Letzte Aktualisierung: 20. Dezember 2017

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Weltklimagipfel in Bonn – vbw fordert globales Level Playing Field

„Die Weltklimakonferenz in Bonn wird nicht als der große Meilenstein in die Geschichte eingehen. Dennoch war sie wichtig, um die weiteren notwendigen Schritte zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens einzuleiten“, so Brossardt im Rahmen des Kongresses Weltklimagipfel in Bonn – Ergebnisse und Perspektive am 13. Dezember 2017.

Gerechte Verteilung der Klimaschutzlasten erforderlich

Seit dem Weltklimagipfel 2009 in Kopenhagen diskutiert die vbw die internationalen Klimaverhandlungen auf eigenen Kongressen. Der 2015 beschlossene Weltklimavertrag verpflichtet erstmals alle Staaten zur Festlegung nationaler Klimaziele. Für die faire und wirtschaftsverträgliche Umsetzung des Abkommens bedarf es jedoch eines globalen Level Playing Fields. „Eine Tonne CO2 in der EU muss einer Tonne CO2 in anderen Ländern entsprechen“, so Brossardt. Die vbw fordert zudem, dass sich alle großen Treibhausgasemittenten zu angemessenen und vergleichbaren Klimazielen bekennen. „Auch aufstrebende Schwellenländer dürfen sich nicht aus der Verantwortung ziehen“, betonte Brossardt.

Keine Verschärfung der Klimaziele der EU und Deutschlands

„Entscheidend für eine zukunftsweisende Klimapolitik ist, dass es keine einseitige Verschärfung der europäischen und deutschen Klimaziele gibt.“, so Brossardt. Mit dem Klimaschutzplan 2050 ist Deutschland vorgeprescht. Dieser ist mit massiven Sonderlasten für unsere Wirtschaft verbunden, die die Gefahr von Produktionsverlagerungen und des Verlusts von Arbeitsplätzen bringen. Die deutsche Industrie hat ihre Emissionen bereits deutlich gemindert. Die Erschließung weiterer Potenziale ist mit hohen Kosten verbunden. Die tonnenscharfen Einsparziele, die ohne Prüfung der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit festgelegt wurden, lehnt die vbw ab. „Diesen Klimaschutzplan muss die künftige Bundesregierung vom Tisch nehmen“, so Brossardt.

Klimaschutz ist ein Kostenfaktor

„Die Industrie kann durch die Entwicklung von Technologien auch künftig einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, erklärte Frau Dr. Brigitta Huckestein von der BASF SE. „Hierfür sind jedoch erhebliche Investitionen erforderlich“. Auch das muss bei der Ausgestaltung der Klimapolitik berücksichtigt werden.

„Auf internationaler Ebene benötigen wir ein Level Playing Field, auf Ebene der EU abgestimmte Maßnahmen und auf nationaler Ebene ein schlüssiges Gesamtkonzept für den Klimaschutz und die Energiewende“, so Brossardt. Nur so kann die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen in Bayern und Deutschland gewährleistet werden.


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Ansprechpartner
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Christian Kass

Energie, Klima

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