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    Letzte Aktualisierung: 25. Juli 2016

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    Infrastruktur für automatisiertes Fahren weiterentwickeln

    Automatisiertes Fahren - Infrastruktur

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    Die Automobilindustrie ist ein zentraler Pfeiler der bayerischen Wirtschaft. Umso wichtiger ist es, dass sie die Technologieführerschaft auch in der digitalen Transformation behält. Der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft hat daher in seinen Handlungsempfehlungen im Jahr 2015 betont, dass die erforderlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, damit automatisierte und autonome Fahrzeuge bei uns entwickelt, getestet, bis zur Marktreife gebracht und in Wertschöpfung am Standort umgesetzt werden.

    In dem Positionspapier Zukunft automatisiertes Fahren: Rechtliche Hürden beseitigen von Dezember 2015 haben wir uns mit dem juristischen Rahmen und den Anpassungsnotwendigkeiten befasst. Das vorliegende Positionspapier Automatisiertes Fahren – Infrastruktur widmet sich nun der Frage, welche infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen werden müssen.

    Ganz grundsätzlich muss gelten, dass die Infrastruktur nicht zum limitierenden Faktor für das automatisierte Fahren werden darf. Notwendige Maßnahmen müssen zügig umgesetzt werden. Gleichzeitig sind aber – nicht zuletzt auch wegen der europäischen und internationalen Dimension des Themas – Lösungen zu favorisieren, die möglichst geringe Eingriffe in die Infrastruktur erforderlich machen und flexibel einsetzbar sind. Welche das sind, zeigt sich am besten im Rahmen umfangreicher Tests unter enger Einbindung von Wissenschaft und Industrie.

    Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. setzt sich dafür ein, die Infrastruktur konsequent an den vorhersehbaren Bedarf für das autonome Fahren anzupassen und die dafür erforderlichen Investitionen sicherzustellen. Unsere Broschüre benennt entscheidende Weichenstellungen für eine zukunftsfähige Infrastruktur als Rahmenbedingung für das automatisierte und autonome Fahren.

    Steigende Anforderungen vor allem bei Kommunikationsinfrastruktur

    Die Anforderungen an die Infrastruktur steigen mit dem Grad an Automatisierung. Infrastruktur hat dabei zunächst unterstützende Funktion, wird zunehmend aber zur notwendigen Bedingung. Dies gilt jedenfalls im Hinblick auf die IT- und Kommunikationsinfrastruktur. Für vollautomatisiertes und autonomes Fahren ist in allen Umgebungen eine genaue Positionsbestimmung notwendig. Dies erfordert neben einem flächendeckenden 5G Netz auch eine sichere und leistungsfähige IT-Infrastruktur für die Verkehrstelematik.

    Weitere Testfelder erforderlich

    Alle Anwendungszwecke des automatisierten und autonomen Fahrens müssen im „Live-Betrieb“ erprobt werden. Das muss dort stattfinden, wo Entwicklung und künftige Wertschöpfung stattfinden sollen, also auch am Standort Bayern. Dafür sind neben dem Testfeld A9 zeitnah auch digitale Testfelder Innenstadt, Landstraße, Schnittstelle Autobahn – Stadt, Parkraum / Parkhaus sowie Intermodaler Verkehr notwendig.

    Forschung verstärken

    Die Forschung muss in Bayern auf den für das automatisierte Fahren entscheidenden Feldern weiter ausgebaut werden, etwa in den Bereichen Umgebungserfassung und Künstliche Intelligenz (KI). Es bietet sich an, das automatisierte Fahren insgesamt als Leuchtturmprojekt für den Standort zu behandeln und hier einen besonderen Schwerpunkt bei der Forschungsförderung zu setzen.

    Infrastruktur gegen unberechtigte externe Zugriffe absichern

    Infrastruktureinrichtungen müssen ebenso wie Fahrzeuge und installierte Software zuverlässig gegen externe Angriffe und Manipulation abgesichert sein. Dazu sind unter anderem verbindliche Mindeststandards für die IT-Sicherheit zu definieren.

    Harmonisierung und einheitliche Standards

    Sowohl bestimmungsgemäßer Einsatz als auch Absatz der Fahrzeuge muss grenzüberschreitend möglich sein. Dafür ist mittelfristig eine möglichst weltweite, zumindest aber EU-weite Harmonisierung bei sicherheitsrelevanten Einrichtungen und Schnittstellen anzustreben. Auch ein 5G Standard muss mittelfristig europaweit installiert sein.

    Eine zügige Einigung der (Automobil-)Hersteller auf gemeinsame Standards für Datenaustausch im sicherheitsrelevanten und verkehrstechnischen Bereich ist erstrebenswert, um die verschiedenen Backend-Systeme zu vernetzen.


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