Letzte Aktualisierung: 08. April 2019

Position

EU-Vorgaben zu CO2-Grenzwerten für Pkw – starke Belastung im internationalen Wettbewerb

Die Frage, welche Reduktion des CO2-Ausstoßes zum Jahr 2030 auf EU-Ebene angestrebt wird, hat große Bedeutung für die europäische Automobilindustrie. Die Entscheidung des EU-Parlaments für eine deutliche Reduktion des CO2-Ausstosses ist ein industriepolitischer Schlag gegen deutsche und bayerische Automobilhersteller.

37,5 Prozent CO2-Reduktion bis 2030 für Pkw vorgesehen

Pkw-Hersteller sollen den CO2-Ausstoß ihrer Neuwagenflotte in der EU bis 2030 um 37,5 Prozent senken. Für leichte Nutzfahrzeuge werden 31 Prozent verlangt. Bis 2025 soll ein Zwischenziel mit einer Reduktionsvorgabe von 15 Prozent gelten. Das Vergleichsjahr für alle Reduktionsziele ist das Jahr 2021.

Starke Belastung im internationalen Wettbewerb

Die europäische und insbesondere die deutsche und bayerische Automobilindustrie werden durch die Verschärfung der CO2-Reduktion im internationalen Wettbewerb stark belastet, da es weltweit keine vergleichbaren Vorgaben gibt. Der Industriestandort Europa wird geschwächt und Arbeitsplätze werden gefährdet.

Ziel einer emissionsfreien Mobilität muss im Einklang mit ökonomischer Machbarkeit stehen

Wichtige Kriterien wurden vernachlässigt. Für ökonomische Machbarkeit sind der Ausbau der Infrastruktur, eine ausgewogene Industriepolitik und Maßnahmen zur Arbeitsplatzsicherung wesentlich. Zu beachten ist zudem, dass für die Gesamt-CO2-Belastung nicht allein der Verkehrsbereich, sondern auch andere Faktoren wie der Gebäudebereich eine Rolle spielen. Das EU-Parlament hat auch die Nutzung der CO2-Reduktionspotenziale von alternativen und regenerativen Kraftstoffen, den sogenannten E-Fuels, vernachlässigt.

Gesamtkonzept und Technologieoffenheit notwendig

Es ist beim Thema der Umweltbelastung durch CO2 ein Gesamtkonzept erforderlich, das die Bereiche Infrastruktur, Stromqualität, Kraftstoffart und Antriebsart umfasst. Notwendig sind innovationsfreundliche Rahmenbedingungen. Kerngedanke muss Technologieoffenheit sein.


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Dr. Peter Pfleger

Umwelt, Verkehr, Rohstoffe, Verbraucherschutz

+49 (0)89-551 78-249
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