Letzte Aktualisierung: 30. August 2018

Position

BDI konkretisiert Vorschlag zu steuerlicher Forschungsförderung

Die Bundesregierung will die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland von zuletzt knapp drei auf 3,5 Prozent des BIP steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen über steuerliche Forschungsförderung zusätzliche Impulse gesetzt werden, die das F+E-Geschehen ausweiten und die Standortvorteile, die alle wichtigen konkurrierenden Staaten durch steuerliche F+E-Förderung haben, zumindest teilweise ausgleichen.

Konkretisierter Vorschlag des BDI zur steuerlichen Forschungsforderung

Der BDI hat seinen Vorschlag zur Ausgestaltung der steuerlichen Forschungsförderung wie folgt konkretisiert:

Steuergutschrift

Gefördert wird über eine Steuergutschrift in Höhe von zehn Prozent der Personalaufwendungen für F+E-Mitarbeiter, gedeckelt durch eine Gehaltsobergrenze und unabhängig von der Unternehmensgröße. Die Steuergutschrift sollte „nicht steuerbar“ sein, damit der kostenreduzierende Effekt der Gutschrift nicht durch eine entsprechende Steuerschuld vermindert wird.

Förderdeckel

Mit einer Gehaltsgrenze von max. 60.000 Euro Jahresgehalt kann eine Begrenzung der fiskalischen Wirkung auf max. 2,5 Milliarden Euro pro Jahr erreicht werden.

Abgrenzung förderfähiger Aufwendungen

Förderfähige Kosten sind alle Personalaufwendungen für Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung (F+E-Personalaufwand). Die Definition und Abgrenzung des F+E-Personalaufwands erfolgt nach den internationalen Vorgaben der OECD (sog. Frascati Manual), wonach bestimmte Merkmale für F+E-Tätigkeit erfüllt sein müssen.

Qualifikation förderbarer Tätigkeit

Zur konkreten Qualifikation einer Tätigkeit als förderfähig bedarf es bei Unternehmen ohne eigene F+E-Abteilung einer konkreten Projektbeschreibung. Bei Industrieunternehmen mit eigener F+E-Abteilung sollte eine Tätigkeitsbeschreibung der F+E-Mitarbeiter ausreichen.

Auszahlungsmodus

Die Steuergutschrift wird mit dem Lohnsteueraufwand für die F+E-Mitarbeiter verrechnet.

Details dazu führt das Papier „BDI-Vorschlag zum Einstieg in eine steuerliche FuE-Förderung in Deutschland“ aus. Es steht zum Download zur Verfügung.

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BDI-Vorschlag zum Einstieg in eine steuerliche FuE-Förderung in Deutschland

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Ansprechpartner
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Dr. Benedikt Rüchardt

Steuern, Finanzen, Landesentwicklung, Wirtschaft und Kommunen

+49 (0)89-551 78-249
Benedikt Rüchardt
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