Letzte Aktualisierung: 01. Dezember 2016

Position

Breitband- und Mobilfunkversorgung in Bayern: Fortschritte

Die digitale Infrastruktur in Bayern entwickelt sich im bundesweiten Vergleich gut. Mitte 2016 waren für knapp 80 Prozent der ca. 6,2 Millionen bayerischen Haushalte Leitungsanschlüsse mit einer Leistungsfähigkeit von mindestens 30 Mbit/s verfügbar. Fast 68 Prozent konnten sogar Bandbreiten von 50 Mbit/s oder mehr nutzen. Damit liegt Bayern deutschlandweit in der Spitzengruppe. Staaten wie Südkorea, Schweden, die Niederlande und die Schweiz verfügen allerdings über höhere Bandbreiten.

Ausbauerfolg des bayerischen Breitbandförderprogramms

Bis Ende 2017 werden über das bayerische Förderprogramm mindestens 505.000 Haushalte, meist im ländlichen Raum, mit Anschlüssen ab 30 Mbit/s versorgt. 110.000 dieser Haushalte werden auf 50 Mbit/s oder mehr aufgerüstet. Insgesamt dürfte das bayerische Förderprogramm ca. einer Million Haushalten zu Anschlüssen ab 30 Mbit/s verhelfen. Ein guter Teil der Kommunen baut Teilflächen mit Glasfaser aus.

Die genannten Zahlen stehen für den Mindestfortschritt. Aus technischen Gründen (Nähe zum Verteilerkasten) erhält ein Teil der Haushalte in Ortsteilen, die in der Grafik mit 30 MBit/s dargestellt werden, höhere Bandbreiten. Dazu kommen der Zubau auf Basis des Förderprogramms des Bundes, dessen Möglichkeiten etliche bayerische Kommunen zu nutzen anstreben, sowie der marktgetriebene Ausbau.

Mobilfunknetze: In weiten Teilen gut – Lücken und Strecken versorgen

Die Mobilfunknetze sind in weiten Teilen gut, aber noch zu lückenhaft. Probleme bereitet das vorrangig auf überregionalen und regionalen Bahnstrecken, auf Autobahnen und Bundesfernstraßen. Aber auch in bewohnten Gebieten gibt es Lücken. Besonders auffällig sind sie in Niederbayern, in der östlichen und nördlichen Oberpfalz, im nördlichen Ober- und Unterfranken, im Süden Mittelfrankens, Schwabens und Oberbayerns. Bayern ist das erste Land, das – nach Klärung der Problemlage mit der vbw und den Betreiberunternehmen – eine Mobilfunkstrategie aufgelegt hat, die die stark auf die Frequenzpolitik gestützte Ausbaustrategie des Bundes zielführend ergänzt. Wichtige Elemente dieser bayerischen Strategie sind ein Mastenprogramm und ein intensives Monitoring. Die Bahn arbeitet an besserer Versorgung auch im Regionalverkehr.

Position der vbw

Bund und Bayern setzen wichtige Impulse

Die Breitband- und Mobilfunkstrategien des Bundes und des Freistaates Bayern setzen wichtige Impulse zum Ausbau der digitalen Netze. Die Flächenstrategien greifen, niemand soll abgehängt werden.

Ziel 2020: 100 Mbit/s überall

Bis 2020 müssen überall in Bayern 100 Mbit/s zur Verfügung stehen. Dieses Ziel, bleibt trotz der Erfolge der Förderprogramme eine Herausforderung. Um es zu erreichen, müssen Netze technisch – auch mit Vectoring - nachgerüstet und Strecken zwischen Verteilerkästen und Abnehmern sukzessive auf Glasfaser aufgerüstet werden.

Glasfaser- und Mobilfunkstrategie müssen sich ergänzen

Die Glasfaser-Strategie muss auch den notwendigen Ausbau der Mobilfunkangebote mit Lückenschlüssen und Qualitätsverbesserung im Mobilfunknetz stützen. Speziell gilt das entlang der Verkehrsstrecken.

Zum Ausbau der Mobilfunknetze muss die von Bayern aufgelegte Mobilfunkstrategie konsequent umgesetzt und das darin enthaltene Mastenprogramm weiterentwickelt werden. Insgesamt muss die Basis für das hochleistungsfähige 5G-Funknetz gelegt werden, das in den 20er Jahren entstehen muss.

Information
i
Information
Breitband- und Mobilfunkversorgung in Bayern

Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Dr. Benedikt Rüchardt

Steuern, Finanzen, Landesentwicklung, Wirtschaft und Kommunen

+49 (0)89-551 78-249
Benedikt Rüchardt
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben