Letzte Aktualisierung: 07. August 2018

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Integrationsmonitoring Zuwanderung und Asyl

Unser Integrationsmonitoring gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Zuwanderung nach Deutschland und die Arbeitsmarktintegration von Personen aus den Haupt-Asylzugangsländern.

Entwicklung der Asylbewerberzahlen und Haupt-Asylzugangsländer

Die Zahl der Erstanträge auf Asyl hat sich in Deutschland und Bayern folgendermaßen entwickelt:

Deutschland Bayern
2015 441.899 67.639
2016 722.370 82.003
2017 198.317 24.243
Januar - Juli 2018 96.644 13.394
Veränderung zwischen 2017 und 2018 (Jan. – Juli) -17,6 % -0,3 %

Von Januar bis Juli 2018 kamen die Asylbewerber, die einen Erstantrag stellten (insgesamt 96.644), zum Großteil aus den folgenden Ländern:

Hauptherkunftsländer Januar bis Juli 2018 Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Prozent
Syrien 26.095 -7,0
Irak 9.725 -18,0
Nigeria 6.648 +53,1
Afghanistan 6.103 -43,9
Iran 5.075 -4,5
Türkei 5.252 +47,3
Eritrea 3.931 -44,4
Somalia 3.374 -18,0
Georgien 2.625 +83,8
Ungeklärt 2.532 +3,4

Da die Antragstellung erst zeitlich verzögert erfolgt, lassen die oben genannten Daten des BAMF keine verlässlichen Schlussfolgerungen darüber zu, wie viele Flüchtlinge sich tatsächlich hierzulande aufhalten beziehungsweise neu hinzukommen.

Entscheidungen des BAMF über Erst- und Folgeanträge:

Im Berichtsmonat Juli 2018 wurden seitens des BAMF 13.744 Asylverfahren entschieden. Im Vergleich zum Vormonat ist damit ein Rückgang der Entscheidungszahlen um 7,1 Prozent zu verzeichnen. Verglichen mit dem Vorjahr hat sich die Anzahl der Entscheidungen um 62,8 Prozent verringert. Die Gesamtschutzquote für alle Herkunftsländer lag im bisherigen Berichtsjahr bei 29,1 Prozent. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreswert entspricht dies einem Rückgang von 12,8 Prozentpunkten. Die höchste Gesamtschutzquote weist Syrien mit 77,6 Prozent auf. Es folgen Eritrea (67,5 Prozent) und Somalia (41,0 Prozent). Die Türkei weist aktuell eine Quote von 37,1 Prozent auf. Ende Juli 2018 waren beim BAMF 57.273 Verfahren anhängig. Im Vergleich zum Vormonat (52.514 anhängige Verfahren) erhöhte sich damit ihre Anzahl um 9,1 Prozent.

Entwicklung von sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und Arbeitslosigkeit

Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus nicht-europäischen Asylherkunftsländern in Deutschland:

Hinweis: In der Beschäftigungsstatistik werden Auswertungen zu Flüchtlingen (Ausnahme: Sonderauswertungen) auch weiterhin nicht möglich sein, da in den Arbeitgebermeldungen zur Sozialversicherung, die die Grundlage der Beschäftigungsstatistik bilden, keine Informationen zum Aufenthaltsstatus enthalten sind. Daher enthalten die folgenden Zahlen auch Personen, die möglicherweise schon seit längerer Zeit in Deutschland leben.

Nichteuropäische Asylherkunftsländer Stand:
Mai 2018
Veränderung gegenüber Vorjahr
  absolut absolut in Prozent
insgesamt 237.537 +87.991 +58,8
Syrien 77.010 +39.912 +107,6
Afghanistan 43.271 +15.459 +55,6
Irak 32.490 +9.974 +44,3
Iran 25.757 +5,780 +28,9
Pakistan 20.887 +2,748 +15,2
Eritrea 16.155 +8,783 +119,1
Nigeria 14.939 +2.233 +17,6
Somalia 7.028 +3.102 +79,0

In Bayern waren im Dezember 2017 (aktuellste Zahlen) insgesamt 39.309 Personen aus den nichteuropäischen Asylherkunftsländern sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs von 12.038 Personen bzw. 44,1 Prozent.

Zahl der Arbeitslosen in Deutschland nach nichteuropäischen Asylherkunftsländern

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland nach den Haupt-Asylzugangsländern (Datenstand: Juli 2018). Als arbeitslos gelten dabei Personen, die vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, eine versicherungspflichtige Beschäftigung suchen, dabei den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung stehen und sich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet haben. Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik gelten als nicht arbeitslos.

Nichteuropäische Asylherkunftsländer Arbeitslose insgesamt Veränderung zum davon im Vorjahr Bereich SGB II Arbeitslose im Kontext von Fluchtmigration
  absolut in Prozent absolut
insgesamt 196.714 +0,5 156.348
Syrien 113.383 +4,8 99.332
Irak 28.026 -6,8 18.091
Afghanistan 20.721 -6,8 16.217
Iran 13.301 +4,1 8.650
Eritrea 8.498 -8,2 7.655
Pakistan 5.774 -9,1 2.012
Somalia 3.731 +13,8 3.069
Nigeria 3.280 -8,6 1.322

In Bayern waren im Juli 2018 15.001 arbeitslose Personen im Kontext von Fluchtmigration zu verzeichnen. Dies entspricht einem Anstieg um 3,5 Prozent im Vorjahresvergleich.

Im April 2018 lag der Bestand an erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Kontext von Fluchtmigration im Freistaat bei insgesamt 61.512 (+9,2 Prozent im Vorjahresvergleich). Im gleichen Monat belief sich die Unterbeschäftigung für Personen im Kontext von Fluchtmigration in Bayern auf 37.462 (-9,1 Prozent im Vorjahresvergleich).


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Ansprechpartner
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Dr. Markus Meyer

Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosenversicherung, Grundsicherung, Fachkräftesicherung

+49 (0)89-551 78-214
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