Letzte Aktualisierung: 25. Juli 2019

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Vorstellung der "Virtual Work Experience" – das virtuelle Praktikum für Geflüchtete

Am Donnerstag, den 25. Juli 2019 wurde unter Beteiligung des vbw Hauptgeschäftsführers Bertram Brossardt an der Mittelschule an der Ichostraße in München die Virtual Work Experience der Öffentlichkeit vorgestellt. Dies ist ein neues, innovatives Tool für die Berufsorientierung von Geflüchteten und Zugewanderten, das im Rahmen des Projektes IdA sprungbrett into work , der Online-Praktikumsbörse für junge Geflüchtete in Bayern, entwickelt wurde.

Mit Hilfe einer VR-Brille werden Arbeitsbedingungen in einer metallverarbeitenden Werkstätte realitätsnah optisch, akustisch und haptisch wahrnehmbar dargestellt. So können die Jugendlichen mit Hilfe von VR-Brillen und Controllern Schweißgeräte oder CNC-Fräsen ausprobieren und in einer Art „virtuellem Praktikum“ ihre Fähigkeiten und Stärken testen. Finanziell wird das Projekt von der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie unterstützt.

Möglichst vielen Geflüchteten Berufsorientierung ohne Sprachbarrieren ermöglichen

Bertram Brossardt lobte die Virtual Work Experience: „Wir müssen alles tun, damit junge Geflüchtete sich trotz Sprachbarrieren in Berufsfeldern orientieren können. In vielen Bereichen braucht unsere Wirtschaft dringend qualifizierten Nachwuchs. Deshalb unterstützen wir als Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft dieses Projekt gern.“

Um diese Berufsorientierung für Geflüchtete ohne große Sprachbarrieren gewährleisten zu können, wird jede Aufgabe in dreifacher Weise kommuniziert: über sehr einfache, auditive Sprachansagen, in kurzer Schriftform und über Icons.

Die Qualität, Realitätsnähe und vor allem auch die Einsetzbarkeit im Unterricht wurde durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Experten aus Schule und Wirtschaft sichergestellt: Neben der Städtischen Berufsschule für Berufsintegration München waren die AUDI AG, die ZF Friedrichshafen AG und die Diehl Ausbildungs- und Qualifizierungs-GmbH an der Entwicklung beteiligt.

Hervorragende Ergänzung und Vorbereitung von realen Praktika

Brossardt betonte gleichzeitig die Relevanz herkömmlicher Praktika, die von der Virtual Work Experience nicht abgelöst, sondern ergänzt werden sollen: „ Die Virtual Work Experience ermöglicht, ein Interesse für bestimmte Berufsfelder zu wecken, Fähigkeiten zu erproben und reale Praktika in den Betrieben schon im Klassenzimmer vorzubereiten“, sagte Brossardt. Auf sprungbrett into work stehen derzeit knapp 3.000 (reale) Praktikumsplätze für junge Geflüchtete und Zugewanderte in Bayern zur Verfügung – quer durch den Freistaat und in verschiedensten Berufen.

Über IdA sprungbrett into work

Das von der vbw - Vereiningung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ins Leben gerufene Projekt IdA sprungbrett into work umfasst neben der ursprünglichen Projektidee – der Praktikumsplattform www.sprungbrett-intowork.de – zahlreiche weitere Angebote zur Berufsorientierung von jungen Geflüchteten und Zugewanderten. Dazu zählen die jährlichen Berufserlebnistage, kleine Berufsbildungsmessen für Berufsintegrationsklassen mit Ausprobierstationen, und die Praktikumswochen „hop-on-hop-off“, bei denen die Geflüchteten binnen einer Woche fünf verschiedene Unternehmen und Branchen kennen lernen. Im Jahr 2019 starteten die Weiterentwicklungen des Projekts: „hop-on-hop-off“-Tandem (Praktikumswoche der Geflüchteten im Tandem mit Gymnasialschüler*innen) sowie das mit fachlicher Unterstützung von bayme vbm Mitgliedern virtuelle Praktikum der Virtual Work Experience Projekt zur Berufsorientierung im Klassenzimmer mittels VR-Brillen.

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Ansprechpartner
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Simona Muß

Integration von Geflüchteten, Projekte

+49 (0)89-551 78-222
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