Letzte Aktualisierung: 17. Februar 2020

Vorsprung Bayern

Rückblick – Infrastruktur / Prioritäten in Schwaben

Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft trafen sich am 13. Februar 2020 in Augsburg, um über zentrale Anliegen der Wirtschaft bei der Infrastrukturgestaltung in Schwaben zu diskutieren. Werner Ziegelmeier, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Schwaben, stellte zu Beginn klar, dass die schwäbische Infrastruktur wertvolle Stärken besitze, die allerdings regelmäßig zu überprüfen und bedarfsgerecht anzupassen seien. Dies gewährleiste eine hohe Standortqualität.

Energieinfrastruktur sicher und nachhaltig aufstellen

Dr. Markus Litpher, Mitglied im Präsidium der vbw, zählte die zentralen Aufgaben für die Energieinfrastruktur auf. Dazu gehörten der Ausbau der dezentralen Energieerzeugung und der Stromnetze sowie die Entwicklung neuer Stromspeichertechnologien. Sicherheit und bezahlbare Strompreise müsse dabei stets im Blick behalten werden.

Die Podiumsteilnehmer stimmten darin überein, dass die dezentrale Energieerzeugung in Schwaben weitere Potenziale habe. Lars Vollmar, Stellvertretender FDP-Kreisvorsitzender Augsburg-Stadt, machte deutlich, dass der Ausbau stets vor dem Hintergrund von Akzeptanz und Bezahlbarkeit zu erfolgen habe. Der regulatorische Rahmen müsse Anreize setzen und die bessere Koordinierung der verschiedenen Marktakteure fördern.

Die Elektromobilität sei auf einem guten Weg, wie Dr. Litpher ausführte. PKW-Hersteller und Versorger investierten intensiv in die Infrastruktur und neue Modelle. Zum Erfolg sei aber auch ein geändertes Verbraucherverhalten notwendig.

Verkehrsinfrastruktur bedarfsgerecht ausbauen

Werner Ziegelmeier sprach sich für eine integrierte Planung von Raum- und Mobilitätsplanung aus: Bei der Schaffung von Wohnraum müsse gleichzeitig auch der bedarfsgerechte Ausbau von Verkehrsangeboten erfolgen. Dr. Stefan Kiefer, 3. Bürgermeister der Stadt Augsburg, sah in der Stärkung des ÖPNV gegenüber dem Individualverkehr den richtigen Weg. Notwendig sei auch eine stärkere Integration mit dem Umland. Dr. Markus Partik unterstrich, dass bei seinen Mitarbeitern vielfach schon ein Umdenken hin zu einer stärkeren Nutzung des ÖPNV und weiterer Verkehrsangebote jenseits des Autos stattgefunden habe.

Martin Sailer, Bezirkstagspräsident Schwaben und Landrat des Landkreises Augsburg, regte an, den ÖPNV neu zu denken. Hierzu gehörten auch Ringverkehre oder Tangenten. Der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl ergänzte, dass neue Verkehrskonzepte stets mit den Bürgern entwickelt werden müssten, wobei Angebotsgestaltung und Kosten abzuwägen seien. Markus Reichart, Erster Bürgermeister aus Heimenkirch, sprach sich für innovative Lösungen gerade im ländlichen Raum aus. Auch wenn der Individualverkehr dominiere, so sei man in seiner Kommune mit einem Car Sharing Projekt erfolgreich.

Bildungsinfrastruktur weiterentwickeln

Dr. Markus Partik machte deutlich, dass die Stärkung der digitalen Kompetenz an den allgemeinbildenden Schulen eine zentrale Bedeutung habe. Die Podiumsteilnehmer waren sich einig, dass dies auch eine entsprechende Qualifizierung der Lehrer erfordere.

Für Dr. Markus Litpher ist die Aus- und Weiterbildung – nicht nur bei digitalen Themen – für die Unternehmen eine Daueraufgabe. Nur so ließe sich der Fachkräftebedarf langfristig sichern. Hier seien aber auch alle Ebenen der Politik gefragt, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Markus Reichart gab zu bedenken, dass zwar derzeit große Investitionen zur Digitalisierung getätigt würden. Notwendig sei jedoch ein langfristiger Masterplan, der auch die Folgekosten im Blick habe, die für die Kommunen aus heutiger Sicht schwer zu stemmen seien.

Alle Podiumsteilnehmer waren sich einig, dass die Hochschulen ein wichtiger Träger für die Weiterbildung von Mitarbeitern seien. Generell – so Dr. Partik – profitiere ein Unternehmen von einem engen und langfristigen Austausch mit den Hochschulen.

Rückblick

Rückblick – Infrastruktur / Prioritäten in Schwaben
am 13.02.2020 in Augsburg

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