Letzte Aktualisierung: 23. Juni 2017

Politischer Dialog Brüssel

Rückblick - Automatisiertes Fahren | Automated Driving

Am 21. Juni 2017 diskutierten Experten bei einem Politischen Dialog der vbw in Brüssel Anforderungen an erfolgreiches automatisiertes Fahren.

EU-weite Harmonisierung von Technik und Rechtsrahmen

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw, betonte: „Wir müssen jetzt alles dafür tun, dass autonomes Fahren bei uns – und damit meine ich Bayern, Deutschland und Europa – als technologieführendem Automobilstandort entwickelt, getestet und zur Marktreife gebracht wird.“ Die EU sei mit ihrer „Europäischen Strategie für Kooperative Intelligente Verkehrssysteme“ auf einem guten Weg, da insbesondere das Ziel, einen fragmentierten Binnenmarkt zu vermeiden, richtig sei. Ein Mix aus WLAN und bestehenden Mobilfunknetzen ist als Zwischenschritt richtig. „Mittelfristig ist aber ein europaweit durchgängiges 5G-Mobilfunknetz unabdingbar“, so Brossardt. Beim Datenschutz müssen Lösungen mit Augenmaß gefunden werden. Elementar ist Datensicherheit, also die Abwehr von Angriffen von außen. Brossardt: „Auch hier ist ein europaweit koordiniertes Vorgehen mit einer gemeinsamen Sicherheits- und Zertifizierungspolitik unabdingbar.“

Der stellvertretende Leiter der Vertretung des Freistaates Bayern bei der Europäischen Union, Dr. Armin Hartmuth, erklärte, automatisiertes Fahren biete große Chancen zur Erhöhung der Fahrsicherheit.

EU will führende Rolle bei Modernisierung des Straßenverkehrs

Nikolaus von Peter, Kabinett Violeta Bulc, Europäische Kommission, Brüssel, sagte, Ziel der EU-Kommission sei es, bis 2019 den Einsatz von Fahrzeugen zu ermöglichen, die miteinander und mit der straßenseitigen EU-Verkehrsinfrastruktur kommunizieren können. Beispielsweise sollen sich Fahrzeuge gegenseitig vor potenziell gefährlichen Situationen warnen und mit der lokalen Verkehrsinfrastruktur kommunizieren können.

Effizienteres Verkehrsnetz

Anton-Klaus Kathrein, CEO, Kathrein-Werke KG, wies auf die große Bedeutung der zunehmenden Vernetzung und der 5G-Technologie hin. Automatisiertes Fahren könne zu einem effizienteren Verkehrsnetz und einem Rückgang der Unfallzahlen beitragen. Notwendig seien gleiche und verlässliche Standards. Sicherheitsrelevante Signale müssten Vorrang haben.

Wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen

Im Rahmen der Podiumsdiskussion erklärte Dr. Miklos Kiss, Vorentwicklung Funktionsalgorithmik, AUDI AG, dass automatisiertes Fahren ein evolutionärer Ansatz sei. Für einen Erfolg müssten die erforderlichen Daten sicher und flächendeckend verfügbar sein. Die Sicherheit des Fahrers muss Vorrang haben.

Ismail Ertug MdEP, S&D, wies darauf hin, dass eine praktikable Lösung für die Fragen gefunden werden muss, wer Daten verwenden darf und wie lange sie zu speichern sind. Bei einer Revision der Transeuropäischen Verkehrsnetze müsse das automatisierte Fahren entsprechend berücksichtigt werden.

Ivan Štefanec MdEP, EVP, sagte, für die Datenübertragung sei ein einheitlicher Standard notwendig. Man dürfe beim Thema automatisiertes Fahren nicht nur Europa im Blick haben, sondern müsse auch die weltweite Konkurrenz, insbesondere aus China und den USA, im Blick haben.

Review Automated Driving

At a vbw political dialogue in Brussels on 21 June 2017, experts discussed the requirements for successful automated driving.

EU-wide harmonization of technology and legal framework

Bertram Brossardt, Chief Executive Officer of vbw, emphasized: "We now have to do everything to ensure that automated driving is developed, tested, and brought to market maturity by us - and I mean Bavaria, Germany and Europe - as a technology-driven automobile location. European strategy for cooperative Intelligent Transport Systems is on the right track, in particular because the objective of avoiding a fragmented internal market is right. A mix of wireless internet access and existing mobile networks is initially correct."In medium-term a Europe-wide 5 G mobile-network is indispensable," says Brossardt. Data protection requires solutions to be found with the right balance. Data security is elementary, especially against attacks from the outside. Brossardt: "A coordinated Europe-wide approach with a common security and certification policy is indispensable."

The Deputy Head of the Representation of the Free State of Bavaria to the European Union, Dr. Armin Hartmuth, explained that automated driving offers great opportunities to increase driving safety.

EU wants leading role in modernizing road transport

Nikolaus von Peter, Cabinet Violeta Bulc, European Commission, Brussels, said the goal of the EU Commission is to enable the use of vehicles that can communicate with each other and with the EU's road infrastructure by 2019. For example, vehicles should warn each other about potentially dangerous situations.

More efficient transport network

Anton-Klaus Kathrein, CEO, Kathrein-Werke KG, pointed out the importance of increasing networking and 5 G technology. Automated driving could contribute to a more efficient transport network and a reduction of accidents. Uniform and reliable standards are necessary. Safety-relevant signals must have priority.

Economical environment for innovative, environmentally friendly products

In the panel discussion, Dr. Miklos Kiss, Pre-Development Functional Algorithmics, AUDI AG, declared that automated driving is an evolutionary approach. To ensure success, the necessary data must be available securely and geographically. The safety of the driver must have priority.

Ismail Ertug, MEP, S&D, pointed out that a practicle solution must be found to the question of who is allowed to use data and how long they should be stored. At the revision of the trans-european transport networks, the automated driving must be taken into account.

Ivan Štefanec, MEP, EPP, said a uniform standard is necessary for data transmission. The topic of automated driving should not only keep an eye on Europe but also on the global competition, especially coming from China and the USA.

Rückblick

Rückblick - Automatisiertes Fahren | Automated Driving
am 21.06.2017 in Brüssel

Bilder (8)

Begrüßung
Begrüßung und Einführung
Key Note – Automatisiertes Fahren aus europäischer Perspektive
Statement zum Automatisierten Fahren
Podiumsdiskussion
Moderation

Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Dr. Peter Pfleger

Umwelt, Verkehr, Verbaucherschutz, Rohstoffe

+49 (0)89-551 78-249
Peter Pfleger
Weitere
Kontakte

Oleg Livschits

Arbeitsrecht, Datenschutz, Europarecht

+49 (0)89-55178-233
Oleg Livschits

Volker Pitts-Thurm

Leiter Verbindungsbüro Brüssel

+32 (0)2-500 57-83
Volker Pitts-Thurm
schließen

  Zur Veranstaltungsübersicht

Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben