Letzte Aktualisierung: 31. März 2020

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Bewertung des Endergebnisses der Kommunalwahl durch die vbw

Die Stichwahlen bei der bayerischen Kommunalwahl haben die Regierungsparteien CSU und Freie Wähler gestärkt. Die CSU eroberte den Chefsessel in Nürnberg und stellt nach ihrem klaren Wahlsieg in Augsburg erstmals seit fast 20 Jahren wieder in zwei der drei größten bayerischen Städte die Oberbürgermeister. Die Freien Wähler konnten ihre Position auf dem Land verbessern und die Zahl ihrer Landräte von 12 auf nunmehr 14 steigern. Auch bei den Bürgermeistern legten sie zu.

CSU bleibt stärkste Kraft

Stärkste kommunale Kraft bleibt aber auch in den Regionen die CSU, die weiterhin 53 der 71 Landräte stellt. Auch die Zahl ihrer Bürgermeister – knapp 1000 – konnte die CSU stabil halten. Zudem stellt sie jetzt zwölf Oberbürgermeister in den 25 kreisfreien Städten Bayerns, 2014 waren es noch elf. Landesweit ging das CSU-Ergebnis jedoch um 5,1 Prozent auf 34,5 Prozent zurück, worin sich auch die wachsende Konkurrenz durch immer mehr Parteien und Wählergruppen widerspiegelt.

SPD-Erfolge in den Städten

Die SPD konnte trotz ihrer Wahlschlappe in Nürnberg in den großen Städten einige Erfolge erzielen. So stellt sie in Ingolstadt erstmals seit 1972 wieder den Oberbürgermeister. Nach zehn erfolgreichen Stichwahlen, darunter auch in München und Regensburg, konnte die SPD die Zahl ihrer Oberbürgermeister in den kreisfreien Städten auf 12 verbessern und liegt damit gleichauf mit der CSU. Schwach bleibt die SPD jedoch in den ländlichen Regionen und muss sich künftig mit nur noch drei statt bisher vier Landräten begnügen. Bayernweit verschlechterte sich das SPD-Ergebnis um sieben Prozent auf 13,7 Prozent.

Grüne verfehlen Ziel

Die Grünen verfehlten ihren Anspruch auf mehr kommunalpolitische Führungspositionen. Statt, wie erhofft, die Zahl ihrer Landräte deutlich zu erhöhen, konnten sie nur den Landratsposten im unterfränkischen Miltenberg verteidigen. Bei den Stichwahlen im oberbayerischen Landkreis Miesbach verlor der Grünen-Amtsinhaber klar gegen den CSU-Bewerber, so dass sich die Zahl der von den Grünen gestellten Kreischefs am Ende halbierte. Als Erfolg können die Grünen den landesweiten Zuwachs um 7,1 auf 17,3 Prozent verbuchen, der sie zur zweitstärksten Kraft in den Stadträten und Kreistagen macht.

Achtungserfolg für die FDP

Die FDP konnte den Chefsessel im Rathaus von Landshut klar verteidigen und damit einen Achtungserfolg erzielen. Auch in Lindau setzte sich eine liberale Kandidatin in der Stichwahl durch. Landesweit konnten die Liberalen ihr Ergebnis aber nur leicht auf 2,7 (plus 0,3) Prozent steigern. Nicht in den Himmel wuchsen die Bäume auch für die AfD, die bei den Stichwahlen keinerlei Rolle spielte: Sie lag bayernweit bei 4,7 Prozent.


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