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    Letzte Aktualisierung: 14. Juli 2016

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    Anforderungspapier für Berliner CSR-Konsens liegt vor

    Das Nationale CSR-Forum hat ein Papier zu Anforderungen an einen Berliner CSR-Konsens zur Unternehmensverantwortung in Wertschöpfungs- und Lieferketten verabschiedet. Das entsprechende Papier finden Sie im Downloadbereich.

    Das Nationale CSR-Forum ist ein im Jahr 2009 gegründetes Beratungsgremium der Bundesregierung und setzt sich aus 41 Expertinnen und Experten von Bundesministerien, Wirtschaft, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen zusammen. Zu den wesentlichen Aufgaben des Nationalen CSR-Forums gehören die Beratung der Bundesregierung bei der Weiterentwicklung der nationalen CSR-Strategie sowie die Entwicklungen von Empfehlungen zu einzelnen Themen.

    Ziel des Berliner CSR-Konsens

    Nach dem verabschiedeten Anforderungspapier soll der Berliner CSR-Konsens zur Unternehmensverantwortung in Wertschöpfungs- und Lieferketten als Leitfaden für private und öffentliche Unternehmen dienen, wie sie eine angemessene Sorgfalt (due diligence) ausüben können. Außerdem soll der Konsens die Positionierung Deutschlands in der internationalen Debatte um ein global level playing field unterstützen. Durch den Berliner CSR-Konsens soll auch der Auftrag der G7-Staats- und Regierungschefs von Elmau zur Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses darüber erfüllt werden, wie ein verantwortungsvolles globales Lieferkettenmanagement umgesetzt werden kann.

    Der Leitfaden soll sich durch die Benennung guter unternehmerischer Praxis zu einem gesellschaftlichen Bezugspunkt und dadurch zu einer wirksamen Orientierung bei der nachhaltigen Gestaltung von Wertschöpfungs- und Lieferketten entwickeln. Die staatliche Verantwortung zum Schutz der Menschenrechte soll davon unberührt bleiben. Es wird klargestellt, dass der Berliner CSR-Konsens keine rechtliche Regulierung ist und für Zertifizierungszwecke weder vorgesehen noch geeignet ist.

    Inhalt des Berliner CSR-Konsens

    Der Berliner CSR-Konsens soll eine klare Orientierung für die betreffenden privaten und öffentlichen Unternehmen hinsichtlich des Managements von Arbeits-, Sozial-, Menschenrechts-, Umwelt- und Antikorruptionsstandards in globalen Wertschöpfungs- und Lieferketten formulieren.

    Dabei wird berücksichtigt, was angesichts komplexer Lieferketten unter Beachtung der Verantwortung und des Einflusses von diesen Unternehmen in einem bestimmten Umfeld realistischer Weise geleistet werden kann. Insbesondere den Bedürfnissen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) wird dabei Rechnung getragen.

    Es soll auch die Unterstützung durch die Bundesregierung, etwa durch Informationen, Beratung und finanzielle Förderung, Beachtung finden. Insgesamt soll die Kohärenz zwischen den verschiedenen bereits existierenden Instrumenten und Initiativen, wie z. B. dem Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte, der CSR-Berichterstattungsrichtlinie und weiterer Brancheninitiativen gefördert werden.

    Bewertung

    Bislang liegt nur ein Anforderungspapier an den „Berliner CSR-Konsens“ vor, eine vollumfängliche Bewertung ist daher nicht möglich. Erfreulicherweise ist es aber gelungen, bereits in diesem Anforderungspapier einige wichtige Punkte aus Perspektive der Wirtschaft festzuhalten. So wurde klargestellt, dass der "Berliner CSR-Konsens" keine rechtliche Regulierung ist und für Zertifizierungszwecke weder vorgesehen noch geeignet ist.

    Die Komplexität globaler Lieferketten wird ausdrücklich anerkannt und den Bedürfnissen von KMU ausdrücklich Rechnung getragen. Außerdem enthält es nun die Thematik der Unterstützungsleistungen durch die Bundesregierung durch Informationen, Beratung und finanzielle Förderung.

    Weitere Entwicklung

    Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wird nach der Sommerpause eine Arbeitsgruppe einsetzen, welche sich mit der Ausformulierung des Berliner CSR-Konsens befassen soll. Der Berliner CSR-Konsens soll dann von den Mitgliedern des Nationalen CSR-Forums verabschiedet werden.

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    Anforderungspapier Berliner CSR-Konsens

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    Ansprechpartner
    Ansprechpartner

    Beate Neubauer

    CSR / Nachhaltigkeit, Soziale Marktwirtschaft, Alterssicherung

    +49 (0)89-551 78-534
    +49 (0)173-573 89 22
    +49 (0)89-551 78-214
    Beate Neubauer
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