Letzte Aktualisierung: 17. Januar 2018

Position

Klimapolitik nach Bonn

Bei der 23. UN-Klimakonferenz in Bonn wurden wichtige Fortschritte im Hinblick auf die weitere Umsetzung des Weltklimavertrags erzielt. Für das Regelbuch, das Ende 2018 bei der UN-Klimakonferenz in Kattowitz verabschiedet werden soll, wurden erste Textentwürfe erarbeitet. Zudem wurde der Talanoa-Dialog etabliert, der die aktuellen Klimaschutzanstrengungen der Staaten überprüfen soll. Dieser soll die Staaten motivieren, Anfang 2020 möglichst ambitionierte Klimaziele vorzulegen.

Gerechte und transparente Rahmenbedingungen schaffen

Im kommenden Jahr muss das Regelbuch zügig konkretisiert werden, damit es wie vorgesehen verabschiedet werden kann. Mit dem Regelbuch soll ein globales Level Playing Field etabliert werden, das gleiche Rahmenbedingungen für alle Staaten festsetzt: Es muss sicherstellen, dass die Klimaziele und die Klimaschutzfortschritte einheitlich bewertet und miteinander verglichen werden können. Dabei gilt es zu gewährleisten, dass eine Tonne CO2 in der EU einer Tonne CO2 in anderen Ländern wie China, Indien oder Russland entspricht.

Wettbewerbsfähigkeit im Blick behalten

Das Klima wirkt international. Es muss daher auch international geschützt werden. In diesem Kontext ist entscheidend, dass sich alle Staaten, vor allem die großen Treibhausgasemittenten, zu angemessenen Klimazielen bekennen. Eine Verschärfung der europäischen und nationalen Klimaziele darf nur auf dem Niveau anderer großer Treibhausgasemittenten erfolgen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Unternehmensstandorte, Arbeitsplätze und Fachwissen in Staaten mit geringen oder ohne Klimaschutzauflagen verlagert werden.

Die Position erläutert das Thema anhand der neuesten klimapolitischen Entwicklungen.


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Dr. Solongo Wandan

Energie, Klima

+49 (0)89-551 78-249
Solongo Wandan
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