Letzte Aktualisierung: 16. April 2019

Information

Integrationsmonitoring Zuwanderung und Asyl

Unser Integrationsmonitoring gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Zuwanderung nach Deutschland und die Arbeitsmarktintegration von Personen aus den Haupt-Asylzugangsländern.

Entwicklung der Asylbewerberzahlen und Haupt-Asylzugangsländer

Die Zahl der Erstanträge auf Asyl hat sich in Deutschland und Bayern folgendermaßen entwickelt:

Deutschland Bayern
2015 441.899 67.639
2016 722.370 82.003
2017 198.317 24.243
2018 161.931 21.911
Jan. - März 2019 39.948 5.555
Veränderung (Jan.-März) zwischen 2019 und 2018 -2,4 % -3,7 %

Im Jahr 2019 kamen die Asylbewerber, die einen Erstantrag stellten (insgesamt 39.948), zum Großteil aus den folgenden Ländern:

Hauptherkunftsländer Jan.-März 2019 Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Prozent
Syrien 10.419 +7,2
Irak 3.761 -13,8
Nigeria 3.699 +36,7
Türkei 2.306 +19,6
Iran 2.211 +15,5
Afghanistan 2.180 -7,8
Georgien 1.154 -29,3
*Ungeklärt* 1.002 -3,7
Guinea 967 0,0
Somalia 895 -34,2

Da die Antragstellung erst zeitlich verzögert erfolgt, lassen die oben genannten Daten des BAMF keine verlässlichen Schlussfolgerungen darüber zu, wie viele Flüchtlinge sich tatsächlich hierzulande aufhalten beziehungsweise neu hinzukommen.

Entscheidungen des BAMF über Erst- und Folgeanträge:

Im Berichtsmonat März 2019 wurden seitens des BAMF 19.587 Personen Asylverfahren entschieden. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der Entscheidungen marginal um 1,2 Prozent gesunken. Verglichen mit dem Vorjahr hat sich die Anzahl der Entscheidungen um 13,8 Prozent verringert.

Die Gesamtschutzquote für alle Herkunftsländer lag im bisherigen Berichtsjahr 2019 bei 37,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreswert entspricht dies einem Anstieg um 5,6 Prozentpunkte. Die höchste Gesamtschutzquote weist nach wie vor Syrien mit 85,6 Prozent auf. Es folgen die Türkei (50,2 Prozent), Somalia (41,3 Prozent) und Afghanistan (40,6 Prozent).

Ende März 2019 waren beim BAMF 53.224 Verfahren anhängig. Im Vergleich zum Vormonat (56.779 anhängige Verfahren) sank ihre Anzahl damit um 6,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahrjahreswert (51.968 anhängige Verfahren) ist ein Rückgang der anhängigen Verfahren um 2,4 Prozent zu verzeichnen.

Entwicklung von sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und Arbeitslosigkeit

Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern in Deutschland:

Hinweis: In der Beschäftigungsstatistik werden Auswertungen zu Flüchtlingen (Ausnahme: Sonderauswertungen) auch weiterhin nicht möglich sein, da in den Arbeitgebermeldungen zur Sozialversicherung, die die Grundlage der Beschäftigungsstatistik bilden, keine Informationen zum Aufenthaltsstatus enthalten sind. Daher enthalten die folgenden Zahlen auch Personen, die möglicherweise schon seit längerer Zeit in Deutschland leben.

Nichteuropäische Asylherkunftsländer Stand:
Januar 2019
Veränderung gegenüber Vorjahr
  absolut absolut in Prozent
insgesamt 297.895 +87.215 +41,4
Syrien 104.900 +41.503 +65,5
Afghanistan 54.716 +14.300 +35,4
Irak 38.550 +9.206 +31,4
Iran 30.252 +6.480 +27,3
Pakistan 22.099 +1.961 +9,7
Eritrea 22.140 +8.631 +63,9
Nigeria 15.950 +1.947 +13,9
Somalia 9.288 +3.187 +52,2

In Bayern waren im September 2018 (aktuellste Zahlen) insgesamt 51.606 Personen aus den nichteuropäischen Asylherkunftsländern sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs von 14.118 Personen bzw. 37,7 Prozent.

Zahl der Arbeitslosen in Deutschland nach nichteuropäischen Asylherkunftsländern

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland nach den Haupt-Asylzugangsländern (Datenstand: März 2019). Als arbeitslos gelten dabei Personen, die vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, eine versicherungspflichtige Beschäftigung suchen, dabei den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung stehen und sich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet haben. Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik gelten als nicht arbeitslos.

Nichteuropäische Asylherkunftsländer Arbeitslose insgesamt Veränderung zum davon im Vorjahr Bereich SGB II Arbeitslose im Kontext von Fluchtmigration
  absolut in Prozent absolut
insgesamt 198.816 +3,5 158.563
Syrien 112.774 +3,6 98.276
Irak 28.315 -0,8 18.804
Afghanistan 22.387 +16,0 17.994
Iran 13.021 +0,5 8.465
Eritrea 8.910 -4,9 8.048
Pakistan 5.748 -2,7 2.070
Somalia 3.994 +11,4 3.414
Nigeria 3.667 -0,5 1.492

In Bayern waren im März 2019 15.328 arbeitslose Personen im Kontext von Fluchtmigration zu verzeichnen. Dies entspricht einem Minus von 1,8 Prozent im Vorjahresvergleich.

Im Dezember 2018 lag der Bestand an erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Kontext von Fluchtmigration im Freistaat bei insgesamt 54.738 (-9,3 Prozent im Vorjahresvergleich). Im gleichen Monat belief sich die Unterbeschäftigung für Personen im Kontext von Fluchtmigration in Bayern auf 31.550 (-16,8 Prozent im Vorjahresvergleich).


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Dr. Markus Meyer

Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosenversicherung, Grundsicherung, Fachkräftesicherung

+49 (0)89-551 78-214
Markus Meyer
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben