Letzte Aktualisierung: 23. Januar 2019

Information

Integrationsmonitoring Zuwanderung und Asyl

Unser Integrationsmonitoring gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Zuwanderung nach Deutschland und die Arbeitsmarktintegration von Personen aus den Haupt-Asylzugangsländern.

Entwicklung der Asylbewerberzahlen und Haupt-Asylzugangsländer

Die Zahl der Erstanträge auf Asyl hat sich in Deutschland und Bayern folgendermaßen entwickelt:

Deutschland Bayern
2015 441.899 67.639
2016 722.370 82.003
2017 198.317 24.243
2018 161.931 21.911
Veränderung zwischen 2017 und 2018 -18,3 % -9,6 %

Im Jahr 2018 kamen die Asylbewerber, die einen Erstantrag stellten (insgesamt 161.931), zum Großteil aus den folgenden Ländern:

Hauptherkunftsländer Januar bis Dezember 2018 Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Prozent
Syrien 44.167 -9,8
Irak 16.333 -25,5
Iran 10.857 +26,1
Nigeria 10.168 +30,2
Türkei 10.160 +26,6
Afghanistan 9.942 -39,5
Eritrea 5.571 -45,5
Somalia 5.073 -25,8
Ungeklärt 4.220 +3,8
Russische Föderation 3.938 -19,4

Da die Antragstellung erst zeitlich verzögert erfolgt, lassen die oben genannten Daten des BAMF keine verlässlichen Schlussfolgerungen darüber zu, wie viele Flüchtlinge sich tatsächlich hierzulande aufhalten beziehungsweise neu hinzukommen.

Entscheidungen des BAMF über Erst- und Folgeanträge:

Im Berichtsmonat Dezember 2018 wurden seitens des BAMF 13.295 Personen Asylverfahren entschieden. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der Entscheidungen deutlich um 28,7 Prozent gesunken. Verglichen mit dem Vorjahr hat sich die Anzahl der Entscheidungen um 47,7 Prozent verringert.

Die Gesamtschutzquote für alle Herkunftsländer lag im Berichtsjahr 2018 bei 35,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreswert entspricht dies einem Rückgang um 8,4 Prozentpunkte. Die höchste Gesamtschutzquote weist Syrien mit 81,9 Prozent auf. Es folgen Eritrea (70,2 Prozent), die Türkei (41,4 Prozent) und Somalia (41,3 Prozent).

Ende Dezember 2018 waren beim BAMF 58.325 Verfahren anhängig. Im Vergleich zum Vormonat (58.538 anhängige Verfahren) sank damit ihre Anzahl leicht um 0,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahrjahreswert (68.245 anhängige Verfahren) ist ein Rückgang der anhängigen Verfahren um 14,5 Prozent zu verzeichnen.

Entwicklung von sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und Arbeitslosigkeit

Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern in Deutschland:

Hinweis: In der Beschäftigungsstatistik werden Auswertungen zu Flüchtlingen (Ausnahme: Sonderauswertungen) auch weiterhin nicht möglich sein, da in den Arbeitgebermeldungen zur Sozialversicherung, die die Grundlage der Beschäftigungsstatistik bilden, keine Informationen zum Aufenthaltsstatus enthalten sind. Daher enthalten die folgenden Zahlen auch Personen, die möglicherweise schon seit längerer Zeit in Deutschland leben.

Nichteuropäische Asylherkunftsländer Stand:
Oktober 2018
Veränderung gegenüber Vorjahr
  absolut absolut in Prozent
insgesamt 298.017 +95.303 +47,0
Syrien 103.770 +45.050 +76,7
Afghanistan 55.112 +15.760 +40,0
Irak 38.914 +10.444 +36,7
Iran 29.553 +6.519 +28,3
Pakistan 22.213 +2.014 +10,0
Eritrea 22.474 +9.653 +75,3
Nigeria 16.393 +2.207 +15,6
Somalia 9.587 +3.655 +61,6

In Bayern waren im Mai 2018 (aktuellste Zahlen) insgesamt 43.434 Personen aus den nichteuropäischen Asylherkunftsländern sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs von 13.763 Personen bzw. 46,4 Prozent.

Zahl der Arbeitslosen in Deutschland nach nichteuropäischen Asylherkunftsländern

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland nach den Haupt-Asylzugangsländern (Datenstand: Dezember 2018). Als arbeitslos gelten dabei Personen, die vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, eine versicherungspflichtige Beschäftigung suchen, dabei den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung stehen und sich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet haben. Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik gelten als nicht arbeitslos.

Nichteuropäische Asylherkunftsländer Arbeitslose insgesamt Veränderung zum davon im Vorjahr Bereich SGB II Arbeitslose im Kontext von Fluchtmigration
  absolut in Prozent absolut
insgesamt 183.030 +0,5 145.319
Syrien 104.034 +2,1 91.009
Irak 26.538 -4,6 17.296
Afghanistan 20.454 +7,7 16.262
Iran 12.352 -2,3 7.989
Eritrea 7.657 -8,4 6.818
Pakistan 5.487 -6,4 1.939
Somalia 3.272 +3,7 2.757
Nigeria 3.236 -3,3 1.249

In Bayern waren im Dezember 2018 13.843 arbeitslose Personen im Kontext von Fluchtmigration zu verzeichnen. Dies entspricht einem Anstieg um 1,8 Prozent im Vorjahresvergleich.

Im September 2018 lag der Bestand an erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Kontext von Fluchtmigration im Freistaat bei insgesamt 57.151 (-5,8 Prozent im Vorjahresvergleich). Im gleichen Monat belief sich die Unterbeschäftigung für Personen im Kontext von Fluchtmigration in Bayern auf 32.950 (-15,2 Prozent im Vorjahresvergleich).


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Dr. Markus Meyer

Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosenversicherung, Grundsicherung, Fachkräftesicherung

+49 (0)89-551 78-214
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