Letzte Aktualisierung: 29. April 2019

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Steuerliche Forschungsförderung: Deutschland auf dem Weg

In Deutschland gibt es bisher keine steuerliche Forschungsförderung. Die vbw fordert sie seit Jahren. Jetzt soll sie kommen, das Gesetzgebungsvorhaben wurde eingeleitet. Die Bundesregierung will so ihr Engagement in der projektbezogenen Forschungsförderung und in der Finanzierung von Forschungsinstituten ergänzen.

Der Entwurf baut auf folgenden Eckpunkten auf:

Förderung von F+E Personalaufwand mit 25 Prozent

Gefördert werden soll F+E Personalaufwand in Deutschland steuerpflichtiger Unternehmen und zwar mittels einer Steuergutschrift von 25 Prozent.

Förderung mit bis zu 500.000 Euro jährlich

Die Fördersumme pro Unternehmen wird auf jährlich 500.000 Euro begrenzt. Bei verbundenen Unternehmen bezieht sich diese Grenze auf den Verbund insgesamt.

Lösung dient vor allem KMU, steht aber allen offen

Mit dem neuen Instrument will die Bundesregierung vor allem einen Impuls für zusätzliche Forschungsaktivitäten kleiner und mittlerer Unternehmen schaffen. Das gelingt mit den Eckpunkten auch. Die Förderung wird jedoch nicht auf KMU begrenzt, sondern allen Unternehmen angeboten.

Einzelheiten noch offen – einfache Lösungen angestrebt

Verschiedene Details der Regelung werden noch diskutiert – insbesondere die Möglichkeiten zur Förderung von Auftragsforschung, und die genaue Ausgestaltung des Förderverfahrens. Ziel ist eine bürokratiearme Förderpraxis.

vbw: steuerliche Forschungsförderung jetzt

Deutschland verfolgt mit der steuerlichen Forschungsförderung drei zentrale Anliegen: Es gilt, das Innovationsgeschehen in Deutschland weiter zu stärken, den F+E Aufwand von heute ca. drei auf 3,5 Prozent des BIP zu heben und Deutschland als F+E Standort substanziell aufzuwerten. In diesem Sinne begrüßt die vbw den Gesetzentwurf und plädiert dafür, ihn, wenn möglich ergänzt um bessere Einbindung der Auftragsforschung, schnell umzusetzen.

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Referentenentwurf Forschungszulagengesetz

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Ansprechpartner
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Dr. Benedikt Rüchardt

Steuern, Finanzen, Landesentwicklung, Wirtschaft und Kommunalwirtschaft

+49 (0)89-551 78-249
Benedikt Rüchardt
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