Letzte Aktualisierung: 24. April 2018

Deutschland hat Zukunft

Rückblick - Zehn Jahre Finanzmarktkrise

Rund zehn Jahre liegt der Beginn der globalen Finanzkrise zurück. Die darauffolgende Wirtschafts- und Staatsschuldenkrise wirkt hingegen bis heute nach. Darauf wies die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. im Rahmen ihres Kongresses Zehn Jahre Finanzmarktkrise hin.

Zehn Jahre nach der Krise: viel erreicht

Vorträge und Diskussion widmeten sich zunächst den auslösenden Faktoren der Finanzmarktkrise, den mit ihr verbundenen – auch für außerordentlich gesunde Unternehmen wie BMW deutlich spürbaren – großen Verwerfungen sowie den umfassenden seitdem abgearbeiteten regulatorischen Projekten. Hingewiesen wurde auf den in den letzten zehn Jahren erarbeiteten enormen Gewinn an Stabilität und die erzielten wirtschaftlichen und finanzpolitischen Fortschritte in EU und Euroraum.

Herausforderungen bleiben anspruchsvoll

Gleichzeitig wiesen die Diskutanten auf die Herausforderungen hin, ausgehend von

  • deutlich unterschiedlichen und teils noch nicht hinreichenden Reformständen in den EU-Mitgliedstaaten,
  • dem Aufbau der Kapitalmarktunion,
  • der nach wie vor angespannten Ertragslage der deutschen und europäischen Banken
  • und der lockeren Zins- und Geldpolitik der EZB, die ihre zunächst stark stabilisierende Wirkung sukzessive verliert, während ihre belastenden Seiten immer stärker zur Geltung kommen.

Gefordert wurde auch eine sehr sorgfältige Prüfung, ob die aktuell lockere Geldpolitik zu Blasenrisiken und damit verbunden zu Handlungsbedarf führt. Gleichzeitig soll ein für die Märkte verträglicher Weg gefunden werden, aus der Niedrigzinsphase auszusteigen.

Einigkeit besteht darüber, dass die Regulierung kleine Finanzinstitute nicht überfordern darf, und den Digitalisierungsprozess, samt Herausforderungen und Chancen für die Banken, angemessen begleiten muss.

Stabile EU nur ohne Transferunion

Fast einhellig warnten die Diskutanten vor der Versuchung, weiterbestehende Ungleichgewichte in der Eurozone durch den Aufbau einer Transferunion zu lösen. Im Interesse eines starken Euroraums und einer starken EU müsse bei der Banken- und Währungsunion die Eigenverantwortung weiterhin im Vordergrund stehen. Eine gemeinsame europäische Einlagensicherung sei vor dem Hintergrund der falsche Weg.

Rückblick

Rückblick - Zehn Jahre Finanzmarktkrise
am 23.04.2018 in München

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Ansprechpartner
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Dr. Benedikt Rüchardt

Steuern, Finanzen, Landesentwicklung, Wirtschaft und Kommunen

+49 (0)89-551 78-249
Benedikt Rüchardt

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