Letzte Aktualisierung: 02. November 2018

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Medientage München 2018: „Plattformen als Chance und Risiko für Medienunternehmen“

Rund 100 Teilnehmer aus der Medienwirtschaft verfolgten am 25. Oktober 2018 aufmerksam die vbw Panel Diskussion zu dem Thema „Plattformen als Chance und Risiko für Medienunternehmen“ auf den Münchner Medientagen. Plattformen stellen eine Technologie, ein Dienst oder ein Produkt dar, dessen Wert durch die Bereitstellung komplementärer Technologien, Produkte und Dienste steigt. Also je mehr Nutzer der Plattform beitreten, desto wertvoller wird die Plattform und deren Komplementärangebote. Inhaltsplattformen sind daher also für Nutzer und Werbetreibende sehr attraktiv.

Netzwerkeffekte führen zu Monopolisierung

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt verdeutlichte in seiner Begrüßung, dass durch die positiven Netzwerkeffekte eine starke Tendenz zur Monopolisierung besteht. In der Konsequenz, so Brossardt, gebe es eben nur ein Facebook, nur ein eBay und nur ein Google. Für die Wettbewerbspolitik stellen diese Konzentrationsprozesse eine Herausforderung dar, für die es bisher noch keine Lösung gebe. So habe der ARD-Chef, Ulrich Wilhelm, zuletzt eine länderübergreifende europäische Plattform ins Spiel gebracht. Wilhelm will damit ein Pendant zu den US-Marktführern schaffen.

Nach einer Einführung durch Prof. Dr. Thomas Hess, Institut für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien der LMU München, wurde das Thema aus unterschiedlicher Perspektive von Thomas Kaspar, Chefredakteur und Chief Product Officer bei Ippen Digital und Prof. Dr. Frank Lobigs, Professur für Medienökonomie an der TU Dortmund, beleuchtet.

Professor Hess beschrieb ein Ökosystem für Plattformen und erläuterte die Formen von Content-Plattformen. Konkret ging er auf Plattformen als Gatekeeper ein.

Professor Lobigs war der Meinung, dass wirksame Digitalstrategien von Medienunternehmen heute grundsätzlich Ausweich- bzw. Anpassungsstrategien an die breiten Marktrisiken und die engen Marktchancen sind.

Thomas Kaspar stellte Digitalstrategien für regionale Medien dar und erläuterte, wie Reichweiten aufzubauen und zu kommerzialisieren sind.


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Dr. Peter J. Thelen

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