Letzte Aktualisierung: 11. April 2019

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Energiegipfel Bayern – AG 1: Erneuerbare-Energien-Ausbau in Bayern

Am 25. März 2019 fand im Rahmen des Energiegipfels Bayern die erste Sitzung der Arbeitsgruppe 1 zum Thema Erneuerbare-Energien-Ausbau in Bayern statt. Laut Staatsministerium soll das Ergebnis dieser Arbeitsgruppe die Formulierung neuer Ausbauziele für die erneuerbaren Energien in Bayern sein. Die Diskussion in der ersten Sitzung setzte den Fokus vor allem auf die Potenziale der Windkraft. In den kommenden Sitzungen sollen Potenziale und Hemmnisse des EE-Ausbaus insgesamt erörtert und Lösungsansätze abgestimmt werden.

Netzsynchroner Ausbau der erneuerbaren Energien nötig

Für die vbw gilt, dass der Ausbau erneuerbarer Energien strikt netzsynchron erfolgen muss. Bevor das Ausbaupotenzial geklärt werden kann, müsste daher zunächst ein gemeinsames Verständnis über den Ausbaustand der Netze hergestellt werden.

Weiter wäre es erforderlich, mögliche Speicherlösungen, Optionen für eine Sektorkopplung und die Potenziale der Digitalisierung stets mitzudenken. Erst dann kann unter Berücksichtigung von Kosten, Erreichung der Klimaziele und weiteren Faktoren (z. B. Flächenverbrauch, Akzeptanz in der Bevölkerung) das Ausbauziel festgelegt werden, wobei aktuelle technologische Entwicklungen beachtet und auch mögliche Hemmnisse (z. B. EEG) beseitigt werden müssen.

Erneuerbare Energien nicht geeignet für Stromversorgung im industriellen Maßstab

Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist aus Sicht der vbw differenziert zu betrachten. Ohne entsprechende Speicheranlagen und Kapazitäten zur großräumigen Verteilung ist der Beitrag von volatilen Windkraft- und PV-Anlagen zur gesicherten Leistung gering. Deshalb muss zügig festgestellt werden, welche weiteren Potenziale zur Energieerzeugung vor allem aus Biomasse und Wasserkraft bestehen.

Insgesamt gilt, dass erneuerbare Energien alleine die Stromversorgung im industriellen Maßstab nicht gewährleisten können. Das gilt nicht nur für das Chemiedreieck mit seinem Strombedarf von 5 TWh im Jahr. Zahlreiche Industrieanlagen sind zudem auf eine unterbrechungsfreie Energieversorgung im Millisekundenbereich angewiesen. Bayern ist daher auch in Zukunft auf regelbare Kraftwerksleistung und leistungsfähige Übertragungsnetze angewiesen, wenn es ein führender Industriestandort bleiben will.

Gleichwohl hat die vbw deutlich gemacht, dass sie offen für Konzepte zur regionalen Energieversorgung ist, wenn sie realistisch auf Versorgungssicherheit und Grundlastfähigkeit ausgerichtet sind und zu keinen Strompreiserhöhungen führen.

Weitere Informationen zum Energiegipfel Bayern sowie die Protokolle der einzelnen AG-Sitzungen finden Sie in der rechten Spalte.


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Ansprechpartner
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Dr. Manuel Schölles

Energie, Klima

+49 (0)89-551 78 91-246
Manuel Schölles
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