Letzte Aktualisierung: 24. Januar 2019

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42. Bayerisches Wirtschaftsgespräch mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger MdL

Mit über 300 Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung fand am 21. Januar 2019 das 42. Bayerische Wirtschaftsgespräch in München statt. Zu Gast war der stellvertretende Bayerische Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie Hubert Aiwanger MdL.

Gesamtstrategie für Bayern

Hubert Aiwanger erklärte, wie die Wirtschaftspolitik für Bayern innovativ und verantwortungsbewusst gestaltet wird: „Bayern ist hier in vielen Bereichen auf einem hervorragenden Weg. Politik und Wirtschaft arbeiten zusammen. Deutlich wird das beim Mobilfunkpakt. Gemeinsam mit Gemeinden und Netzbetreibern schließen wir Funklöcher. Unser aktuelles Mobilfunkförderprogramm ist darauf ausgelegt mit rund 80 Millionen Euro 500 Masten zu finanzieren. Verantwortung und Innovation spielen besonders auch bei der Mobilität von morgen ineinander. Beim ‚Pakt zur Zukunft der Fahrzeugindustrie in Bayern‘ saßen alle an einem Tisch – Politik, Unternehmen, die vbw und die IG Metall. So konnten alle Interessen gebündelt werden. An dieser Vorgehensweise wollen wir anknüpfen, um gemeinsam eine Gesamtstrategie für Bayern zu erarbeiten.“

Wachstumsprognose für 2019

vbw Präsident Alfred Gaffal betonte in seiner Begrüßung, dass die wirtschaftlichen Rahmendaten für Bayern weiterhin gut sind. Gleichzeitig müsse aber festgestellt werden, dass sich die Konjunktur insgesamt abkühle, so dass die Wachstumsprognose für 2019 nach unten korrigiert werden müsste. Allerdings rechne er nach wie vor mit einem Anstieg des bayerischen Bruttoinlandsprodukts von 1,5 Prozent. Für die konjunkturelle Abkühlung machte er vor allem die weltwirtschaftlichen Unsicherheiten verantwortlich. Ein besonderes Augenmerk legte Gaffal auf den Umgang mit der bayerischen Leitbranche der Automobilindustrie, die sich derzeit in einem tiefgreifenden Strukturwandel befinde, wie die Digitalisierung, also das automatisierte und autonome Fahren, die technologische Entwicklung bei den Antriebssystemen und die Veränderung bei Angebot und Nachfrage, etwa im Hinblick auf Car-Sharing. Aus diesem Grunde halte er es für einen Irrsinn, dieser Leitbranche nicht den Rücken zu stärken, sondern eine völlig überzogene und irrationale Dieseldebatte zu führen. Diesen Negativtrend will die vbw schleunigst stoppen, etwa durch den Automobilpakt Bayern, der im Sommer beschlossen worden ist.

Energiepolitik

Ein zweites Thema, das der vbw unter den Nägeln brenne, so Gaffal, sei die bayerische Energiepolitik. Das Ziel einer dezentralen Energieversorgung und die ambitionierten Klimaschutzmaßnahmen der bayerischen Staatsregierung dürfen die Versorgungssicherheit nicht zusätzlich gefährden und Energie müsse nach wie vor bezahlbar sein.

Aiwanger betonte: „Besonders in der Energiepolitik sind Verantwortung und Innovation nicht voneinander zu trennen. Um unserer Verantwortung für künftige Generationen gerecht zu werden, müssen wir uns jetzt um Klimaschutz und Nachhaltigkeit kümmern. Vergessen dürfen wir dabei aber natürlich nicht, dass auch die jetzige Generation auf eine sichere und bezahlbare Energieversorgung angewiesen ist. Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Nachhaltigkeit sind für mich deshalb gleichberechtigte Ziele. Innovationen in Speicher und Energiesysteme erleichtern uns den Weg, diese Ziele zu erreichen.“

Maßnahmenpakte zur Fachkräftesicherung

Auf ein weiteres dringendes Thema ging Gaffal ein, die Fachkräftesicherung. Hier habe man zusammen mit dem Bayerischen Ministerpräsidenten im Oktober 2018 ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Fachkräftesicherung beschlossen. Die „Initiative Fachkräftesicherung+“ solle bis 2023 rund 250.000 zusätzliche Fachkräfte für die Unternehmen im Freistaat gewinnen.

Koalitionsvertrag ist eine gute Basis

Das Fazit von Alfred Gaffal lautete: „Der Koalitionsvertrag geht in weiten Teilen in die richtige Richtung und sie ist eine gute Basis für den weiteren Erfolg des Freistaates.“

Im Laufe des Tages finden Sie hier ein Best-of-Video der Veranstaltung.

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Dr. Peter J. Thelen

Strategie und Politischer Dialog

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