Letzte Aktualisierung: 16. Oktober 2017

Position

Wertschöpfungsketten im Inland sichern

Hohe Bedeutung des Inlandsstandorts

Der Industriestandort Deutschland und Bayern ist für die Unternehmen von sehr großer Bedeutung, vor allem im Hinblick auf die Beschäftigung. Der Beschäftigungsanstieg allein in den vergangenen fünf Jahren um 286.000 (+4,9 Prozent) in der deutschen und um 98.000 (+8,4 Prozent) in der bayerischen Industrie belegt dies eindrucksvoll. Trotz Internationalisierung der Wertschöpfungsketten verfügen die meisten Industrieunternehmen am Inlandsstandort über fast alle Unternehmensbereiche. Verschiedene Abteilungen üben hierbei einen gegenseitigen Klebeeffekt aus – dies gilt insbesondere für der Bereich der Forschung und Entwicklung (F+E) und die Produktion.

Breite der Wertschöpfungskette als Standort-Plus

Unternehmensübergreifend stellt die Breite der Wertschöpfungskette einen Klebeeffekt dar. Der enge Verbund mit Lieferanten, Kunden und Kooperationspartnern ist ein entscheidender Standortvorteil Deutschlands und Bayerns. Hinzu kommt ein qualitativ hochwertiges Angebot an Arbeitskräften. Darauf sind die Unternehmen angewiesen, um ihre Strategien – Innovation, Kundenspezifizierung, hybride Wertschöpfung und Lösungskompetenz – zu verfolgen und um die Potenziale der Digitalisierung zu nutzen.

Position der vbw

Ziel muss es daher sein, auch künftig die Wertschöpfungskette in ihrer gesamten Breite am Inlandsstandort zu sichern. Konkret bedeutet dies:

  • Modernisierung und Flexibilisierung des Arbeitsrechts, um die Beschäftigungsentwicklung nicht zu gefährden und den Arbeitsmarkt an das digitale Zeitalter anzupassen;
  • Sicherung des Fachkräftebedarfs, um dem demografischen Wandel entgegen zu treten;
  • Stärkung der Bildungsqualität, um ein hochqualifiziertes Arbeitskräfteangebot zur Verfügung zu stellen;
  • Beschäftigungschancen für gering Qualifizierte, um alle Segmente der Wertschöpfungskette zu sichern;
  • Förderung von Forschung und Entwicklung, um über deren Klebeeffekt auch Produktion zu sichern;
  • Förderung von Unternehmensgründungen, um von der „Start-Up-Kultur“ zu profitieren;
  • Erhalt offener Märkte und Bekämpfung von Protektionismus, um die Chancen der Internationalisierung von Handel und Investitionen zu nutzen;
  • Priorität für Digitalisierung, um deren Potenziale umfassend zu nutzen;
  • Verbesserung der allgemeinen Standortbedingungen, um eine rentable Wertschöpfung zu ermöglichen, d.h. insbesondere quantitativer und qualitativer Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, Versorgungssicherheit von Strom und Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen und Schaffung einer „intelligenten“ Regulierung.


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Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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