Letzte Aktualisierung: 04. November 2019

Studie

CO2-Bepreisung: Lenkungseffekte innerhalb und außerhalb des Emissionshandels

CO2-Bepreisung: Lenkungseffekte innerhalb und außerhalb des Emissionshandels

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Aktuell wird kontrovers über die Einführung einer weitreichenden CO2-Bepreisung debattiert, sei es auf nationaler, europäischer oder internationaler Ebene. In Deutschland wird die Diskussion durch das Verfehlen der 2020-Klimaziele und die bislang vergleichsweise geringen Treibhausgas-Einsparungen in Nicht-ETS-Sektoren (vor allem Verkehr und Gebäude) getrieben.

Globalen CO2-Preis anstreben

In der vbw Kurzstudie CO2-Bepreisung: Lenkungseffekte innerhalb und außerhalb des Emissionshandels werden die verschiedenen Formen einer CO2-Bepreisung und die mit ihnen verbundenen Herausforderungen dargestellt. Die Studie kommt dabei zu dem Ergebnis, dass das übergeordnete Ziel die Einführung eines globalen CO2-Bepreisungsmechanismen sein muss. Vor allem in den nicht emissionshandelspflichtigen Sektoren ist außerdem eine umfangreiche Folgenabschätzung erforderlich.

Es müssen vergleichbare CO2-Preissignale bei den weltweit größten Treibhausgasemittenten (China, USA, EU, Indien, Russland und Japan) angestrebt werden, die gemeinsam für über 60 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Nationale CO2-Bepreisungssysteme hingegen haben keine Klimaschutzwirkung. Sie führen lediglich zu Produktionsverlagerungen in Länder, die keiner oder einer geringeren CO2-Bepreisung unterliegen.

System aus Steuern, Umlagen und Abgaben überarbeiten

Es darf keine einseitigen Zusatzbelastungen für die deutschen Unternehmen geben. Insbesondere der Verkehrssektor und dort speziell die Fahrzeugindustrie steht ohnehin durch die jüngsten Verschärfungen bei den CO2-Reduktionsvorgaben stark unter Druck. Eine weitere massive Belastung ohne Ausgleichsmaßnahmen würde Arbeitsplätze und Wertschöpfung am Standort zusätzlich gefährden.

Falls eine CO2-Bepreisung eingeführt wird, muss in jedem Fall eine Überarbeitung des deutschen Systems aus Steuern, Umlagen und Abgaben stattfinden.


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Ansprechpartner
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Dr. Manuel Schölles

Energie, Klima

+49 (0)89-551 78 91-246
Manuel Schölles
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