Letzte Aktualisierung: 29. März 2017

Position

Stärkung der Tarifbindung durch wettbewerbsfähige Tarifverträge

Reformbedarf trotz hoher Tarifbindung

Die Tarifbindung in Bayern ist hoch. Für knapp acht von zehn Beschäftigten im Freistaat gelten direkt oder indirekt tarifvertraglich geregelte Arbeitsbedingungen. Dieser Anteil ist seit Jahren weitgehend stabil. Eine Erosion der Tarifbindung ist nicht festzustellen. Zu beobachten ist allerdings, dass Unternehmen in einzelnen Punkten vom Flächentarifvertrag abweichende Regelungen anwenden, sich ansonsten aber weiterhin am Flächentarif orientieren. Diese Entwicklung signalisiert einen Reformbedarf des Flächentarifvertrags.

Die Position der vbw

Wir wollen die Tarifbindung stärken, doch Tarifbindung ist kein Selbstzweck. Jedem Unternehmen muss es freigestellt sein, sich einem Tarifvertrag zu unterwerfen oder nicht. Um die Tarifbindung zu stärken, müssen die Tarifverträge so gestaltet werden, dass sie die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessern.

  • Die Tarifbindung in Bayern ist hoch
  • Unternehmen können von der Tarifbindung profitieren
  • Die negative Koalitionsfreiheit muss gesichert werden
  • Auch ohne Tarifbindung sind die Arbeitsbedingungen gut
  • Zur Stärkung der Tarifbindung müssen die Tarifverträge wettbewerbsfähiger werden, d.h. Tarifregelungen müssen wieder zu Mindeststandards werden
  • Öffnungsklauseln und betriebsindividuelle Elemente sind nötig
  • Das tarifliche Kostenniveau ist vielfach zu hoch
  • Die tarifliche Arbeitszeit muss flexibilisiert werden


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Volker Leinweber

Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

+49 (0)89-551 78-294
Volker Leinweber
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben