Letzte Aktualisierung: 07. Dezember 2018

Deutschland hat Zukunft

Rückblick – Umweltpolitik in der 19. Legislaturperiode

Am 03. Dezember 2018 diskutierten Experten in München über Anforderungen an eine moderne Umweltpolitik.

Verantwortungsvoll mit natürlichen Ressourcen umgehen

Dr. Christof Prechtl, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der vbw, wies darauf hin, dass die Unternehmen ein eigenes Interesse an nachhaltigem und effizientem Umgang mit den natürlichen Ressourcen hätten. Doch Umweltschutz müsse auch bezahlbar sein. Wirtschaftlicher Erfolg und Umweltschutz seien keine Gegensätze. Eine Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit durch überzogene umweltpolitische Vorgaben dürfe es nicht geben. Insbesondere EU-Recht dürfe daher nur Eins-zu-Eins ohne zusätzliche Anforderungen umgesetzt werden.

Innovationen voranbringen

Florian Pronold MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, erklärte, Innovationen seien ein wesentliches Kriterium, um Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen. Hohe Umweltstandards seien auch ein Standortvorteil. Insbesondere im Bereich der Ressourceneffizienz gebe es starke Wachstumspotenziale.

Umweltpolitik effizienter gestalten

Dr. Hubertus Bardt, Geschäftsführer und Leiter Wissenschaft, Institut der deutschen Wirtschaft, erklärte, umweltpolitische Zielsetzungen sollten effektiv erreicht werden können. Wichtig sei, dass die Unternehmen vor Ort möglichst flexibel handeln können und Innovationen nicht durch ein zu hohes Maß an bürokratischen Vorgaben verhindert würden.

Einheitliche Wettbewerbsbedingungen

In der Podiumsdiskussion setzte sich Dr. Dieter Gilles, Vorsitzender des vbw Umweltausschusses und Leiter Werk Burghausen der Wacker Chemie AG, für einheitliche Wettbewerbsbedingungen in der EU ein. Vorschriften wie Grenzwerte sollten eine ausreichende wissenschaftlich fundierte Begründung haben. Dr. Hubertus Bardt ergänzte, dass eine Steigerung der Effektivität unter anderem deutlich werde am Rückgang der Luftschadstoffe seit Mitte der 1990er Jahre. Staatssekretär Florian Pronold MdB wies auf das Vorsorgeprinzip im Umweltrecht hin, wonach trotz unvollständiger Wissensbasis vorbeugend gehandelt werden soll. Gleichzeitig könne man nicht nur auf Dienstleistung setzen: die Industrie sei ein entscheidender Faktor für die Stärke des Standorts Deutschland. Dr. Christof Prechtl forderte eine Stärkung der unternehmerischen Eigenverantwortung sowie die Orientierung von Umweltvorschriften an der Praxis.

Rückblick

Rückblick – Umweltpolitik in der 19. Legislaturperiode
am 03.12.2018 in München

Information
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Vortrag
Grundlagen einer effizienten Umweltpolitik - Dr. Hubertus Bardt, Institut der deutschen Wirtschaft, Köln

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Ansprechpartner
Ansprechpartner

Dr. Peter Pfleger

Umwelt, Verkehr, Rohstoffe, Verbraucherschutz

+49 (0)89-551 78-249
Peter Pfleger

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