Letzte Aktualisierung: 09. Juli 2020

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Das Wasserstoffbündnis Bayern

Wasserstoffbündnis Bayern

Das Wasserstoffbündnis Bayern wurde im Rahmen der Gründungsveranstaltung des Zentrum Wasserstoff.Bayern (H2.B) im September 2019 initiiert. Das Bündnis soll zur Stärkung und zum Ausbau der Technologiekompetenz Bayerns im Bereich innovativer Wasserstofftechnologien beitragen. vbw und bayme vbm sind Mitglieder.

Mit dem Zentrum Wasserstoff.Bayern (H2.B) und dem Wasserstoffbündnis will der Freistaat zentrale Akteure in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammenzubringen, um Wasserstoff in der bayerischen Wirtschaft und insbesondere in der Mobilität schnellstmöglich voranzubringen. Bayern soll zum Technologieführer im Bereich Wasserstoff und zum führenden Standort der industriellen Fertigung von Wasserstoff-Schlüsselkomponenten werden.

Positionspapier des Wasserstoffbündnis Bayern

Zum Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft hat das Bündnis am 29. Mai 2020 ein umfassendes Positionspapier zum Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft im Freistaat veröffentlicht. Es entstand in einem umfangreichen konstruktiven Konsultationsprozess und schließlich sind zahlreiche Empfehlungen über das Positionspapier in die bayerische Wasserstoffstrategie eingeflossen.

Zentrale Elemente eines schnellen Hochlaufs

Aus Sicht des Bündnisses erfordert ein schneller Hochlauf der bayerischen Wasserstoffwirtschaft mehrere Voraussetzungen:

  • Schaffung von verlässlichen und langfristigen Rahmenbedingungen
  • Anrechenbarkeit von grünem Wasserstoff auf die Treibhausgas-Minderungsquoten von Industrieunternehmen
  • Enges Zusammenspiel von Industrie und Forschung als „Enabler“ für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft
  • Gemeinsame Nutzung von Forschungs- und Entwicklungsinfrastrukturen
  • Identifikation attraktiver Technologiepfade und Anwendungen sowie Erschließung internationaler Partnerschaften
  • Förderung von Wasserstofflogistiktechnologien, die mit der heutigen Infrastruktur kompatibel sind
  • Planung und Aufbau eines Leitungssystems für Wasserstoff in Deutschland und Europa
  • Behandlung von wasserstoffbasierter Mobilität und Batteriemobilität als gleichrangige Technologiepfade für teils unterschiedliche Anwendungsprofile (Technologieoffenheit)
  • Internationale Partnerschaften, ausgehend von den bayerischen Auslandsrepräsentanzen
  • Intelligente Verzahnung mit den nationalen und europäischen Wasserstoff-Strategien

Für eine erfolgreiche Wasserstoffwirtschaft ist es notwendig, staatlich induzierte Strompreisbestandteile zu senken, insbesondere die Stromsteuer und die Netzentgelte. Wichtig ist ebenfalls die Vermeidung überzogener CO2-Preise zur Förderung der Wasserstoffwirtschaft.

Wasserstoff-Roadmap für Bayern

Aufbauend auf das Positionspapier des Wasserstoffbündnisses wird das Zentrum Wasserstoff.Bayern (H2.B) gemeinsam mit den Bündnispartnern eine Roadmap für Bayern erarbeiten.

Aus Sicht der vbw ist Wasserstoff ein Schlüsselelement für eine erfolgreiche Energiewende und insbesondere den Klimaschutz. Sein Einsatz kann einen großen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten, die Lücke zwischen regenerativ erzeugtem Strom und energieintensiven Anwendungen in allen Sektoren schließen und als Energieträger der Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten.


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