Letzte Aktualisierung: 16. Oktober 2017

Studie

Gegenwart und Zukunft der industriellen Wertschöpfungsketten in Deutschland

Die vbw hat das Roland Berger Institut beauftragt, zu untersuchen, wie die Wertschöpfungsketten unserer heimischen Industrie aktuell aufgestellt sind, welche Strategien die Unternehmen für die Zukunft verfolgen und welche Anforderungen sie an den Standort Deutschland und Bayern haben, damit sie hier weiterhin erfolgreich produzieren können. Hierfür wurden Interviews mit neun Unternehmen verschiedener Größenklassen und unterschiedlicher Branchen aus Bayern und anderen Ländern der Bundesrepublik geführt.

Inlandsstandort hat hohe Bedeutung

Trotz der globalen Aufstellung der Unternehmen bleibt der Inlandsstandort von zentraler Bedeutung. Der Beschäftigtenanteil im Inland ist deutlich höher als der inländische Umsatzanteil. An den Standorten in Deutschland verfügen die Unternehmen auch weiterhin über nahezu alle Unternehmensfunktionen.

Es gibt interne und externe Klebeeffekte

Es gibt sowohl unternehmensinterne als auch unternehmensexterne Klebeeffekte der Teile der Wertschöpfungskette. Intern existieren sie vor allem zwischen F&E und der Produktion. Das Vorhandensein beider Bereiche ermöglicht den schnellen und praktischen Austausch zwischen Entwicklern und Produktionsverantwortlichen. Unternehmensexterne Klebeeffekte bestehen vor allem im Verbund zu Lieferanten, Kunden oder Hochschulen.

Wertschöpfungsketten sind internationalisiert

Die Unternehmen haben ihre Wertschöpfungskette global ausgewogen verteilt. Hauptmotive sind hierbei die Nähe zum Kunden und die Erschließung neuer Märkte. Der Kostenaspekt spielt ebenfalls eine Rolle. Ein neuer Trend ist, dass im Ausland verstärkt auch in F&E investiert wird. Allerdings gilt ebenso wie bei der Produktion, dass dies nicht bzw. kaum zu Lasten der F&E im Inland geschieht. Vielmehr wird in der Region für die Region entwickelt.

Unternehmen setzen auf Kundenorientierung und Digitalisierung

Die wesentliche Strategie der Unternehmen ist es, durch Innovationen und Kundenspezifizierung Marktführerschaft zu sichern bzw. zu erreichen. Hierbei gewinnt die Kombination aus physischem Produkt und ergänzenden Dienstleistungen immer mehr an Bedeutung. Die Unternehmen sehen große Potenziale in der Digitalisierung – sowohl im Hinblick auf effizientere und produktivere Prozesse, insbesondere aber auch in der Chance zu neuen Geschäftsmodellen. Eine immer bedeutendere Rolle spielt hierbei die Software.


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Volker Leinweber

Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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