Letzte Aktualisierung: 21. Februar 2020

Information

Austauschprämie für Ölheizungen – auch für Gewerbe

Im Rahmen des Klimapakets hat die Bundesregierung beschlossen, dass ab Januar 2020 der Austausch einer alten Ölheizung gegen eine neue, effizientere und klimafreundlichere Anlage finanziell deutlich stärker gefördert wird. Die Ölaustauschprämie soll für alle bestehenden Gebäude gelten, die seit mehr als zwei Jahren ein Heizungs- bzw. Kühlsystem in Betrieb haben. Im Gegensatz zur steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung können hier Unternehmen ebenso profitieren wie Privatpersonen.

Grundlage ist das zum 01. Januar 2020 angepasste „Marktanreizprogramm zur Förderung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt“ des BAFA. Wesentliche Neuerungen sind die Umstellung von der Festbetragsförderung auf die anteilige Förderung – mit durchaus attraktiven Fördersätzen – sowie eine zusätzliche Prämie in Höhe von zehn Prozentpunkten beim Ersatz einer Ölheizung.

Investitionszuschuss von bis zu 45 Prozent

Die Förderhöhe hängt von der Art der neuen Heizungsanlage ab. Den höchsten Fördersatz mit bis zu 45 Prozent der förderfähigen Kosten gibt es, wenn eine Ölheizung gegen eine vollständig mit erneuerbaren Energien betriebene Alternative wie Wärmepumpe oder eine Biomasse-Anlage ausgetauscht wird. Die Grafik verdeutlicht die jeweiligen maximalen Fördersätze; sie liegen um jeweils zehn Prozentpunkte niedriger, wenn keine Ölheizung ersetzt wird.

Grafik: Förderungen für das Heizen mit erbeuerbaren Energien

Grafik Förderungen für das Heizen mit erneuerbaren Energien

Der Einbau von neuen Ölheizungen wird nicht gefördert. Sofern eine Ölhybridheizung mit einem förderfähigen erneuerbaren Wärmeerzeuger (Solarthermie, Biomasse, Wärmepumpe) installiert werden soll oder eine vorhandene Ölheizung entsprechend ergänzt wird, kann jedoch der erneuerbare Wärmeerzeuger gefördert werden, sofern die Kosten separat ausgewiesen werden können.

Förderfähige Investitionskosten sind grundsätzlich die Kosten für Anschaffung, Installation und Inbetriebnahme sowie erforderliche Umfeldmaßnahmen. Sie sind begrenzt
- bei Wohngebäuden auf max. 50.000 Euro pro Wohneinheit,
- bei Nichtwohngebäuden auf max. 3,5 Mio. Euro pro Gebäude.

Detaillierte Hinweise enthält das Merkblatt der BAFA zu den förderfähigen Kosten

Wichtige Fördervoraussetzungen

Die neuen Förderkonditionen gelten für Anträge, die ab Inkrafttreten der Richtlinie am 01. Januar 2020 gestellt werden; eine Rücknahme und Wiedereinreichung von 2019 bereits gestellten Anträgen ist nicht möglich.

Die Investitionszuschüsse können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Die Antragstellung muss grundsätzlich vor dem Vorhabenbeginn erfolgen. Maßgeblich ist hierbei das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA. Beratungs- und Planungsleistungen können dagegen schon vorher durchgeführt werden.

Die Ölheizung muss zum Zeitpunkt der Antragsstellung nicht mehr in Betrieb sein. Voraussetzung ist aber, dass sie noch fest im Heizungskeller installiert ist und noch kein Auftrag zur Demontage erteilt wurde. Eine Förderung kommt allerdings dann nicht in Betracht, auch nicht für den Einbau der neuen Anlage, wenn für die alte Ölheizung bereits eine Austauschpflicht nach § 10 Energieeinsparverordnung (EnEV) besteht.

Antragstellung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Antragsberechtigt ist grundsätzlich jede Privatperson, Eigentümergemeinschaft und jedes Unternehmen, wenn im Gebäudebestand eine mit Öl betriebene Heizungsanlage außer Betrieb genommen und gleichzeitig eine förderfähige Biomasseanlage, förderfähige Wärmepumpenanlage oder förderfähige Gas-Hybridheizung installiert wird.

Informationen zur Antragstellung und weitere Details zu den Förderbedingungen des Programms Heizen mit erneuerbaren Energien – beispielsweise zu den Möglichkeiten einer Kumulierung mit anderen Fördermitteln – können auf den Seiten des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingesehen werden.

Förderprogramm im Überblick (BAFA)


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Tobias Thomas

Klimaschutz

+49 (0)89-551 78 91-267
Tobias Thomas
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben