Letzte Aktualisierung: 29. November 2018

Studie

vbw analysiert US-Steuerreform

Am 22. Dezember 2017 haben die USA nach langer Vorlaufzeit und intensiven Diskussionen eine weitreichende Steuerreform beschlossen, die zum 01. Januar 2018 in Kraft getreten ist.

Steuerliche Wettbewerbsfähigkeit der USA ist gestiegen

Mit dieser Reform gewinnen die Vereinigten Staaten im Bereich der Unternehmensbesteuerung ihre innerhalb der letzten 30 Jahren verlorene Wettbewerbsfähigkeit zurück.

Körperschaftsteuersatz ist gesunken, Investitionsanreize wurden gestärkt

Die für Unternehmen auffälligste Änderung ist der neue Körperschaftsteuersatz. Er sank mit dem Jahreswechsel von 35 auf 21 Prozent. Zugleich wurden Regelungen zur Bemessungsgrundlage angepasst und neue Anreizmechanismen und Mechanismen zur Abwehr steuerlicher Gestaltungen eingeführt. Die Reform will damit Investitionen in den USA für US-Unternehmen und ausländische Investoren deutlich attraktiver machen, insbesondere auch bezogen auf Forschung und Entwicklung. Zudem will sie einen Anreiz setzen, bisher auf Fremdkapitalbasis getätigte Investitionen auf Eigenkapital umzustellen und Niedrigsteuerangeboten anderer Länder für US-Unternehmen die Attraktivität nehmen.

Deutsche Unternehmen müssen bestimmte Finanzierungsformen für US-Geschäft überprüfen

Die Neuerungen kommen deutschen Unternehmen, die sich in den USA engagieren, in vielerlei Hinsicht entgegen. An einigen Stellen können sie bestehende Investments allerdings auch gefährden, so dass sowohl Finanzierungsstrukturen von Investitionen als auch konzerninterne Strukturen nachzusteuern sind. Unsere aktuelle Studie zeigt auf, wo entsprechender Handlungsbedarf entsteht.

Neuer Reformdruck in Deutschland: Unternehmensteuern senken, steuerliche Forschungsförderung einführen

Im Steuerwettbewerb fordert die US-Steuerreform auch den deutschen Gesetzgeber heraus. Das gilt insbesondere bei der steuerlichen Forschungsförderung und beim Niveau der Unternehmensteuerlast insgesamt. Hier muss sich Deutschland bewegen, um Zukunftsinvestitionen in unserem Land attraktiv zu halten.


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Ansprechpartner
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Dr. Benedikt Rüchardt

Steuern, Finanzen, Landesentwicklung, Wirtschaft und Kommunalwirtschaft

+49 (0)89-551 78-249
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