Letzte Aktualisierung: 07. Februar 2019

Position

Volksbegehren Artenvielfalt konterkariert freiwillige Maßnahmen

Ziel des unter dem Motto „Rettet die Bienen“ vermarkteten Volksbegehrens ist es, die landwirtschaftlich genutzten Flächen bis 2025 zu mindestens 20 Prozent und bis 2030 zu mindestens 30 Prozent gemäß den Grundsätzen des ökologischen Landbaus zu bewirtschaften. Staatliche Flächen sollen bereits ab 2020 gemäß diesen Vorgaben zu bewirtschaften sein. Bayern soll ein Netz von Biotopen schaffen, das bis zum Jahr 2023 mindestens zehn Prozent der unbebauten Fläche und bis 2027 mindestens 13 Prozent der Landesfläche umfasst. Weitere Regelungen betreffen unter anderem die Freihaltung von Gewässerrandstreifen.

Freiwilligkeit besser als gesetzliche Vorgaben

Die vbw unterstützt das Ziel, die biologische Vielfalt zu schützen und zu fördern sowie ihre Bestandteile nachhaltig zu nutzen. Dem freiwilligen, flexiblen und kooperativen Naturschutz ist aber Vorrang einzuräumen. Dies gilt auch für die Frage, wie viele ökologisch bewirtschaftete Flächen es in Bayern geben soll. Der Schutz der biologischen Vielfalt muss kooperativ und über vernünftige Anreize erreicht werden, nicht über Vorgaben. Die eigenverantwortliche Nutzung des Eigentums hat einen sehr hohen Stellenwert und ist auch bei Fragen der Biodiversität stets zu beachten.

Markt statt Quoten

Quoten für Bioproduktion gehen an der Marktrealität vorbei. Ausgangspunkt muss stets die Nachfrage der Kunden nach regionalen und biologisch erzeugten Produkten sein. Unter der Berücksichtigung des Leitbilds eines mündigen Verbrauchers wäre ein sachgerechter Ansatz auch für die Initiatoren des Volksbegehrens, in der Bevölkerung das Bewusstsein für die Auswirkungen von Kaufentscheidungen zu schärfen. Eine höhere Nachfrage nach heimischen Bio-Produkten wird die bayerische Landwirtschaft aufgreifen.


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Ansprechpartner
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Dr. Peter Pfleger

Umwelt, Verkehr, Rohstoffe, Verbraucherschutz

+49 (0)89-551 78-249
Peter Pfleger
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