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    Letzte Aktualisierung: 27. September 2016

    Vorsprung Bayern

    Rückblick - Digitale Netze – Anforderungen der Unternehmen

    „Die Digitalisierung durchdringt alles und reißt die gesamte Wirtschaft mit“, betonte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt zum Eingang der Veranstaltung Digitale Netze – die Anforderungen der Unternehmen am 26. September 2016 im Haus der Bayerischen Wirtschaft.

    Das Rückgrat der Digitalisierung sind die im Land verfügbaren Breitbandnetze. Dazu Brossardt: „Bayern und seine Unternehmen haben beste Voraussetzungen, um Digitalisierungsgewinner zu werden. Eine hochleistungsfähige digitale Infrastruktur ist dafür die Basis. Ihr Ausbau kommt in Bayern im bundesweiten Vergleich gut voran. Die bayerischen Aktivitäten sind vorbildlich. International gesehen sind Deutschland und Bayern aber nur Mittelmaß.“

    Bandbreitenbedarf steigt weiter

    Anlässlich der Konferenz stellte die vbw die auf eine repräsentative Umfrage gegründete Studie Breitbandbedarf leitungsgebunden und mobil der bayerischen Unternehmen vor. Die Studie macht deutlich, dass für zwei Drittel der Unternehmen im Industrie-Dienstleistungs-Verbund ein schneller Breitbandinternetzugang für den Unternehmenserfolg entscheidend ist. Steigenden Bandbreitenbedarf erwarten die Großunternehmen und zwei Drittel der mittelgroßen Unternehmen. Rainer Arenz, Geschäftsführer der mit der Erstellung der Studie beauftragten GMS Dr. Jung GmbH, Hamburg, betonte jedoch, dass sich laut Umfrage auch kleine Unternehmen vielfach mit komplexen digitalen Anwendungen auseinandersetzen. Das wird auch dort immer mehr Bandbreitenbedarf nachziehen.

    Brossardt: bis 2020 flächendeckend auf 100 Mbit/s aufrüsten, auf Glasfaser umsteigen

    Brossardt forderte vor diesem Hintergrund, dass bei leitungsgebundenen Netzen bis 2020 flächendeckend Geschwindigkeiten von 100 Megabit pro Sekunde oder mehr zur Verfügung stehen und die Netzausbaupolitik noch mehr auf die Umrüstung hin zum glasfaserbasierten Gigabitnetz ausgerichtet werden müsse.

    Mobilfunknetz: Funklöcher schließen, Übertragungsleistungen steigern

    Mobile Internetverbindungen setzen laut der Studie 90 Prozent der befragten Unternehmen ein. Die Hälfte ist mit den vorhandenen mobilen Datenverbindungen unzufrieden. Zwei Drittel der bayerischen Unternehmen erwartet, im Jahr 2020 noch mehr als heute auf die Verfügbarkeit schneller mobiler Datenverbindungen angewiesen zu sein. Dazu Brossardt: „Sowohl bei Sprechverbindungen als auch bei schnellen mobilen Datenverbindungen gibt es noch zu viele Funklöcher oder zu geringe Übertragungsleistung. Mobile Netze müssen dort verfügbar sein, wo sich viele Menschen regelmäßig aufhalten, wo das Netz für wirtschaftliche Anwendungen genutzt wird, und auf allen unseren Verkehrswegen“. Die vbw fordert deshalb einen weiteren Ausbau durch die Netzbetreiber und begrüßt die bayerische Mobilfunk-Initiative, speziell das darin vorgesehene Sofortprogramm zum Bau neuer oder zur Nachrüstung bestehender Mobilfunkmasten. Brossardt forderte ergänzend dazu ein Mastenprogramm.

    Bis 2018 flächendeckende Versorgung mit 30 MBit/s

    Dorothee Bär MdB, Parlamentarische Staatssekretärin, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hob hervor, dass man mit dem eingerichteten Bundesförderprogramm einen weiteren wichtigen Impuls zum Breitbandausbau gesetzt habe. Insgesamt müsse man sich bei der Digitalisierung stärker den Nutzen der Anwender in Wirtschaft und Gesellschaft in den Blick nehmen.

    Albert Füracker MdL, Staatssekretär, Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat bekräftigte, dass bis zum Jahr 2018 Bayern flächendeckend mit mindestens 30 MBit/s versorgt sein werde. Bezogen auf weitere Ausbauziele verwies er darauf, dasss die EU eine Förderung in mit bereits mit 30 MBit/s erschlossenen Gebieten nicht zulässt. Er forderte diesen Schwellenwert auf 100 MBit/s anzuheben: "Das kostet die EU kein Geld, erleichtert aber die Förderung der Ausbauaktivitäten vor Ort."

    Christoph Leicher, Präsident des Landesverbandes Groß- und Außenhandel Bayern e. V., bezeichnete die Digitalisierung als zentrale Herausforderung: „Breitbandanschlüsse und schnelle Datenübertragung sind überall wichtig." Speziell in Bezug auf die mobilen Netze forderte er: "Unsere Unternehmen benötigen mobile Verbindungen mit hoher Datenrate und mobilen Zugriff auf zentrale Unternehmensanwendungen – und das unterbrechungsfrei und sicher!“

    Johann Keller, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des Bayerischen Landkreistages, setzte sich für die flächendeckende Versorgung des Ländlichen Raums in Bayern ein, die auch weiterhin als Schwerpunktanliegen verfolgt werden müsse. Die Landkreise fungieren hier als Koordinatoren für ihre Kommunen.

    Udo Harbers, Deutsche Telekom AG, stellte fest, dass die gegenwärtig verbreitetste Ausbaustrategie - Glasfaser bis zum Verteilerkasten, Strecke zum Haus mit der bisherigen Kupferleitung - durch Vectoring noch hohe Leistungsreserven habe.

    Rückblick

    Rückblick - Digitale Netze – Anforderungen der Unternehmen
    am 26.09.2016 in München

    Bilder (6)

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