Letzte Aktualisierung: 21. Juni 2018

Preisverleihung

Rückblick - Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft 2018

Ausgezeichnet!

Der „Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft“ ging in diesem Jahr erstmals an vier Nachwuchswissenschaftler. Sie präsentieren in ihren Arbeiten zukunftsweisende Ideen, wie die Soziale Marktwirtschaft an die Herausforderungen durch Globalisierung und Digitalisierung angepasst werden kann. Die Themen der Forschungsarbeiten sind Staatsverschuldung, Steuergerechtigkeit, illegale Kartellabsprachen und Nachhaltigkeitskonzepte von Unternehmen. Die Preise werden von der vbw unterstützt und gefördert und wurden am 19. Juni 2018 im Haus der Bayerischen Wirtschaft überreicht.

Die feierliche Preisverleihung gestalteten neben dem Vorstandsvorsitzenden des RHI, Prof. Randolf Rodenstock, unter anderem vbw Präsident Alfred Gaffal sowie Prof. Dr. Christoph M. Schmidt, Präsident des RWI, Professor für Wirtschaftspolitik und angewandte Ökonometrie an der Ruhr-Universität Bochum und Vorsitzender der fünf Wirtschaftsweisen.

„Der Forschungspreis setzt Anreize, um den Diskurs über die Soziale Marktwirtschaft zu beleben“, eröffnete Alfred Gaffal sein Grußwort. Angesichts der aktuellen wirtschaftspolitischen Lage seien mutige Denkansätze gefragt, um die Lebensbedingungen der kommenden Generation nachhaltig zu sichern.

Sicherung der öffentlichen Finanzen

Den ersten Preis erhielt der Volkswirt Heiko T. Burret, Forschungsreferent am Walter-Eucken-Institut in Freiburg. In seiner Dissertation untersucht er die Tragfähigkeit der Staatsfinanzen. Er weist nach, dass die Finanzverfassung in Deutschland die hohe Verschuldung der öffentlichen Haushalte begünstigt hat und plädiert für Fiskalregeln, die mehr Anreize zum Sparen geben. Die neue Schuldenbremse, die ab 2020 Nettokreditaufnahmen nahezu ausschließt, hält er für ein wirksames Instrument zur Konsolidierung der Haushalte.

Wettbewerbsdefekte identifizieren

Mit wettbewerbsökonomischen Fragen beschäftigt sich der zweite Preisträger Korbinian von Blanckenburg. Der Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Ostwestfalen-Lippe untersucht in seiner Habilitation, wie Kartelle aufgedeckt und unterbunden werden können. Schwerpunkt seiner Arbeit bilden Indikatoren und Verfahren, mit deren Hilfe sich der rechtliche Rahmen für mehr Wettbewerb verbessern lässt.

Herausforderungen der Digitalisierung für das Steuerrecht

Wie mehr Steuergerechtigkeit unter digitalen Bedingungen erreicht werden kann, ist das Thema der dritten Preisträgerin Marta Castelon. Digitale Dienstleister können heute weltweit agieren, ohne überall vor Ort mit Fabriken oder Büros präsent zu sein. Dadurch werden sie nach geltendem Recht gegenüber lokalen Steuerzahlern bevorzugt. In ihrer Dissertation empfiehlt die Juristin eine Reform der Besteuerung digitaler Dienstleistungen gemäß einer Richtlinie der Europäischen Kommission.

Unternehmen: Umgang mit Erwartungen von Anspruchgruppen

Ebenfalls einen dritten Preis erhielt Laura Marie Edinger-Schons, Professorin für Corporate Social Responsibility an der Universität Mannheim, für ihre Habilitationsschrift zu CSR-Strategien von Unternehmen. In empirischen Studien hat sie untersucht, wie Firmen in Bezug auf ihre soziale Verantwortung wahrgenommen werden. Dabei zeigt sich, dass Kunden und Mitarbeiter an mehr Nachhaltigkeit, Transparenz und Gerechtigkeit in den Wertschöpfungsketten interessiert sind. Daraus leitet die Sozialwissenschaftlerin konkrete Handlungsempfehlungen für Firmen ab.

Rückblick

Rückblick - Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft 2018
am 19.06.2018 in München


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Ansprechpartner
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Tina Maier-Schneider

+49 (0)89-55178-555
Tina Maier-Schneider

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