Letzte Aktualisierung: 26. September 2016

Position

Gesetzliche Rente bleibt zentraler Bestandteil der Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente wird auch zukünftig einen wesentlichen Beitrag zur Altersvorsorge leisten. Die Reformbemühungen in der Vergangenheit haben dazu beigetragen, das System der gesetzlichen Rentenversicherung zu stabilisieren und an die demografische Entwicklung anzupassen. Diesen Kurs müssen wir konsequent weiterverfolgen.

Beitragssatzstabilität hat Priorität

Oberste Prämisse ist dabei, dass der Beitragssatz zur gesetzlichen Rente stabil gehalten werden muss und nicht steigen darf. Beitragssatzsteigerungen würden den Faktor Arbeit in Deutschland weiter verteuern und damit Arbeitsplatzverlagerungen auslösen. Ein hohes Beschäftigungsniveau und stetige Erwerbsbiografien sind aber der zentrale Erfolgsfaktor für eine gute Altersvorsorge.

In diesem Sinne leistet eine beschäftigungsfördernde Wirtschaftspolitik einen zentralen Beitrag zur Alterssicherung in Deutschland.

Äquivalenzprinzip sorgt für Generationengerechtigkeit

Zur Stabilisierung des Systems der gesetzlichen Rentenversicherung ist es nötig, das Äquivalenzprinzip als Basisprinzip anzuerkennen. Das heißt, dass Rentenleistungen in einem direkten Zusammenhang mit den eingezahlten Beiträgen stehen müssen. Wird dieser Grundsatz durchbrochen, muss die Finanzierung über Steuermittel und nicht durch das Umlagesystem der gesetzlichen Rentenversicherung erfolgen.

Rente mit 67 umsetzen und flexible Übergänge vom Erwerbsleben in die Rente ermöglichen

Frühverrentungsanreize wie die Rente mit 63 sind die falsche Antwort auf den demografischen Wandel. Vielmehr muss die Rente mit 67 konsequent umgesetzt werden. Mittel- und langfristig muss auch diskutiert werden, das Renteneintrittsalter weiter anzuheben, um der steigenden Lebenserwartung Rechnung zu tragen.

Daraus folgt, dass sichergestellt sein muss, dass diejenigen, die aufgrund von körperlichen Beeinträchtigungen nicht bis zur Regelaltersgrenze arbeiten können, eine adäquate Absicherung erhalten.

Ebenso wichtig ist es, die Übergänge zwischen dem Erwerbsleben und dem Ruhestand weiter zu flexibilisieren, um individuellen Bedürfnissen Rechnung tragen zu können.

Ganzheitlicher Ansatz in der Rentenpolitik nötig

Neben der gesetzlichen Rente gewinnen die private und betriebliche Altersvorsorge immer stärker an Bedeutung. Eine Reform der Altersvorsorge muss deshalb das Gesamtsystem der Alterssicherung in den Blick nehmen.


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Ansprechpartner
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Beate Neubauer

CSR / Nachhaltigkeit, Soziale Marktwirtschaft, Alterssicherung

+49 (0)89-551 78-214
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