Letzte Aktualisierung: 30. Oktober 2018

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Rückblick - Spitzengespräch der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche mit der vbw

Die vbw und die Evangelisch-Lutherische Landeskirche in Bayern haben die Digitalisierung in den Mittelpunkt ihres Spitzengesprächs vom 22. Oktober 2018 gestellt. Die vbw betonte, dass die Digitalisierung mehr Chancen als Risiken birgt. Dennoch müsse man die Ängste in der Gesellschaft vor Arbeitsplatzverlusten ernst nehmen.

Vorteile der Digitalisierung und der Fachkräftesicherung

Die Vorteile der Digitalisierung überwiegen: Durch die größere Flexibilität und geringere Ortsgebundenheit sind Familie und Beruf deutlich leichter zu vereinbaren. Die Bewertung von Arbeit wird gerechter, weil die Arbeitsergebnisse stärker im Vordergrund stehen. Damit werden auch die persönlichen Freiheiten größer. Körperlich belastende Arbeiten fallen mehr und mehr weg – gleichzeitig wird die Kreativität gestärkt. Und Menschen mit Behinderungen erhalten neue Möglichkeiten der Teilhabe. Die vbw erinnerte daran, dass wegen des Fachkräftemangels erst kürzlich zusammen mit Ministerpräsident Dr. Markus Söder die gemeinsame `Initiative Fachkräftesicherung+´ gestartet wurde. Ziel ist es, bis 2023 insgesamt 250.000 zusätzliche Arbeitskräfte für die bayerische Wirtschaft gewinnen. Dabei ist das Engagement für die Fachkräftesicherung seit Jahren groß und umfasst vor allem auch Personengruppen, die sich schwertun, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Dazu gehören unter anderem Schwerbehinderte, Langzeitarbeitslose und junge Menschen, die keine Ausbildungs- und Berufsperspektive haben.

Integration von Asylbewerbern als gesellschaftliche Aufgabe

Auch die Migrations- und Integrationsfrage war ein wichtiges Thema des Spitzengesprächs. Die vbw fordert, die rechtsstaatlichen Verfahren in Deutschland zu beschleunigen und Asylbewerber ohne Bleiberecht schnell zurückzuführen. Man müsse sich auf diejenigen konzentrieren, die rechtmäßig hier sind und eine langfristige Bleibeperspektive haben. Die zentrale Säule der Integration ist dabei der Arbeitsmarkt.

Betont wurde dabei, dass die Flüchtlingsintegration im Freistaat beispielhaft für ganz Deutschland sei. Staatsregierung, Wirtschaftsorganisationen und Arbeitsagentur haben hier an einem Strang gezogen und mit ihren Projekten IdA – Integration durch Ausbildung und Arbeit seit Oktober 2015 Flüchtlinge in über 75.000 Fällen in eine Beschäftigung gebracht, in 10.000 Fällen in eine Ausbildung und in rund 72.000 in ein Praktikum.

Einig war man sich, dass Erfolge in der Integration besser herausgestellt werden müssten und dass diese die Kommunikation bestimmen, nicht die Fälle, wo diese gescheitert sei.

Rückblick

Rückblick - Spitzengespräch der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche mit der vbw
am 22.10.2018 in München


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