Letzte Aktualisierung: 18. April 2019

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Pressegespräch "Initiative Fachkräftesicherung+"

Im Oktober 2018 haben die vbw und die bayerische Staatsregierung zusammen die Initiative Fachkräftesicherung+ gestartet, mit dem Ziel, bis zum Jahr 2023 etwa 250.000 zusätzliche Fachkräfte für die bayerische Wirtschaft zu aktivieren. Im Rahmen eines Pressegesprächs zogen nun vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt zusammen mit Hubert Aiwanger, bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie und Ralf Holtzwart, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit ein erstes Zwischenfazit.

Initiative FKS+ ist kraftvoll gestartet

Die Zahlen der aktuellen vbw Studie Arbeitslandschaft 2025 bestätigen den Handlungsbedarf zur Fachkräftesicherung. Bertram Brossardt skizzierte, dass der Studie nach bis zum Jahr 2025 etwa 350.000 Fachkräfte am bayerischen Arbeitsmarkt fehlen werden. Die Initiative Fachkräftesicherung+ gibt die richtige Antwort auf diese Herausforderung.

Brossardt zeigte sich erfreut, dass das neue Fachkräftesicherungsprogramm kraftvoll gestartet ist. Kernstück ist die Taskforce Fachkräftesicherung, die mit insgesamt zehn Mitarbeitern bayernweit Unternehmen bei der Fachkräftesicherung unterstützt. In jedem Regierungsbezirk steht ein Projektkoordinator der Taskforce für die Betriebe vor Ort zur Verfügung, zudem beraten überregional drei Koordinatoren zu Fragen bezüglich der Gewinnung ausländischer Fachkräfte sowie zu den Themen Arbeiten 4.0 und Digitalisierung.

Weitere Informationen zur Taskforce Fachkräftesicherung und die Kontaktdaten der Projektkoordinatoren finden Sie unter www.fks-plus.de .

Wandel in der Wirtschaft begleiten und moderieren

Staatsminister Aiwanger betonte, dass aktuell starke Umwandlungsprozesse in der Wirtschaft ablaufen und es Aufgabe der Politik ist, diese Prozesse zu begleiten und zu moderieren. Zur Fachkräftesicherung muss aus seiner Sicht ein Ansatz mit den folgenden vier Komponenten verfolgt werden „mobilisieren, qualifizieren, automatisieren, flexibilisieren“. Die bayerische Staatsregierung wird im engen Schulterschluss mit der Wirtschaft weiter in Sache Fachkräftesicherung zusammenarbeiten und entsprechend Haushaltsmittel zur Verfügung stellen.

Für die nächsten Monate geplant sind u. a. der Start einer Vermittlungsplattform für ältere Fachkräfte über 60 Jahre und eine Marketingkampagne „Ihr werdet gebraucht“ zur Aktivierung bestehender heimischer Fachkräftepotenziale.

Regionaldirektion Bayern unterstützt die berufliche Weiterbildung

Der bayerische Arbeitsmarkt befindet sich in eine Topverfassung. In den letzten Jahren erfolgte ein beispielsloser Beschäftigungsaufbau, durch die demografische Entwicklung wird es aber künftig immer schwerer, den Fachkräftebedarf der Wirtschaft zu decken. Ansatzpunkte zur Fachkräftesicherung sieht Ralf Holtzwart zum Beispiel bei der Ausweitung der Arbeitszeit von heute Teilzeitbeschäftigten.

Zudem betonte er die Bedeutung der Weiterbildung. Die RD Bayern investiert gezielt in die berufliche Weiterbildung und nutzt die neu geschaffenen Fördermöglichkeiten durch das Qualifizierungschancengesetz. In seinem Statement zeigte Holtzwart auf, wie die neu geschaffenen Optionen zur Qualifizierung von Arbeitssuchenden und Beschäftigten genutzt werden können.

Erste Projekte im Rahmen von FKS+ gestartet

Zusammen mit der RD Bayern hat die vbw erste Projekte im Rahmen der neuen Initiative FKS+ an den Start gebracht. An Jugendliche unter 25 Jahren richten sich zum Beispiel die Projekte empower(me) und Digital Natives für kleine- und mittelständische Unternehmen als Fachkräfte. Mit dem IT- / Digitalisierungspädagogen wurde ein Projekt aufgesetzt, in dem arbeitssuchende oder von Arbeitslosigkeit bedrohte IT-affine Personen Expertenkenntnisse in den Themenfeldern IT und Umgang mit Daten, Didaktik und Pädagogik sowie Beratung zur digitalen Welt erwerben.


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Ansprechpartner
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Beate Neubauer

CSR / Nachhaltigkeit, Soziale Marktwirtschaft, Alterssicherung

+49 (0)89-551 78-214
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