Letzte Aktualisierung: 06. Dezember 2018

Position

CO2-Grenzwerte LKW: Entwicklung auf EU-Ebene

Die Frage, welche Reduktion des CO2-Ausstoßes zum Jahr 2030 auf EU-Ebene angestrebt wird, hat große Bedeutung für die Nutzfahrzeugindustrie. Derzeit wird darüber auf EU-Ebene intensiv diskutiert.

Positionen von EU-Kommission und EU Parlament

Nach dem 3. Mobilitätspaket der EU-Kommission vom 17. Mai 2018 sollen die CO2-Emissionen ab 2019 um 15 Prozent bis 2025 (für Lkws größer 16 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht) und um insgesamt 30 Prozent bis 2030 (für alle Nutzfahrzeuge größer 7,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht, Lkw und Busse) sinken. Das Europäische Parlament will bis 2025 eine Reduzierung von 20 Prozent und bis 2030 eine Reduzierung von 35 Prozent.

Wirtschaftlich und technisch leistbare Ziele notwendig

Die Entwicklungszeiten in der Branche werden nicht angemessen berücksichtigt. Die CO2-Reduzierungsziele sind zu ambitioniert und können Industrie und Transportbranche überfordern. Schon ein Minderungsziel von sieben Prozent bis 2025 wäre mit weiteren großen technologischen Anstrengungen der Industrie verbunden, technisch aber noch machbar. Kritisch ist zudem, dass wichtige heute bereits verfügbare Spritspar-Technologien wie GPS-Tempomaten oder Hybridantriebe in der Berechnungsmethodik der EU-Kommission nicht berücksichtigt werden.

Problematisch ist die alleinige Fokussierung auf neue Lkw. Die Nutzfahrzeugindustrie plädiert seit langem für einen integrierten Ansatz, um auch Potenziale zur CO2-Minderung in der Bestandsflotte zu nutzen. Dafür gäbe es zahlreiche Möglichkeiten – von Lang-Lkw bis zu alternativen Kraftstoffen. Die Möglichkeit der Anrechenbarkeit von praktisch klimaneutralen E-Fuels ist bei Neuzulassungen und Bestand in die Übergelungen einzubeziehen.


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Dr. Peter Pfleger

Umwelt, Verkehr, Rohstoffe, Verbraucherschutz

+49 (0)89-551 78-249
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