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Letzte Aktualisierung: 24. Mai 2017

Deutschland hat Zukunft

Rückblick - Soziale Sicherung - demografische Herausforderung

Die umlagefinanzierten Systeme der Sozialversicherung geraten durch den demografischen Wandel unter Druck, denn einer wachsenden Zahl an Leistungsempfängern stehen immer weniger Beitragszahler gegenüber. Die vbw hat daher im Rahmen eines Deutschland hat Zukunft Kongresses diskutiert, welche Reformmaßnahmen nötig sind, um Renten-, Kranken- sowie Pflegeversicherung an die Herausforderungen anzupassen und finanzierbar zu halten.

Gesamtbeitragssatz zur Sozialversicherung auf 40 Prozent deckeln

In seinem Begrüßungsstatement betonte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt, dass die soziale Lage in Deutschland gut sei und die soziale Sicherung funktioniere. Maßgeblich trage dazu die hervorragende Situation am Arbeitsmarkt bei. Dieser Erfolg heute beruhe auf Reformmaßnahmen, die in der Vergangenheit ergriffen wurden. Umso unverständlicher sei es, dass in der letzten Legislaturperiode über Leistungsausweitungen, zum Beispiel bei der Rente, die Reformbemühungen konterkariert werden.

Mit Blick auf den anstehend Wahlkampf mahnte Brossardt an, bei allen Reformüberlegungen in der Sozialversicherung auch die Beitragssätze in den Blick zu nehmen. Diese dürfen nicht weiter steigen, sondern müssen auf maximal 40 Prozent gedeckelt werden. Da diese an die Löhne gekoppelt sind, führen steigende Beitragssätze zu höheren Lohnnebenkosten und gefährden so die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen, was sich schlussendlich negativ am Arbeitsmarkt auswirkt.

Demografie – Perspektive 2060

Einen detaillierten Überblick zur demografischen Entwicklung bis zum Jahr 2060 gab Frank Swiaczny, Leiter der Forschungsgruppe demografischer Wandel und Weltbevölkerung beim Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung. Er skizzierte, wie sich das Verhältnis zwischen Alt und Jung in Deutschland ändern wird und mit welchem Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials zu rechnen ist. Zudem stellte er heraus, dass die einzelnen Regionen in Deutschland unterschiedlich stark von den Auswirkungen der Demografie betroffen sein werden.

Reformbedarf bei Rente, Gesundheit und Pflege

Welche konkreten Stellschrauben bestehen, um in den Bereichen Rente, Gesundheit und Pflege auf die Herausforderungen der Demografie zu reagieren, stellte Dr. Jochen Pimpertz, Leiter Öffentliche Finanzen, Soziale Sicherung, Verteilung beim IW Köln, vor. Ein Anheben der Regelaltersgrenze, um der steigenden Lebenserwartung Rechnung zu tragen, hätte zum einen den Effekt, das Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentenempfängern zu stabilisieren und zum anderen das individuelle Sicherungsniveau zu steigen.

Im Bereich der Gesundheit liegen die Probleme maßgeblich auf der Ausgabenseite. Daher sollten Reformmaßnahmen auch dort ansetzen und nicht allein auf der Finanzierungsseite.

Soziale Sicherungssysteme – Herausforderungen durch den demografischen Wandel

In der abschließenden Podiumsdiskussion unter der Moderation von Sven Afhüppe vom Handelsblatt brachten Stephan Stracke, MdB, CSU, und Ewald Schurer, MdB, SPD die Perspektive der Politik zum Thema ein. Während Ewald Schurer anmahnte, die soziale Sicherung nicht nur als Kostenblock zu sehen, sondern auch als wesentlichen Impuls für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, betonte Stephan Stracke, dass man gerade bei der Altersvorsorge präventiv tätig werden müsse, indem man Beschäftigungsmöglichkeiten für die Bevölkerungsgruppen schafft, die einem besonderen Risiko ausgesetzt sind, später in die Altersarmut zu rutschen.

Rückblick

Rückblick - Soziale Sicherung - demografische Herausforderung
am 24.05.2017 in München

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Gruppenbild Moderator mit Referenten
Soziale Sicherung reformieren - Wettbewerbsfähigkeit sichern
Demografie - Perspektive 20160
Sozialversicherung - Reformbedarf bei Rente, Gesundheit und Pflege
Soziale Sicherungssysteme - Herausforderungen durch den demografischen Wandel
Die Position der CSU
Die Position der SPD

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Ansprechpartner
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Beate Neubauer

CSR / Nachhaltigkeit, Soziale Marktwirtschaft, Alterssicherung

+49 (0)89-551 78-214
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