Letzte Aktualisierung: 30. Mai 2017

Position

Die gesetzliche Rente muss finanzierbar bleiben

Die Zukunft der Altersvorsorge wird aktuell intensiv diskutiert. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Leistungsausweitungen im Bereich der gesetzlichen Rentenversicherung. Der DGB fordert in diesem Zusammenhang, das weitere Absinken des Rentenniveaus zu stoppen und es schrittweise wieder auf 50 Prozent anzuheben. Solche Vorschläge sind vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung klar abzulehnen, denn sie belasten einseitig jüngere Generationen.

Gesetzliche Rente stabilisieren

Die gesetzliche Rentenversicherung wird auch in Zukunft die zentrale Säule der Altersvorsorge bleiben. Für eine Absicherung des Lebensunterhalts durch die gesetzliche Rente ist aber nicht das Rentenniveau maßgeblich, sondern die persönliche Erwerbsbiografie. Zudem bedeutet ein sinkendes Rentenniveau nicht, dass die Rente gekürzt wird. Rentenkürzungen sind per Gesetz ausgeschlossen, ein sinkendes Rentenniveau ergibt sich allein dadurch, dass die Renten nicht im selben Umfang wie die Einkommen steigen. Einkommenssteigerungen führen aber nach wie vor zu steigenden Renten.

Ja länger man einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgeht, desto höher ist auch die spätere Rente. Deshalb muss ein klarer Fokus darauf gelegt werden, den Beschäftigungsaufbau weiter voranzutreiben und nachhaltig ein hohes Beschäftigungsniveau zu sichern.

Das oberste Ziel aller Reformbemühungen im Bereich der Alterssicherung muss daher sein, den Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung stabil zu halten. Jede weitere Erhöhung des Beitragssatzes belastet den Faktor Arbeit mit zusätzlichen Kosten und gefährdet so die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen, wodurch Arbeitsplatzverluste drohen.

Altersvorsorge ruht auf drei Säulen

Die Altersvorsorge ruht auf den drei Säulen gesetzliche Rente, private und betriebliche Altersvorsorge. Dieser Vorsorgemix muss insgesamt in den Blick genommen und die einzelnen Teilbereiche besser miteinander verzahnt werden. Der einseitige Fokus der Gewerkschaften auf die gesetzliche Rentenversicherung zur Altersvorsorge ist nicht zielführend und wurde durch die Reformanstrengungen in der Vergangenheit bewusst aufgegeben.

Vielmehr gilt es die private Vorsorge weiter zu stärken, zum Beispiel indem die Riester-Förderung attraktiver ausgestaltet wird und künftig allen Bevölkerungsgruppen offensteht. Bei der betrieblichen Vorsorge wird die Weiterverbreitung nur gelingen, wenn zusätzliche Belastungen der Unternehmen ausgeschlossen werden.

Keine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung für Selbstständige

Eine Pflichtversicherung von Selbstständigen in der gesetzlichen Rentenversicherung ist nicht zielführend. Um sicherzustellen, dass im adäquaten Umfang Altersvorsorge betrieben wird, reicht ein entsprechender Versicherungsnachweis aus. Es ist dann dem Einzelnen selbst überlassen, zu entscheiden, wie die Altersvorsorge organisiert wird.


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Ansprechpartner
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Beate Neubauer

CSR / Nachhaltigkeit, Soziale Marktwirtschaft, Alterssicherung

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