Letzte Aktualisierung: 01. August 2019

Position

Klimapolitik nach Kattowitz: vbw fordert internationales Vorgehen

Bei der 24. UN-Klimakonferenz in Kattowitz wurde ein Regelwerk verabschiedet, das die Vorgaben des Weltklimavertrags konkretisiert: Es legt fest, wie die Staaten über ihre Fortschritte und Ambitionen beim Klimaschutz berichten. Hierdurch werden die Anstrengungen der Staaten vergleichbar. Die einheitlichen Standards gelten für alle Staaten. Lediglich für die ärmsten Entwicklungsländer sind vereinfachte Vorgaben vorgesehen

Faire Klimaschutzbeiträge aller Staaten erforderlich

Gleiche Rahmenbedingungen für alle Staaten sind eine wichtige Voraussetzung für erfolgreichen globalen Klimaschutz. Es ist entscheidend, dass alle Staaten einen adäquaten Beitrag leisten. Einige Staaten haben in Kattowitz bereits angekündigt, ihr Ambitionslevel zu erhöhen. Auch Schwellenländer mit hohem Emissionsaufkommen müssen sich zu angemessenen Klimazielen verpflichten.

Klimapolitische Alleingänge schaden der Wirtschaft

Die EU und Deutschland verfolgen bereits Klimaziele, die das internationale Ambitionsniveau weit überschreiten. Unrealistische und überambitionierte Zielsetzungen gefährden die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen und deutschen Wirtschaft. Ferner führen sie dazu, dass Standorte, Arbeitsplätze und Fachwissen in Staaten mit geringeren Klimaschutzauflagen abwandern. Eine wirtschaftsverträgliche Klimapolitik benötigt Zielvorgaben mit Augenmaß.

Unternehmen brauchen Planungs- und Investitionssicherheit

Deutsche und bayerische Unternehmen leisten durch innovative Technologien, Produkte und Prozesse einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Sie benötigen Planungs- und Investitionssicherheit, um effizient wirtschaften zu können. Bestehende Entlastungen, die die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen sicherstellen, wie die Besondere Ausgleichsregelung oder die Strompreiskompensation, müssen aufrechterhalten bleiben.

Unsere Position skizziert die wichtigsten Ergebnisse der 24. UN-Klimakonferenz und beleuchtet deren Konsequenzen für die europäische und nationale Klimapolitik.


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Ansprechpartner
Ansprechpartner

Dr. Manuel Schölles

Energie, Klima

+49 (0)89-551 78 91-246
Manuel Schölles
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