Letzte Aktualisierung: 26. Oktober 2018

Position

Verkehrsbeschränkungen Tirol

Brennerstrecke eine Hauptachse des europäischen Güterverkehrs

Die Brennerstrecke ist eine Zentralachse des Güterverkehrs in Europa. Der Brenner Basistunnel wird nach seiner Inbetriebnahme 2026 das Herzstück des Transeuropäischen Netze-Korridors von Helsinki nach Malta bilden. Die damit verbundene Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene ist ein wichtiger Ansatz zur Lösung der Probleme des Gütertransitverkehrs über den Brenner. Sie gibt der Wirtschaft zukünftig Planungssicherheit, entlastet die Umwelt und die vom Durchgangsverkehr betroffenen Anwohner.

Regulative Eingriffe behindern europäischen Warenaustausch

Der EU-Binnenmarkt ist nur so gut wie der freie Fluss des Warenverkehrs. Dem sollen auch die Transeuropäischen Netze dienen. Doch der eigentliche Gedanke des Transeuropäischen Netze-Korridors und der hohe Stellenwert der Warenverkehrsfreiheit in Europa werden derzeit massiv eingeschränkt. Maßnahmen gegen den Lkw-Transit wie die aktuelle „Dosierung“ des Lkw-Transits in Tirol – die Tiroler Landesregierung begrenzt mittlerweile regelmäßig die Zahl der Durchfahrten für Lkw auf der Inntalautobahn – oder die vom Land Tirol ins Spiel gebrachte Korridormaut zwischen München und Verona sind abzulehnen. Zusätzliche Transitkosten würden den Straßengüterverkehr noch stärker belasten, vor allem, solange es alternativ keine ausreichenden Transportkapazitäten auf der Schiene gibt.

Lösung am Verhandlungstisch unter Einbeziehung der Wirtschaft nötig

Anstatt durch regulative Eingriffe in den Straßengüterverkehr den europäischen Warenaustausch zu behindern muss eine Lösung am Verhandlungstisch herbeigeführt werden. Dabei sollte die Wirtschaft, insbesondere die Transportwirtschaft, gerade im Hinblick auf die Praxisrelevanz etwaiger Maßnahmen intensiv in die Gespräche einbezogen werden. Für die Verlagerung des Güterwarenverkehrs auf die Schiene ist zudem ein schnellerer Ausbau der Zulaufstrecken zum Brenner Basistunnel notwendig.


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Dr. Peter Pfleger

Umwelt, Verkehr, Rohstoffe, Verbraucherschutz

+49 (0)89-551 78-249
Peter Pfleger
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben