Letzte Aktualisierung: 22. September 2016

Position

Zukunft des Industriestandorts Bayern

Die vbw ist überzeugt: Die bayerische Industrie und der Industriestandort Bayern haben Zukunft. Hierfür müssen wir uns den Veränderungen stellen, die sich ergebenden Chancen nutzen und die Herausforderungen offensiv angehen.

Die Industrie in Bayern

Die Industrie bildet das Fundament der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Bayerns. Sie hat ein überdurchschnittlich hohes Gewicht und ist damit die unverzichtbare Basis des Erfolgs der gesamten Volkswirtschaft. Der Freistaat ist ein industrieller Spitzenstandort, sein entscheidender Standortnachteil ist das hohe Kostenniveau.

Die zunehmende Internationalisierung der Wertschöpfungsketten und der globale Wettbewerb führen dazu, dass der Industriestandort Bayern trotzdem an Bedeutung verliert. Der Bestand an Direktinvestitionen im Ausland steigt schneller als das industrielle Anlagevermögen in Bayern.

Die mittelfristigen Trends

Folgende Trends werden die industrielle Entwicklung der kommenden Jahre beeinflussen:

  • Die globale Nachfrage nach Industriegütern wird weiter zunehmen, wenn auch weniger dynamisch als in den zurückliegenden Jahren.
  • DerTrend zur Zerlegung der Wertschöpfungsketten geht weiter. Dabei gewinnen Vorleistungen aus dem Dienstleistungssektor zunehmend an Bedeutung. Die Internationalisierung der Wertschöpfungsketten wird sich ebenfalls fortsetzen.
  • Dank der Binnenwanderung wird die Bevölkerung in Bayern bis 2030 zunehmen. Doch die die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter nimmt ab.
  • Der entscheidende Einflussfaktor der künftigen Entwicklung der Industrie ist die Digitalisierung.
  • Weitere wichtige Wettbewerbsfaktoren sind der steigende Bedarf an Verkehrs-, IT- und Bildungsinfrastruktur, das zunehmende Lohnniveau sowie die Verteuerung von Energie.

Die Position der vbw

Die vbw setzt auf eine leistungsstarke und wettbewerbsfähige Industrie. Damit Bayern auch in Zukunft ein erfolgreicher Standort ist, müssen sich Unternehmen und Arbeitnehmer ebenso wie Gesetzgeber und Tarifparteien den Trends und Herausforderungen stellen:

  • Auf eine starke Industrie als Basis für Wachstum und Beschäftigung setzen
  • Den Strukturwandel mit und in der Industrie bewältigen
  • Die Potenziale der Digitalisierung nutzen
  • Die Exportstrategie und die Erschließung neuer Märkte fortsetzen
  • Die Internationalisierung der Wertschöpfungsketten offensiv angehen
  • Die Standortfaktoren kontinuierlich verbessern: Arbeitskosten begrenzen, Fachkräftebedarf sichern, Verfügbarkeit von Energie sichern und Kosten begrenzen, Infrastruktur qualitatv und quantitativ verbessern, Regulierung begrenzen und Flexibilität sichern, F+E fördern, Steuersystem vereinfachen und Erhöhungen vermeiden


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Volker Leinweber

Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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