Letzte Aktualisierung: 12. Dezember 2018

Information

Integrationsmonitoring Zuwanderung und Asyl

Unser Integrationsmonitoring gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Zuwanderung nach Deutschland und die Arbeitsmarktintegration von Personen aus den Haupt-Asylzugangsländern.

Entwicklung der Asylbewerberzahlen und Haupt-Asylzugangsländer

Die Zahl der Erstanträge auf Asyl hat sich in Deutschland und Bayern folgendermaßen entwickelt:

Deutschland Bayern
2015 441.899 67.639
2016 722.370 82.003
2017 198.317 24.243
Januar - November 2018 151.944 20.551
Veränderung zwischen 2017 und 2018 (jeweils Jan. – Nov.) -17,8 % -8,3 %

Von Januar bis November 2018 kamen die Asylbewerber, die einen Erstantrag stellten (insgesamt 151.944), zum Großteil aus den folgenden Ländern:

Hauptherkunftsländer Januar bis November 2018 Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Prozent
Syrien 41.345 -9,0
Irak 15.304 -24,7
Nigeria 9.627 +35,2
Iran 10.110 +24,4
Türkei 9.624 +27,9
Afghanistan 9.357 -39,7
Eritrea 5.336 -43,2
Somalia 4.865 -23,5
Ungeklärt 3.938 +2,9
Russische Föderation 3.693 -20,2

Da die Antragstellung erst zeitlich verzögert erfolgt, lassen die oben genannten Daten des BAMF keine verlässlichen Schlussfolgerungen darüber zu, wie viele Flüchtlinge sich tatsächlich hierzulande aufhalten beziehungsweise neu hinzukommen.

Entscheidungen des BAMF über Erst- und Folgeanträge:

Im Berichtsmonat November 2018 wurden seitens des BAMF 18.644 Personen Asylverfahren entschieden. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der Entscheidungen leicht um 0,9 Prozent gestiegen. Verglichen mit dem Vorjahr hat sich die Anzahl der Entscheidungen um 44,8 Prozent verringert.

Die Gesamtschutzquote für alle Herkunftsländer lag im bisherigen Berichtsjahr bei 34,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreswert entspricht dies einem Rückgang um 8,9 Prozentpunkte. Die höchste Gesamtschutzquote weist Syrien mit 81,5 Prozent auf. Es folgen Eritrea (69,7 Prozent) und Somalia (40,9 Prozent).

Ende November 2018 waren beim BAMF 58.538 Verfahren anhängig. Im Vergleich zum Vormonat (59.640 anhängige Verfahren) sank damit ihre Anzahl um 1,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahrjahreswert (75.660 anhängige Verfahren) ist ein Rückgang der anhängigen Verfahren um 32,6 Prozent zu verzeichnen.

Entwicklung von sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und Arbeitslosigkeit

Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern in Deutschland:

Hinweis: In der Beschäftigungsstatistik werden Auswertungen zu Flüchtlingen (Ausnahme: Sonderauswertungen) auch weiterhin nicht möglich sein, da in den Arbeitgebermeldungen zur Sozialversicherung, die die Grundlage der Beschäftigungsstatistik bilden, keine Informationen zum Aufenthaltsstatus enthalten sind. Daher enthalten die folgenden Zahlen auch Personen, die möglicherweise schon seit längerer Zeit in Deutschland leben.

Nichteuropäische Asylherkunftsländer Stand:
September 2018
Veränderung gegenüber Vorjahr
  absolut absolut in Prozent
insgesamt 289.248 +94.747 +48,7
Syrien 99.855 +44.721 +81,1
Afghanistan 53.731 +15.855 +41,9
Irak 38.107 +10.599 +38,5
Iran 28.856 +6.417 +28,6
Pakistan 22.004 +2.014 +10,1
Eritrea 21.414 +9.430 +78,7
Nigeria 16.207 +2.239 +16,0
Somalia 9.074 +3.472 +62,0

In Bayern waren im April 2018 (aktuellste Zahlen) insgesamt 42.173 Personen aus den nichteuropäischen Asylherkunftsländern sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs von 13.588 Personen bzw. 47,5 Prozent.

Zahl der Arbeitslosen in Deutschland nach nichteuropäischen Asylherkunftsländern

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland nach den Haupt-Asylzugangsländern (Datenstand: November 2018). Als arbeitslos gelten dabei Personen, die vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, eine versicherungspflichtige Beschäftigung suchen, dabei den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung stehen und sich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet haben. Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik gelten als nicht arbeitslos.

Nichteuropäische Asylherkunftsländer Arbeitslose insgesamt Veränderung zum davon im Vorjahr Bereich SGB II Arbeitslose im Kontext von Fluchtmigration
  absolut in Prozent absolut
insgesamt 185.580 +0,3 147.533
Syrien 105.461 +2,1 92.273
Irak 26.945 -4,4 17.591
Afghanistan 20.835 +5,0 16.591
Iran 12.568 -1,3 8.182
Eritrea 7.759 -8,9 6.914
Pakistan 5.516 -7,0 1.928
Somalia 3.307 +2,7 2.793
Nigeria 3.189 -6,3 1.274

In Bayern waren im November 2018 13.915 arbeitslose Personen im Kontext von Fluchtmigration zu verzeichnen. Dies entspricht einem Anstieg um 1,5 Prozent im Vorjahresvergleich.

Im Juli 2018 lag der Bestand an erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Kontext von Flucht-
migration im Freistaat bei insgesamt 58.610 (-2,5 Prozent im Vorjahresvergleich). Im gleichen
Monat belief sich die Unterbeschäftigung für Personen im Kontext von Fluchtmigration in Bayern
auf 34.251 (-14,0 Prozent im Vorjahresvergleich).


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Ansprechpartner
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Dr. Markus Meyer

Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosenversicherung, Grundsicherung, Fachkräftesicherung

+49 (0)89-551 78-214
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