Letzte Aktualisierung: 11. April 2019

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Energiegipfel Bayern - AG 2: Energieeffizienz und Energieeinsparungen

Im Rahmen des bayerischen Energiedialogs fand am 09. April 2019 die erste Sitzung der Arbeitsgruppe 2 zum Thema Energieeffizienz und Energieeinsparung statt. Die vbw hat sich dort dafür stark gemacht, dass bei allen Effizienzmaßnahmen das Wirtschaftlichkeitsprinzip gelten muss. Die Unternehmen wissen selbst am besten, welche Investitionen die höchsten Einspareffekte bringen. Schon kleine Zusatzbelastungen, die sich „nicht rechnen“, gefährden die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie und können sich nachteilig auf Investitionsentscheidungen auswirken. Dabei setzen wir auf das Prinzip der Freiwilligkeit. Dies zeigen auch die zahlreichen Energie-Effizienz-Netzwerke, die in Bayern gegründet wurden.

Vorreiter energieintensive Industrie

Insbesondere energieintensive Betriebe haben bereits in der Vergangenheit massiv in Effizienzmaßnahmen investiert und Einsparpotenziale realisiert, so dass sowohl technisch als auch in der praktischen Umsetzung nur noch begrenzte Potenziale bestehen, deren Erschließung aufwendig und teuer ist. Auch aus physikalischen Gründen lässt sich dieser Trend nicht ohne Weiteres fortsetzen.

Um weitere Potenziale zu heben, muss die Politik Anreize setzen, die zu verstärkten Investitionen in Forschung und Entwicklung innovativer Verfahren und Technologien führen sowie Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiter fördern.

Steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung dringend erforderlich

Große Potenziale sind noch im Wärmebereich zu heben. Die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung ist unverzüglich umzusetzen. Auf Gebäude entfallen 30 Prozent der CO2-Emissionen. Die Sanierungsquote liegt aber seit Jahren bei unter einem Prozent.

Zudem können digitale Technologien helfen, Effizienzpotenziale zu realisieren und Energie einzusparen. Hierzu brauchen wir aber auch dringend eine leistungsfähige digitale Infrastruktur, leitungsgebunden und mobil.

Die bayerische Wirtschaft hat in der Arbeitsgruppe darauf aufmerksam gemacht, dass Effizienzsteigerungen und Einsparmaßnahmen nur sinnvoll in Relation zum Bevölkerungswachstum und Wirtschaftswachstum, das nicht gebremst werden darf, gemessen werden können. Wir müssen darauf vorbereitet sein, dass durch den Trend der Elektrifizierung der Strombedarf in den nächsten Jahren sogar steigen wird.

In den folgenden Sitzungen der Arbeitsgruppe sollen die bestehenden Effizienzpotenziale und mögliche Maßnahmen genauer identifziert werden.


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Ansprechpartner
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Dr. Manuel Schölles

Energie, Klima

+49 (0)89-551 78 91-246
Manuel Schölles
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