Letzte Aktualisierung: 18. Oktober 2017

Studie

Tarifbindung in Bayern

Die Tarifbindung in Bayern ist und bleibt hoch

Für fast acht von zehn Beschäftigten im Freistaat gelten direkt oder indirekt tarifvertraglich geregelte Arbeitsbedingungen. 46 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unterliegen einem Flächentarifvertrag, sieben Prozent einem Firmentarifvertrag. Die Arbeitsbedingungen von weiteren 25 Prozent der Beschäftigten orientieren sich an einem Tarifvertrag.

Betrachtet man die Betriebsebene, so ist die Tarifbindung geringer. In Bayern unterliegen 25 Prozent der Betriebe einem Flächentarifvertrag, ein Prozent hat einen Haustarifvertrag. 30 Prozent orientierten sich an einem Tarifvertrag. Die geringere Tarifbindung auf Betriebsebene zeigt, dass große Unternehmen eher tarifgebunden sind als kleinere Betriebe.

Auch in nicht-tarifgebundenen Betrieben herrschen sehr gute Arbeitsbedingungen

In den nicht-tarifgebundenen Unternehmen in Bayern ist die wöchentliche Arbeitszeit mit im Schnitt 39,6 Stunden nur um eine Stunde höher als in tarifgebundenen. In der M+E Industrie ist die Differenz mit 1,6 Stunden größer, was aber nur an den relativ kurzen tariflichen Arbeitszeiten liegt.

Die Bruttomonatsverdienste liegen in den nicht-tarifgebundenen Unternehmen um 13 Prozent unter dem Durchschnitt der tarifgebundenen Betriebe. Dies hat aber auch strukturelle Gründe, weil die Qualifikationsstruktur der Beschäftigten in tarifgebundenen Betrieben höher ist. Auf Grund des hohen Tarifentgelts in der Industrie sind hier die Unterschiede zwischen tarifgebundenen und nicht-tarifgebundenen Unternehmen noch größer als im Dienstleistungssektor.


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Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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