Letzte Aktualisierung: 29. März 2017

Position

Digitale Netze für Bayerns Regionen

Digitales Festnetz in Bayern: Zwischenerfolge

Mitte 2016 waren für knapp 80 Prozent der ca. 6,2 Millionen bayerischen Haushalte Leitungsanschlüsse mit einer Leistungsfähigkeit von mindestens 30 Mbit/s pro Sekunde verfügbar. Fast 68 Prozent konnten Bandbreiten von 50 Mbit/s oder mehr nutzen. Und die Entwicklung geht weiter. Bei näherem Ansehen (s Download zum digitalen Festnetz) zeigt sich: Der weitere Ausbau des digitalen Festnetzes kommt sichtlich weiter. Das gilt für alle Regierungsbezirke.

Mobilfunknetz: Aufgabenstellung und Ziele

Im Großen gesehen ist Bayern mit Mobilfunknetzen gut versorgt. Sorge bereiten die ständig steigende Nachfrage und die vielen weißen Flecken speziell an Verkehrsstrecken. Diese Defizite gibt es in allen Landesteilen (s. Karte im Download zum Mobilfunknetz). Für die Wirtschaft immer belastender ist es, wenn es nicht möglich ist, auf Dienstreisen zu telefonieren oder mobil ans Netz angebunden zu arbeiten. Dabei geht es um solide Bandbreiten und störungsfreie, sichere Verbindungen auch im Mobilfunknetz.

Eine konkrete Zuweisung von Problemen zu einzelnen Regionen ist schwierig – die Qualität mobiler Verbindungen hängt teils sehr kleinteiligen Gegebenheiten. Generell gilt: schon Autobahnen und ICE-Strecken sind oft nicht gut versorgt, an nachrangige Verkehrsstrecken häufen sich die Probleme, je hügeliger ein Gelände ist, desto schwieriger ist die Mobilfunkversorgung. Relativ kleine Kommunen und Ortsteile sind aus Wirtschaftlichkeitsgründen öfter schlecht versorgt, selbst in großen Kommunen gibt es immer wieder Funklöcher.

Ausbauperspektiven und Handlungsbedarf

Digitales Festnetz

  • Ende 2017 wird es noch etliche helle Flecken geben – auch wenn die aktuell mögliche Prognose die Entwicklung unterzeichnet, da sie nur die bis Ende 2017 abgeschlossenen Ausbauvorhaben des bayerischen Förderprogramms enthalten kann.
  • Das Ziel der vbw Agenda für 2020 – 100 Mbit/s für alle – wird in der Regel auch Ende 2017 noch nicht erreicht, und ein Teil der Haushalte kann noch sehr schlecht versorgt sein. Solche Defizite müssen konsequent abgearbeitet werden.
  • Es gibt es klare regionale Unterschiede. Etliche Kommunen haben besonderen Anlass, ihre Ausbaustrategien zu überprüfen und zu entwickeln. Mögliche Schritte sind zweite Förderprojekte oder Leerrohrstrategien, die auch dem Ziel dienen, Glasfaser zu den Verbrauchern zu bringen.
Mobilfunknetz

Ab 2017 müssen die Mobilfunkbetreiber das LTE-Netz so ausbauen, dass je Land 97 Prozent der Haushalts sowie alle Autobahn- und ICE-Strecken mit LTE versorgt sind. Das ist wichtig, lässt aber noch Lücken, besonders in kleinen Orten und Ortsteilen und abseits der Orte auf nachrangigen Verkehrsstrecken sowie in der Fläche.

Deshalb hat Bayern auch auf Basis von Analysen der vbw Anfang August 2016 eine Mobilfunkstrategie aufgelegt, die unter anderem bei Funklöchern die Nutzung von Behördenmasten ermöglicht und Kommunen bei der Suche nach Mastenstandorten unterstützt. Ergänzend soll der laufende Ausbau besser evaluiert werden, um weiteren Handlungsbedarf zu konkretisieren.

Ziel muss es bleiben, die verbleibenden Lücken im Mobilfunknetz bedarfsgerecht zu schließen. Soweit sich das nicht über den Markt realisieren lässt, muss ein Mastenprogramm entwickelt werden. das dabei hilft.

Ab 2020 steht der Ausbau eines 5G-Netzes an – des Nachfolgers der LTE-Technik. Auch auf diese Herausforderung muss sich Bayern einstellen, unter anderem da dieses Netz Basis eines zukunftsgerechten Mobilitätssystems ist.

Positionen
o
Position
Digitales Festnetz in Bayerns Regionen
o
Position
Mobilfunknetz in Bayerns Regionen

Drucken
Kontakt
Ansprechpartner

Dr. Benedikt Rüchardt

Steuern, Finanzen, Landesentwicklung, Wirtschaft und Kommunen

+49 (0)89-551 78-249
Benedikt Rüchardt
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben