Letzte Aktualisierung: 13. September 2018

Information

Integrationsmonitoring Zuwanderung und Asyl

Unser Integrationsmonitoring gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Zuwanderung nach Deutschland und die Arbeitsmarktintegration von Personen aus den Haupt-Asylzugangsländern.

Entwicklung der Asylbewerberzahlen und Haupt-Asylzugangsländer

Die Zahl der Erstanträge auf Asyl hat sich in Deutschland und Bayern folgendermaßen entwickelt:

Deutschland Bayern
2015 441.899 67.639
2016 722.370 82.003
2017 198.317 24.243
Januar - August 2018 111.685 15.380
Veränderung zwischen 2017 und 2018 (Jan. – Juli) -17,2 % -5,1 %

Von Januar bis August 2018 kamen die Asylbewerber, die einen Erstantrag stellten (insgesamt 111.685), zum Großteil aus den folgenden Ländern:

Hauptherkunftsländer Januar bis August 2018 Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Prozent
Syrien 30.300 -7,5
Irak 11.307 -19,3
Nigeria 7.471 +48,0
Afghanistan 6.961 -43,2
Türkei 6.493 +47,3
Iran 6.226 -4,6
Eritrea 4.318 -42,5
Somalia 3.832 -20,0
Georgien 2.808 +71,7
Ungeklärt 2.963 +6,1

Da die Antragstellung erst zeitlich verzögert erfolgt, lassen die oben genannten Daten des BAMF keine verlässlichen Schlussfolgerungen darüber zu, wie viele Flüchtlinge sich tatsächlich hierzulande aufhalten beziehungsweise neu hinzukommen.

Entscheidungen des BAMF über Erst- und Folgeanträge:

Im Berichtsmonat August 2018 wurden seitens des BAMF 16.623 Asylverfahren entschieden. Im Vergleich zum Vormonat ist damit ein Rückgang der Entscheidungszahlen um 20,9 Prozent zu verzeichnen. Verglichen mit dem Vorjahr hat sich die Anzahl der Entscheidungen um 67,9 Prozent verringert.

Die Gesamtschutzquote für alle Herkunftsländer lag im bisherigen Berichtsjahr bei 32,2 Prozent. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreswert entspricht dies einem Rückgang von 11,9 Prozentpunkten. Die höchste Gesamtschutzquote weist Syrien mit 78,2 Prozent auf. Es folgen Eritrea (67,5 Prozent) und Somalia (41,0 Prozent). Die Türkei weist aktuell eine Quote von 37,5 Prozent auf.

Ende August 2018 waren beim BAMF 59.410 Verfahren anhängig. Im Vergleich zum Vormonat (57.273 anhängige Verfahren) erhöhte sich damit ihre Anzahl um 3,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr (114.202 anhängige Verfahren) ist ein Rückgang der anhängigen Verfahren um 48,0 Prozent zu verzeichnen.

Entwicklung von sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und Arbeitslosigkeit

Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern in Deutschland:

Hinweis: In der Beschäftigungsstatistik werden Auswertungen zu Flüchtlingen (Ausnahme: Sonderauswertungen) auch weiterhin nicht möglich sein, da in den Arbeitgebermeldungen zur Sozialversicherung, die die Grundlage der Beschäftigungsstatistik bilden, keine Informationen zum Aufenthaltsstatus enthalten sind. Daher enthalten die folgenden Zahlen auch Personen, die möglicherweise schon seit längerer Zeit in Deutschland leben.

Nichteuropäische Asylherkunftsländer Stand:
Juni 2018
Veränderung gegenüber Vorjahr
  absolut absolut in Prozent
insgesamt 244.051 +87.201 +55,6
Syrien 80.345 +40.410 +101,2
Afghanistan 43.706 +14.787 +51,1
Irak 33.035 +9.679 +41,4
Iran 26.178 +5.712 +27,9
Pakistan 20.982 +2.385 +12,9
Eritrea 17.252 +8.991 +108,8
Nigeria 15.213 +2.102 +16,0
Somalia 7.341 +3.126 +74,2

In Bayern waren im Januar 2018 (aktuellste Zahlen) insgesamt 39.266 Personen aus den nichteuropäischen Asylherkunftsländern sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs von 12.359 Personen bzw. 45,9 Prozent.

Zahl der Arbeitslosen in Deutschland nach nichteuropäischen Asylherkunftsländern

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland nach den Haupt-Asylzugangsländern (Datenstand: August 2018). Als arbeitslos gelten dabei Personen, die vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, eine versicherungspflichtige Beschäftigung suchen, dabei den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung stehen und sich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet haben. Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik gelten als nicht arbeitslos.

Nichteuropäische Asylherkunftsländer Arbeitslose insgesamt Veränderung zum davon im Vorjahr Bereich SGB II Arbeitslose im Kontext von Fluchtmigration
  absolut in Prozent absolut
insgesamt 206.326 -0,7 165.045
Syrien 118.644 +1,9 103.972
Irak 29.219 -5,7 19.082
Afghanistan 22.908 -1,2 18.269
Iran 13.744 +2,4 9.083
Eritrea 9.000 -11,8 8.127
Pakistan 5.725 -11,7 1.982
Somalia 3.780 +5,4 3.152
Nigeria 3.306 -8,4 1.378

In Bayern waren im August 2018 17.621 arbeitslose Personen im Kontext von Fluchtmigration zu verzeichnen. Dies entspricht einem Anstieg um 4,8 Prozent im Vorjahresvergleich.

Im Mai 2018 lag der Bestand an erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Kontext von Fluchtmigration im Freistaat bei insgesamt 61.221 (+5,7 Prozent im Vorjahresvergleich). Im gleichen Monat belief sich die Unterbeschäftigung für Personen im Kontext von Fluchtmigration in Bayern auf 37.236 (-10, Prozent im Vorjahresvergleich).


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Dr. Markus Meyer

Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosenversicherung, Grundsicherung, Fachkräftesicherung

+49 (0)89-551 78-214
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