Letzte Aktualisierung: 11. April 2017

Position

Zukunft der industriellen Wertschöpfung in Deutschland und Bayern

Deutschland und Bayern sind industrielle Spitzenstandorte. Damit dies so bleibt, müssen wir uns den Veränderungen stellen, die sich ergebenden Chancen nutzen und die Herausforderungen offensiv angehen.

Die Industrie in Deutschland und Bayern

Die Industrie bildet zusammen mit dem Dienstleistungsverbund das Fundament der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Deutschlands und Bayerns. Sie hat ein überdurchschnittlich hohes Gewicht und ist damit die unverzichtbare Basis des Erfolgs unserer gesamten Volkswirtschaft.

Bayern ist ein industrieller Spitzenstandort. Im jährlich durchgeführten internationalen Vergleich der Industriestandorte belegt der Freistaat im Niveau-Ranking den zweiten Platz. In fünf von sechs Kategorien liegt der Freistaat unter den TOP-10. Deutschland insgesamt ist knapp hinter dem Freistaat auf Rang 4 platziert.

Die mittelfristigen Trends

Die Industrie ist kein Auslaufmodell. Folgende Faktoren und Trends werden die industrielle Entwicklung der kommenden Jahre beeinflussen:

  • Die globale Nachfrage nach Industriegütern wird weiter zunehmen, wenn auch weniger dynamisch als in den zurückliegenden Jahren.
  • Der Trend zur Zerlegung der Wertschöpfungsketten geht weiter. Dabei gewinnen Vorleistungen aus dem Dienstleistungssektor zunehmend an Bedeutung. Die Internationalisierung der Wertschöpfungsketten wird sich ebenfalls fortsetzen.
  • Dank der Binnenwanderung wird die Bevölkerung in Bayern bis 2030 zunehmen. Doch die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter nimmt ab.
  • Der entscheidende Einflussfaktor der künftigen Entwicklung der Industrie ist die Digitalisierung.
  • Weitere wichtige Wettbewerbsfaktoren sind der steigende Bedarf an Verkehrs-, IT- und Bildungsinfrastruktur, das zunehmende Lohnniveau sowie die Verteuerung von Energie.

Die Position der vbw

Die vbw setzt auf eine leistungsstarke und wettbewerbsfähige Industrie. Damit Bayern auch in Zukunft ein erfolgreicher Standort ist, müssen sich Unternehmen und Arbeitnehmer ebenso wie Gesetzgeber und Tarifparteien den Trends und Herausforderungen stellen:

  • Auf eine starke Industrie als Basis für Wachstum und Beschäftigung setzen
  • Den Strukturwandel mit und in der Industrie bewältigen
  • Auf F+E sowie Innovationen setzen
  • Die Potenziale der Digitalisierung nutzen
  • Das Produktportfolio auf globale Megatrends ausrichten
  • Die Exportstrategie und die Erschließung neuer Märkte fortsetzen
  • Auf offene Märkte und Freihandel setzen
  • Die Internationalisierung der Wertschöpfungsketten offensiv angehen
  • Die Standortfaktoren kontinuierlich verbessern: Arbeitskosten begrenzen, Fachkräftebedarf sichern, Verfügbarkeit von Energie sichern und Kosten begrenzen, Infrastruktur qualitativ und quantitativ verbessern, Regulierung begrenzen und Flexibilität sichern, F+E fördern, Steuersystem vereinfachen und Erhöhungen vermeiden.


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Volker Leinweber

Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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