image/svg+xml Wahl 2017 />

Letzte Aktualisierung: 12. April 2017

Deutschland hat Zukunft

Verlagerungstrends in der bayerischen Industrie

Auf einem Kongress in Sonnefeld bei Coburg diskutierten Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über die Verlagerungstrends in der bayerischen Industrie und wie es gelingen kann, den Industriestandort Bayern zu stärken.

Wettbewerbsbedingungen verbessern - Industriestandort Deutschland verbessern

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt betonte die Bedeutung der Industrie für Wertschöpfung, Beschäftigung und Wohlstand in Bayern. Damit der Freistaat weiterhin ein erfolgreicher Industriestandort bleibt, müssten die Wettbewerbsbedingungen weiter verbessert werden. Dazu gehörten insbesondere eine Begrenzung der Arbeitskosten, wettbewerbsfähige Strompreise und mehr Flexibilität beim Arbeitseinsatz.

Neue Studie: Verlagerung von Wertschöpfung – Geht die Industrie ins Ausland?

Dr. Karl Lichtblau, Geschäftsführer der IW Köln Consult GmbH, stellte die Studie Verlagerung von Wertschöpfung – Geht die Industrie ins Ausland? vor. Demnach setze sich die Internationalisierung der Wertschöpfungsketten der bayerischen Industrie fort. Zwar würden dadurch nur in geringem Umfang inländische Kapazitäten abgebaut, doch der Anteil der Auslandsinvestitionen nehme zu. Zudem werde im Inland vor allem in Erhaltung und Modernisierung investiert, Auf- und Ausbau von Kapazitäten finde im Ausland statt.

Dr. Hanns-Peter Ohl, Geschäftsführer und CFO der Erich Netzsch GmbH & Co.Holding KG, berichtete, dass sein Unternehmen heute mehr Mitarbeiter im Ausland als im Inland habe. Diese Internationalisierung sei aber nicht zu Lasten des heimischen Standorts gegangen. Notwendig seien in Deutschland mehr Flexibilität und bezahlbare Arbeit.

Standortnachteil: Hohe Strom- und Energiepreise

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Hans Michelbach warnte davor, die Agenda 2010 nun rückgängig zu machen. Das Motto "Sozial ist, was Arbeit schafft" sei unverändert richtig. Nur was zunächst erwirtschaftet werde, könne anschließend verteilt werden.

Florian Post, MdB der SPD, nannte die hohen Strom- und Energiepreise in Deutschland als klaren Standortnachteil und zeigte sich zufrieden, dass die Diskussion um die Stromtrassen nun beendet sei. Er sei offen für eine Reform der Gewerbesteuer, sofern den Kommunen weiterhin ein ausreichendes und gesichertes Steueraufkommen zur Verfügung stehe.

Rückblick

Verlagerungstrends in der bayerischen Industrie
am 10.04.2017 in

Bilder (7)


Drucken
Kontakt
Ansprechpartner

Volker Leinweber

Volkwirtschaft

+49 (0)89-551 78-294
Volker Leinweber

Wählen Sie Ihren Veranstaltungsort:

  Zur Veranstaltungsübersicht

Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben