teil des Problems,“ sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt beim 16. Aschaffenburger Gespräch.

Die vbw stellt sich hinter die ambitionierten Klimaziele für 2030, die sich Europa und Deutschland gegeben haben. „Dazu sind aber innovationsfreundliche Rahmenbedingungen nötig“, fordert Brossardt. „Das 2030-Ziel der EU und in Deutschland ist machbar, aber mit Risiken verbunden. Die Industrie muss im Gegenzug bei der Umsetzung wirkungsvoll unterstützt werden“. Anderenfalls droht eine Abwanderung industrieller Wertschöpfung an Standorte mit geringeren Klimaschutzstandards beziehungsweise einem niedrigeren Kostenniveau. Die vbw fordert von der Politik daher einen effektiven Carbon-Leakage-Schutz.

Es braucht auch einen ambitionierten Ausbau der Energieinfrastruktur, um die Klimaziele zu erreichen. „Die großen Stromübertragungsleitungen müssen so schnell wie möglich fertiggestellt werden. Zudem benötigen wir einen ambitionierten Ausbau der erneuerbaren Energien und auch bei uns im Süden deutlich mehr Windkraft“, erläutert Brossardt weiter. Der Ausbau der erneuerbaren Energien hat außerdem einen dämpfenden Effekt auf die Großhandelsstrompreise. „Günstige Strompreise müssen für einen wettbewerbsfähigen Standort und die Transformation zu einer möglichst klimaneutralen Industrie unbedingt gewährleistet werden. Die Abschaffung der EEG-Umlage, eine Senkung der Stromsteuer und eine Bezuschussung der Netzentgelte müssen kommen“, schließt Brossardt. „Wir müssen schnell die richtigen Voraussetzungen dafür schaffen, um die Klimaziele auch erreichen zu können“.