Letzte Aktualisierung: 05. Dezember 2017

Studie

6. Monitoring der Energiewende

Mit dem Monitoring legt die vbw zum sechsten Mal eine Zwischenbilanz zum Stand der Energiewende und zu den umgesetzten und eingeleiteten Maßnahmen vor.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Energiewende in Deutschland noch immer feststeckt.

Stromversorgung ist sicher

Die Versorgungssicherheit in Deutschland und Bayern ist nach wie vor gewährleistet. Dazu werden aber immer größere Reservekapazitäten außerhalb des Strommarktes und zahlreiche kostspielige Netzeingriffe der Übertragungsnetzbetreiber erforderlich. Sie sind notwendig, um die wegfallende Leistung der Kernkraftwerke auszugleichen. Zwar geht der Zubau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten weiter, der für den Stromtransport notwendige Netzausbau verzögert sich aber.

Strompreise im internationalen Vergleich hoch

Die Energiewende sorgt für im internationalen Vergleich hohe Strompreise in Deutschland. Über die Hälfte der Kosten wird durch staatliche Vorgaben verursacht. Größter Kostenblock ist die EEG-Umlage, die 2016 und 2017 neue Rekordhöhen erreichte. Insgesamt müssen die Verbraucher 24 Milliarden Euro für die EEG-Umlage aufbringen. Aufgrund der über 20 Jahre gültigen Fördervereinbarungen für Erneuerbare-Energien-Anlagen wird der größte Teil der Kosten jedoch erst noch anfallen.

Klimaschutzziele nicht erreicht

Trotz der großen volkswirtschaftlichen Belastungen, die die Energiewende verursacht und obwohl die deutsche Industrie von 1990 bis 2014 ihre CO2-Emissionen um 36 Prozent verringert hat, bleiben die staatlichen Klimaschutzziele weiter unerreicht. Dabei sind die erneuerbaren Energien in Deutschland jahrelang über Plan ausgebaut worden.

Die wissenschaftliche Untersuchung zum Monitoring hat auch für das Jahr 2016 die Prognos AG im Auftrag der vbw durchgeführt.


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Ansprechpartner
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Christian Kass

Energie, Klima

+49 (0)89-551 78-249
Christian Kass
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