Letzte Aktualisierung: 02. Dezember 2016

Vorsprung Bayern

Rückblick - Medienbranche und Industrie vernetzen

Rund 150 Gäste kamen am 29. November 2016 nach München zum Vorsprung Bayern Kongress, bei dem sich die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. zum fünften Mal mit dem Medienstandort im Freistaat und diesmal in besonderer Weise mit der Vernetzung von Medienbranche und Industrie auseinandersetzte. Durch die Veranstaltung führte Sebastian Kraft, Reporter und Berichterstatter, Bayerischer Rundfunk und Fernsehen, München.

Brossardt: Digitalisierung bringt Branchen näher zusammen

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt verdeutlichte, dass die Medienunternehmen bereits früher und stärker von den neuen Informationstechnologien herausgefordert worden seien. So hätten bahnbrechende Innovationen in der IT die Wertschöpfungskette massiv beeinflusst.

Neue global agierende Player haben den Markt für die Medienindustrie durcheinander gewirbelt: Unternehmen wie Amazon oder Netflix vertreiben nicht nur Medieninhalte auf ihren Plattformen, sondern produzieren auch mit großem Aufwand eigene Exklusivinhalte.

Die Digitalisierung hole nun aber zunehmend auch die anderen Branchen ein, die jedoch von der Vorreiterrolle profitieren könnten, wenn sie entsprechend kooperieren.

Vorteile des Medienstandorts Bayern

Brossardt ist dennoch vom Standort Bayern überzeugt, da dieser für die Vernetzungsvorhaben die richtigen Voraussetzungen mitbringe. Die Medienbranche treffe hier auf ein dichtes Netz von Industrieunternehmen, die die digitale Entwicklung als wesentliche Herausforderung erkannt haben und offen dafür sind, sich dieser Kooperation zu stellen.

Brossardt stellte die von der vbw zum Kongress vorgelegte Studie mit dem Titel Voneinander profitieren – Potenziale durch Vernetzung der Medienindustrie vor.

Die Studienergebnisse, die vom Institut für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) unter Leitung des Direktors Professor Dr. Thomas Hess zusammengestellt wurden, zeigten, wie Medienunternehmen ihre klassischen Fähigkeiten im Umgang mit Content und neu entwickelte digitale Kompetenzen - beispielsweise beim Betrieb von Content-Plattformen, beim E-Commerce oder beim Customer-Relationship-Management - bei gemeinsamen Projekten mit anderen Branchen einbringen können. Als besonders vielversprechende Anwendungskontexte für diese Möglichkeiten ergaben sich sechs Bereiche: der öffentliche Raum, private Haushalte, das Automobil, der Gesundheits- und Sportbereich, der Einzelhandel und die Versicherungswirtschaft.

Dr. Philipp Rösler über die Herausforderung der Digitalisierung für die Wirtschaft

Dr. Philipp Rösler, ehemaliger Bundesminister und geschäftsführendes Vorstandsmitglied der World Economic Forums in Genf, sprach über Herausforderungen der Digitalisierung für Wirtschaft und Gesellschaft. Er betonte, dass globale Kooperationen notwendig sind, auch als Plattformen für Kommunikation. Zudem sei es sinnvoll und vertrauensbildend sich zu vernetzen, um die Angst in der Gesellschaft vor der Digitalisierung abzubauen und ins Positive zu wandeln.

Anwendungsbeispiele aus der Praxis

Im Rahmen des vbw Medienkongresses wurden die konkreten Anwendungsbeispiele aus der Studie für eine zukunftsorientierte Vernetzung aufgezeigt. Markus Riese, Hauptabteilung Intendanz vom Bayerischer Rundfunk, stellte das Thema Fahrgast-TV im öffentlichen Nahverkehr vor. Markus Kühne, Digital Business Strategy, AUDI AG, sprach über virtuelle Realität im Automobilvertrieb. Gamifizierung in der Produktion war das Thema von Dr. Florian Stadlbauer von der Commerz Real AG, Wiesbaden.

Am 30. November 2016 finden Sie hier im Laufe des Tages ein Best-of Video.

Rückblick

Rückblick - Medienbranche und Industrie vernetzen
am 29.11.2016 in München

Bilder (11)

Selfie
BLM-Präsident Siegfried Schneider
Viele Gäste im Europasaal
Markus Riese
Dr. Florian Stadlbauer
Mitwirkende
Marcus Kühne
Diskussionsrunde
Alle Referenten mit Moderator
Der vbw Medienkongress am 29. November 2016 im Haus der Bayerischen Wirtschaft
Im Gespräch

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Ansprechpartner
Ansprechpartner

Dr. Peter J. Thelen

Strategie und Politischer Dialog

+49 (0)89-551 78-331
Peter J. Thelen

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