Letzte Aktualisierung: 07. Dezember 2016

Deutschland hat Zukunft

Rückblick - Generationentalk Rente

Kaum ein Thema wird politisch aktuell so intensiv diskutiert wie die Rente. Im Rahmen eines Generationentalks hat die vbw daher mit Vertretern unterschiedlicher Altersstufen und Interessengruppen am 06. Dezember 2016 in München über die Zukunft der Altersvorsorge diskutiert.

Generationentalk Rente

Neben Dr. Hans Reichhart, Landesvorsitzender der Jungen Union Bayern, und Dr. Otto Wiesheu, Präsident des Wirtschaftsbeirats der Union, nahm auch Margit Berndl, Vorstand Verbands- und Sozialpolitik beim Landesverband Bayern des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes an der Podiumsdiskussion teil. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw, moderierte den Generationentalk.

In seinem Begrüßungsstatement betonte Brossardt, dass jede Rentenreform das Ziel verfolgen müsse, die Beitragssätze zu stabilisieren. Eine steigende Beitragslast gefährde die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts – und damit auch Arbeitsplätze. Er sprach sich dafür aus, dass die gesetzliche Rentenversicherung auch in Zukunft Basis der Altersvorsorge sein muss und Menschen, die ihr Leben lang vollzeitbeschäftigt waren, im Alter adäquat absichern muss. Gleichzeitig mahnte er an, alle drei Säulen der Altersvorsorge zu stärken und auch in der privaten und betrieblichen Altersvorsorge Impulse zu setzen.

Zukunft der Altersvorsorge

Margit Berndl machte sich in der Diskussion dafür stark, nicht nur ein generationengerechtes Rentensystem zu schaffen, sondern auch ein sozialgerechtes. Ziel muss es sein, über die gesetzliche Rentenversicherung eine existenzsichernde Altersvorsorge zu ermöglichen und Altersarmut zu vermeiden.

Als Vertreter der jungen und künftigen Generationen wies Dr. Hans Reichhart darauf hin, dass wieder stärker zwischen Rente und Sozialleistungen getrennt werden müsse. Rentenpolitik darf nicht auf Sozialpolitik verkürzt werden, entsprechend gilt es, das Äquivalenzprinzip in der gesetzlichen Rentenversicherung stärker zu beachten und gesellschaftspolitisch motivierte Leistungen aus Steuermitteln zu finanzieren.

Dr. Otto Wiesheu betonte, dass neben den aktuell diskutierten Haltelinien zum Rentenniveau und Beitragssatz auch eine dritte Haltlinie eingeführt werden müsse, um die Steuerzuschüsse zum Rentensystem zu deckeln. Es sei nicht nachhaltig, die Finanzierungslast von den Beiträgen ins Steuersystem zu verlagern. Leistungsversprechen müssten sich auf das Notwendige beschränken, um so die langfristige Finanzierbarkeit zu gewährleisten.

Die Experten diskutierten auch über die Einbeziehung Selbstständiger in die gesetzliche Rentenversicherung. Während Margit Berndl sich dafür aussprach, stieß der Vorschlag bei den anderen Diskussionsteilnehmern auf Ablehnung, weil den zusätzlichen Einnahmen in der kurzen Frist langfristig Mehrausgaben durch entsprechende Rentenleistungen gegenüberstehen. Damit würde die Rentenversicherung aber zusätzlich belastet werden.

Einigkeit bestand darin, die Übergänge zwischen dem Erwerbsleben und der Rente flexibler zu gestalten.

Rückblick

Rückblick - Generationentalk Rente
am 06.12.2016 in München

Bilder (5)

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt begrüßt Experten und Gäste
Dr. Otto Wiesheu, Präsident, Wirtschaftsbeirat der Union
Margit Berndl, Vorstand Verbands- und Sozialpolitik, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Bayern
Generationentalk Rente

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Ansprechpartner
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Beate Neubauer

CSR / Nachhaltigkeit, Soziale Marktwirtschaft, Alterssicherung

+49 (0)89-551 78-214
Beate Neubauer

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