Letzte Aktualisierung: 11. Juli 2019

Information

Integrationsmonitoring Zuwanderung und Asyl

Unser Integrationsmonitoring gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Zuwanderung nach Deutschland und die Arbeitsmarktintegration von Personen aus den Haupt-Asylzugangsländern.

Entwicklung der Asylbewerberzahlen und Haupt-Asylzugangsländer

Die Zahl der Erstanträge auf Asyl hat sich in Deutschland und Bayern folgendermaßen entwickelt:

Deutschland Bayern
2015 441.899 67.639
2016 722.370 82.003
2017 198.317 24.243
2018 161.931 21.911
Jan. - Juni 2019 72.953 9.746
Veränderung (Jan.-Juni) zwischen 2019 und 2018 -10,8 % -14,1 %

Im Jahr 2019 kamen die Asylbewerber, die einen Erstantrag stellten (insgesamt 72.953), zum
Großteil aus den folgenden Ländern:

Hauptherkunftsländer Jan.-Junii 2019 Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Prozent
Syrien 16.980 -3,5
Irak 5.988 -13,2
Nigeria 5.793 +20,8
Türkei 3.975 +24,5
Iran 3.848 +6,9
Afghanistan 3.715 -11,8
Georgien 1.651 -27,0
*Ungeklärt* 1.592 -6,9
Somalia 1.449 -36,0
Eritrea 1.710 -51,6

Da die Antragstellung erst zeitlich verzögert erfolgt, lassen die oben genannten Daten des BAMF keine verlässlichen Schlussfolgerungen darüber zu, wie viele Flüchtlinge sich tatsächlich hierzulande aufhalten beziehungsweise neu hinzukommen.

Entscheidungen des BAMF über Erst- und Folgeanträge:

Im Berichtsmonat Juni 2019 wurden seitens des BAMF 12.948 Asylverfahren entschieden. Im
Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der Entscheidungen um 15,6 Prozent gestiegen. Verglichen
mit dem Vorjahr hat sich die Anzahl der Entscheidungen um 12,5 Prozent verringert.

Die Gesamtschutzquote für alle Herkunftsländer lag im bisherigen Berichtsjahr 2019 bei 36,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Anstieg um 4,6 Prozentpunkte. Die höchste Gesamtschutzquote weist nach wie vor Syrien mit 84,0 Prozent auf. Es folgen Eritrea (72,8 Prozent), Antragssteller mit ungeklärter Herkunft (51,1 Prozent) und die Türkei (45,2 Prozent).

Ende Juni 2019 waren beim BAMF 52.457 Verfahren anhängig. Im Vergleich zum Vormonat
(53.434 anhängige Verfahren) stieg ihre Anzahl damit um 1,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreswert (52.514 anhängige Verfahren) ist eine marginale Abnahme der anhängigen Verfahren um 0,1 Prozent zu verzeichnen.

Entwicklung von sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und Arbeitslosigkeit

Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern in Deutschland:

Hinweis: In der Beschäftigungsstatistik werden Auswertungen zu Flüchtlingen (Ausnahme: Sonderauswertungen) auch weiterhin nicht möglich sein, da in den Arbeitgebermeldungen zur Sozialversicherung, die die Grundlage der Beschäftigungsstatistik bilden, keine Informationen zum Aufenthaltsstatus enthalten sind. Daher enthalten die folgenden Zahlen auch Personen, die möglicherweise schon seit längerer Zeit in Deutschland leben.

Nichteuropäische Asylherkunftsländer Stand:
April 2019
Veränderung gegenüber Vorjahr
  absolut absolut in Prozent
insgesamt 303.579 +83.322 +37,8
Syrien 108.026 +39.384 +57,4
Afghanistan 55.283 +14.005 +33,9
Irak 40.073 +8.637 +27,5
Iran 31.437 +6.480 +26,0
Eritrea 23.554 +8.292 +54,3
Pakistan 22.826 +2.278 +11,1
Nigeria 16.566 +1.950 +13,3
Somalia 9.557 +2.807 +41,6

In Bayern waren im Dezember 2018 (aktuellste Zahlen) insgesamt 52.743 Personen aus den nichteuropäischen Asylherkunftsländern sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs von 13.434 Personen bzw. 34,2 Prozent.

Zahl der Arbeitslosen in Deutschland nach nichteuropäischen Asylherkunftsländern

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland nach den Haupt-Asylzugangsländern (Datenstand: Juni 2019). Als arbeitslos gelten dabei Personen, die vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, eine versicherungspflichtige Beschäftigung suchen, dabei den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung stehen und sich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet haben. Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik gelten als nicht arbeitslos.

Nichteuropäische Asylherkunftsländer Arbeitslose insgesamt Veränderung zum davon im Vorjahr Bereich SGB II Arbeitslose im Kontext von Fluchtmigration
  absolut in Prozent absolut
insgesamt 206.085 +8,8 164.088
Syrien 117.877 +8,8 102.082
Irak 29.150 +5,8 19.519
Afghanistan 23.638 +24,7 19.107
Iran 13.290 +3,9 8.639
Eritrea 8.397 +1,6 7.551
Pakistan 5.721 +3,3 1.965
Somalia 4.211 +18,4 3.535
Nigeria 3.550 +7,9 1.451

In Bayern waren im Juni 2019 15.089 arbeitslose Personen im Kontext von Fluchtmigration
zu verzeichnen. Dies entspricht einem Plus von 1,8 Prozent im Vorjahresvergleich.

Im März 2019 lag der Bestand an erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Kontext von Flucht-
migration im Freistaat bei insgesamt 55.071 (-11,0 Prozent im Vorjahresvergleich). Im gleichen Monat belief sich die Unterbeschäftigung für Personen im Kontext von Fluchtmigration in Bayern auf 32.196 (-15,2 Prozent im Vorjahresvergleich).


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Ansprechpartner
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Dr. Markus Meyer

Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosenversicherung, Grundsicherung, Fachkräftesicherung

+49 (0)89-551 78-214
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