Letzte Aktualisierung: 10. August 2017

Studie

Industriestandort Bayern im internationalen Vergleich - Niveauranking

Wie bereits in den Vorjahren rangiert der Industriestandort Bayern im weltweiten Vergleich auf Platz zwei. Die Standortqualität des Freistaats ist spürbar besser als die seiner wichtigsten Wettbewerber. Deutschland insgesamt kommt auf Rang vier.

Starke Industrie in Bayern

27 Prozent der gesamten Wertschöpfung des Freistaats wird in der Industrie erzielt. Damit hat Bayern weltweit die dritthöchste Industriedichte. Während viele Länder eine De-Industrialisierung erleben, hat das Gewicht des Verarbeitenden Gewerbes in Bayern langfristig zugenommen. Dies ist mit ein Grund dafür, dass Bayern seinen Anteil an der globalen Industrieproduktion stabil halten konnte, während die anderen Industrieländer zu Gunsten der Schwellenländer verloren haben.

Industrieller Spitzenstandort Bayern

Im Vergleich der industriellen Standortqualität von 45 Staaten belegt Bayern wie bereits in den Vorjahren den zweiten Rang. Deutschland insgesamt ist auf Platz vier ebenfalls sehr gut platziert. In fünf von sechs Teilbereichen liegt der Freistaat in den Top Ten. Die bedeutendsten Stärken hat der Freistaat in den Bereichen Staat (v.a. Ordnungsrahmen), Wissen (v.a. Innovationsumfeld) und Markt (v.a. Industrie-Dienstleistungsverbund, Cluster sowie breite Wertschöpfungskette).

Hohes Kostenniveau ist das Kernproblem

Das Kostenthema ist die größte Herausforderung für unseren Industriestandort - vor allem in Bezug auf Arbeits-, Export- und Energiekosten. Hier rangiert Bayern auf Rang 40 von 45 Ländern. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Freistaat nochmals zwei Plätze verloren. Wegen der höheren Arbeitskosten ist Bayern auch vier Plätze hinter Deutschland insgesamt platziert.

Aufholprozess der Schwellenländer

Die Stärkung unseres Industriestandorts ist eine Daueraufgabe. Dies gilt umso mehr, als wir mit zahlreichen Schwellenländern im globalen Wettbewerb stehen, die dynamisch wachsen und bezüglich der Standortqualität spürbar aufholen. Bereits heute ist China unser größter Konkurrent auf den Weltmärkten. Mexiko liegt auf Rang drei der größten Wettbewerber Bayerns, Südkorea auf Platz sechs. Zwar ist die Standortqalität derzeit in den Industrieländern deutlich höher als in den Schwellenländern. Dies liegt vor allem an der Infrastruktur und dem staatlichen Ordnungsrahmen. Doch die Emerging Markets holen kontinuierlich und punkten vor allem mit dem niedrigen Kostenniveau.


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