Letzte Aktualisierung: 22. Mai 2020

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Steueraufkommen bricht 2020 deutlich ein

Am 14. Mai 2020 hat das Bundesfinanzministerium aktuelle Ergebnisse des Arbeitskreises „Steuerschätzung“ vorgelegt. Sie umfassen die Jahre bis 2024.

Aufkommen bricht 2020 ein und bleibt dann schwächer als bislang erwartet

Nach der aktuellen Steuerschätzung entwickelt sich das Steueraufkommen 2020 bis 2024 sich in Summe um voraussichtlich 316 Milliarden Euro schwächer als vergangenen November veranschlagt. Das trifft den Bund mit einem Minus von 171 Milliarden Euro am stärksten, auf die Länder entfallen Mindereinnahmen von 95,5, auf die Kommunen von 45,6 Milliarden Euro. Die EU verliert aus Deutschland Beiträge von 3,6 Milliarden Euro. Diese Schätzung beinhaltet weit höhere Unsicherheiten als üblich. Deshalb soll die nächste Schätzung nicht im November, sondern schon im September 2020 folgen.

Relativ gesehen trifft der Einbruch besonders Bund und Kommunen

Relativ gesehen entfällt die in Summe über die Jahre 2020 bis 2024 größte Veränderung mit einem Minus von 9,8 Prozent auf den Bund, gefolgt von den Kommunen mit Einbußen von 7,6, den Ländern mit 5,4 und der EU mit 1,7 Prozent. Trotz 2021 einsetzender Erholung liegt das Aufkommen – außer beim Aufkommensanteil der EU – auf allen staatlichen Ebenen in allen Jahren ab 2020 deutlich unter den bisherigen Schätzzahlen.

Anteil von Bund, Ländern, Kommunen und EU am Steueraufkommen

Für das Gesamtaufkommen 2020 wird ein Einbruch um 10,2 Prozent von 799 Milliarden Euro in 2019 auf 718 Milliarden Euro erwartet. Für 2021 wird ein Zuwachs um 10.4 Prozent auf 792 Milliarden Euro angenommen. Für die Folgejahre werden Zuwachsraten von 2,7, 4,3 und 3,8 Prozent geschätzt. Der Aufwärtstrend findet auf allen Ebenen statt. Das Gesamtaufkommen 2024 soll bei 883 Milliarden Euro liegen.

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Entwicklung des Steueraufkommens in Deutschland

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Dr. Benedikt Rüchardt

Steuern, Finanzen, Landesentwicklung, Wirtschaft und Kommunalwirtschaft

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