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    Letzte Aktualisierung: 31. August 2015

    Information

    Leitfaden Breitbandausbau - Effizienter Ausbau der Breitbandversorgung in bayerischen Kommunen

    Mit der zunehmenden Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft steigt der Bedarf an leistungsfähigen Internet-Anschlüssen. Exemplarisch stehen hier die digitale Vernetzung der Wertschöpfungsnetzwerke und die private Nutzung digitaler Lernangebote.

    Bayerisches Förderprogramm ermöglicht nachhaltigen Ausbau

    Eine hochleistungsfähige Breitbandversorgung wird immer stärker zum zentralen Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit einer Kommune. Speziell im ländlichen Raum gelingt der bedarfsgerechte Ausbau nur auf Basis konsequenter Förderstrategien. Mit dem aktuellen Breitbandförderprogramm hat die Bayerische Staatsregierung den Rahmen geschaffen, um die digitale Infrastruktur im Freistaat mit dem Bedarf von Wirtschaft und Gesellschaft in Einklang zu bringen.

    Kommunen sind engagiert unterwegs

    Die Gemeinden haben damit die finanziellen Möglichkeiten erhalten, ihr kommunales Breitbandangebot auf die Anforderungen der Bürger und Unternehmen vor Ort abzustimmen. Die Kommunen gehen das mit hohem Engagement an. Gleichzeitig muss der Ausbau der digitalen Infrastruktur so gestaltet werden, dass eine zukunftsgerechte, nachhaltige und effiziente Lösung erzielt wird.

    Leitfaden Breitbandausbau: Erfolgsstrategien für ein Zukunftsprojekt

    Breitbandausbau ist ein Zukunftsprojekt. Erfolgsstrategien dazu setzen für die flächendeckende Grundversorgung auf kabelgebundene Breitbandtechnologien. Sie reizen finanzielle Handlungsspielräume konsequent aus, konzentrieren sich bei knappen Ressourcen auf sorgfältig geprüfte bedarfsgerechte Lösungen und beinhalten Ansätze, um verbleibende Ausbauaufgaben strategisch gezielt bewältigen zu können. Die folgenden zehn Punkte sichern solche Ausbaustrategien ab:

    • Geförderter Breitbandausbau muss in der einzelnen Kommune als Chefsache verstanden, mit den notwendigen Ressourcen hinterlegt und intensiv mit politischen Entscheidungsträgern abgestimmt werden.
    • Eine laufend enge Zusammenarbeit und ein intensiver Erfahrungsaustausch mit dem regional zuständigen Breitbandmanager sowie mit Planungsbüros sind wesentliche Bestandteile eines effizienten und erfolgreichen Ausbauprojektes. Landratsämter können hier wertvolle Koordinationsarbeit leisten.
    • Die sorgfältige Auswahl des Planungsbüros nach Kriterien wie Erfahrung, regionale Verbundenheit und Effizienz ist der erste Schritt hin zu einem erfolgreich und ziel-gerichtet handhabbaren Ausbauprojekt.
    • Zur Definition der Mindestanforderung für den geförderten Ausbau muss der besondere Bedarf von Unternehmen und Versorgungseinrichtungen vor Ort abgefragt und berücksichtigt werden. Vielfach benötigen diese Einrichtungen schon heute Glasfaseranschlüsse. Regionale Wirtschaftsförderer können vor allem bezüglich der Abfrage des Unternehmensbedarfs wesentliche Hilfestellung leisten.
    • Um auch bei begrenzten Ressourcen eine Ausbaulösung mit maximalem Nutzen generieren und politisch vermitteln zu können, sollte die Kommune in Zusammenarbeit mit den regionalen Breitbandmanagern eine sachlich gut begründete Prioritätenliste erarbeiten und kommunizieren.
    • Bei der Definition von Erschließungsgebieten, in denen gefördert ausgebaut wird, sollte die Kommune die Gebiete anhand nachvollziehbarer, sachgerechter und ausreichend differenzierter Kriterien intelligent abgrenzen und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass in der Ausschreibung für die einzelnen Lose möglichst mehrere Betreibergesellschaften ein Angebot abgeben.
    • Kommunen sollten bei der Durchführung des Förderverfahrens sowohl Erfahrungswerte anderer Kommunen als auch Synergiepotenziale nutzen, wie sie sich etwa aus dem Bayerischen Grabungsatlas, dem Infrastrukturatlas der Bundesnetzagentur und weiteren Datenquellen zu vorhandenen Leerrohren verschiedener Infrastrukturinhaber oder aus interkommunalen Ausbauprojekten ergeben.
    • Überall dort, wo jetzt noch nicht vollständig auf Glasfaser umgestellt werden kann, sollten Kommunen bei anstehenden Tiefbauarbeiten auf Basis eines strategischen Entwicklungskonzeptes Leerrohre verlegen, die für ein späteres Glasfasernetz genutzt werden können. Landratsämter können hier wertvolle koordinierende Hilfe-stellungen leisten.
    • Dort, wo die Fördermöglichkeiten und die finanziellen Möglichkeiten der Kommune selbst an Grenzen stoßen, sollten einer konsistenten Ausbaustrategie im Weg stehende Lücken durch die Förderangebote insbesondere der LfA geschlossen werden.
    • Über den Ausbau digitaler Dienstleistungen als kommunales eGovernment sollten Kommunen dazu beitragen, dass die Nachfrage nach Breitbandkapazitäten steigt und damit die Deckungslücke für tragfähige Betreiberdienstleistungen kleiner wird.


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    Ansprechpartner
    Ansprechpartner

    Dr. Benedikt Rüchardt

    Steuern, Finanzen, Landesentwicklung, Wirtschaft und Kommunen

    +49 (0)89-551 78-252
    +49 (0)173-349 39 60
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    Benedikt Rüchardt
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