Letzte Aktualisierung: 10. Oktober 2019

Information

Integrationsmonitoring Zuwanderung und Asyl

Unser Integrationsmonitoring gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Zuwanderung nach Deutschland und die Arbeitsmarktintegration von Personen aus den Haupt-Asylzugangsländern.

Entwicklung der Asylbewerberzahlen und Haupt-Asylzugangsländer

Die Zahl der Erstanträge auf Asyl hat sich in Deutschland und Bayern folgendermaßen entwickelt:

Deutschland Bayern
2015 441.899 67.639
2016 722.370 82.003
2017 198.317 24.243
2018 161.931 21.911
Jan. - Sep. 2019 110.282 14.424
Veränderung (Jan.-Sep.) zwischen 2019 und 2018 -11,4 % -14,7 %

Im Jahr 2019 kamen die Asylbewerber, die einen Erstantrag stellten (insgesamt 110.282), zum
Großteil aus den folgenden Ländern:

Hauptherkunftsländer Jan.-Sep. 2019 Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Prozent
Syrien 30.006 -11,2
Irak 10.654 -15,1
Türkei 8.329 +10,0
Nigeria 7.913 -2,9
Afghanistan 7.174 -6,4
Iran 6.681 -9,5
*Ungeklärt* 2.832 -15,1
Somalia 2.749 -34,2
Eritrea 2.645 -43,3
Georgien 2.536 *

Da die Antragstellung erst zeitlich verzögert erfolgt, lassen die oben genannten Daten des BAMF keine verlässlichen Schlussfolgerungen darüber zu, wie viele Flüchtlinge sich tatsächlich hierzulande aufhalten beziehungsweise neu hinzukommen.

Entscheidungen des BAMF über Erst- und Folgeanträge:

Im Berichtsmonat September 2019 wurden seitens des BAMF 13.321Asylverfahren entschieden. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der Entscheidungen um 11,4 Prozent gesunken. Verglichen mit dem Vorjahr hat sich die Anzahl der Entscheidungen um 16,8 Prozent verringert.

Die Gesamtschutzquote für alle Herkunftsländer lag im bisherigen Berichtsjahr 2019 bei 37,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Anstieg um 4,5 Prozentpunkte. Die höchste Gesamtschutzquote weist nach wie vor Syrien mit 83,7 Prozent auf. Es folgen Eritrea (73,1 Prozent), Antragssteller mit ungeklärter Herkunft (54,0 Prozent) und die Türkei (45,2 Prozent).

Ende August 2019 waren beim BAMF 54.662 Verfahren anhängig. Im Vergleich zum Vormonat
(52.976 anhängige Verfahren) stieg ihre Anzahl damit um 3,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreswert (59.738 anhängige Verfahren) ist eine Abnahme der anhängigen Verfahren um 8,5 Prozent zu verzeichnen.

Entwicklung von sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und Arbeitslosigkeit

Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern in Deutschland:

Hinweis: In der Beschäftigungsstatistik werden Auswertungen zu Flüchtlingen (Ausnahme: Sonderauswertungen) auch weiterhin nicht möglich sein, da in den Arbeitgebermeldungen zur Sozialversicherung, die die Grundlage der Beschäftigungsstatistik bilden, keine Informationen zum Aufenthaltsstatus enthalten sind. Daher enthalten die folgenden Zahlen auch Personen, die möglicherweise schon seit längerer Zeit in Deutschland leben.

Nichteuropäische Asylherkunftsländer Stand:
Juli 2019
Veränderung gegenüber Vorjahr
  absolut absolut in Prozent
insgesamt 333.111 +77.628 +30,4
Syrien 119.963 +34.552 +40,5
Afghanistan 59.041 +13.701 +30,2
Irak 42.221 +7.769 +22,6
Iran 33.490 +6.547 +24,3
Eritrea 26.127 +7.643 +41,4
Pakistan 23.768 +2.388 +11,2
Nigeria 17.856 +2.232 +14,3
Somalia 10.645 +2.796 +35,6

In Bayern waren im Februar 2019 (aktuellste Zahlen) insgesamt 52.162 Personen aus den nichteuro-päischen Asylherkunftsländern sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs von 12.663 Personen bzw. 32,1 Prozent.

Zahl der Arbeitslosen in Deutschland nach nichteuropäischen Asylherkunftsländern

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland nach den Haupt-Asylzugangsländern (Datenstand: September 2019). Als arbeitslos gelten dabei Personen, die vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, eine versicherungspflichtige Beschäftigung suchen, dabei den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung stehen und sich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet haben. Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik gelten als nicht arbeitslos.

Nichteuropäische Asylherkunftsländer Arbeitslose insgesamt Veränderung zum davon im Vorjahr Bereich SGB II Arbeitslose im Kontext von Fluchtmigration
  absolut in Prozent absolut
insgesamt 212.722 +8,0 169.043
Syrien 121.647 +7,6 104.669
Irak 30.140 +6,6 20.211
Afghanistan 25.678 +17,3 20.873
Iran 13.589 +3,8 8.983
Eritrea 8.324 +0,1 7.415
Pakistan 5.699 +3,9 1.987
Somalia 4.057 +15,5 3.407
Nigeria 3.588 +11,6 1.498

In Bayern waren im September 2019 16.814 arbeitslose Personen im Kontext von Fluchtmigration zu verzeichnen. Dies entspricht einem Minus von 1,1 Prozent im Vorjahresvergleich.

Im Mai 2019 lag der Bestand an erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Kontext von Fluchtmigration im Freistaat bei insgesamt 53.361 (-11,1 Prozent im Vorjahresvergleich). Im gleichen Monat belief sich die Unterbeschäftigung für Personen im Kontext von Fluchtmigration in Bayern auf 31.244 (-13,7 Prozent im Vorjahresvergleich).


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Ansprechpartner
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Dr. Markus Meyer

Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosenversicherung, Grundsicherung, Fachkräftesicherung

+49 (0)89-551 78-214
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