Letzte Aktualisierung: 20. April 2018

Position

Aktuelle BDI-Position zur steuerlichen Forschungsförderung

Nachholbedarf in Deutschland bei den steuerlichen Rahmenbedingungen für F+E

Deutschland leistet sich eines der im internationalen Vergleich der Industrieländer höchsten steuerlichen Belastungsniveaus. Besonders wenig wettbewerbsgerecht sind die steuerlichen Rahmenbedingungen in Deutschland für Forschung und Entwicklung. Im Gegensatz zu fast allen anderen konkurrierenden Standorten gibt es in Deutschland keine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung. Auch die sonstigen Förderangebote können das mit Blick auf mit der Digitalisierung verbundene Innovationsbedürfnisse nicht ausgleichen.

Aktuelle Eckpunkte des BDI zu steuerlicher Forschungsförderung

Die vbw und der Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. - BDI fordern deshalb seit langem eine steuerliche Forschungsförderung auch für Deutschland. Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD sieht das auch vor, allerdings „insbesondere für forschende kleine und mittelgroße Unternehmen“. Um einen ausreichenden Effekt zu erzielen, ist es wichtig, dass Unternehmen jeder Größenordnung berücksichtigt werden.

Der BDI hat dazu eine aktuelle Position vorgelegt, die – mit Rücksicht auf haushaltspolitische Grenzen und die Vorgaben des Koalitionsvertrags zur KMU-Orientierung – für die steuerliche Forschungsförderung folgende Eckpunkte vorschlägt:

  • Steuergutschrift i. H. v. zehn Prozent des F+E-Personalaufwands, verrechenbar mit dem Lohnsteueraufwand des Unternehmens
  • Zusätzliche Deckelung der Höhe der verrechenbaren Lohnsteuergutschrift entlang einer Gehaltsgrenze, um das öffentliche Investitionsvolumen präzise zu steuern und unter zwei Milliarden Euro jährlich zu senken
  • Gesetzliche Regelung im Einkommensteuergesetz als Steuerermäßigung

Ein Konzept für alle mit besonderem Fokus auf KMU

Eine Förderung nach diesem Konzept lässt alle forschenden Unternehmen profitieren kleine und mittlere Unternehmen sogar stärker als größere.

Die BDI Position Steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung steht über dem Linkkasten zum Download zur Verfügung.


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Ansprechpartner
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Dr. Benedikt Rüchardt

Steuern, Finanzen, Landesentwicklung, Wirtschaft und Kommunen

+49 (0)89-551 78-249
Benedikt Rüchardt

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